| Antrag: | Wahlprogramme |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Manuel Eichler |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 16.05.2026, 08:50 |
LA-756: Wahlprogramme
Antragstext
Nach Zeile 756 einfügen:
Starke ZLAs durch starke Inhalte!
Zentrallehranstalten zählen zu den spezialisiertesten und praxisnahesten Schulen Österreichs. Sie verbinden fachliche Exzellenz mit einer hochwertigen Allgemeinbildung und bereiten Schüler:innen gezielt auf Studium und Beruf vor. Damit ZLAs diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht werden können, braucht es moderne Strukturen, mehr Freiheit für Schüler:innen und eine stärkere Einbindung der Schulgemeinschaft.
Wir JUNOS Schüler:innen wollen ZLAs, die Eigenverantwortung fördern, Leistung ermöglichen und Schüler:innen ernst nehmen. Mit diesem Programm zeigen wir, welche Vision wir für die Zukunft der Zentrallehranstalten haben.
Mehr Freiheit für Schüler:innen
Was an anderen Schulen kaum denkbar wäre, ist an vielen ZLAs Realität: Maturafächer werden nicht nach Interessen und Stärken der Schüler:innen gewählt, sondern per Zufallslos zugeteilt. Für uns ist klar: Wichtige Entscheidungen über die eigene Ausbildung dürfen nicht vom Zufall abhängen.
- Wir fordern daher, dass Maturafächer an ZLAs künftig frei von den Schüler:innen gewählt werden können.
Auch die Lehrbüros sehen wir als große Stärke der Zentrallehranstalten. Sie ermöglichen eigenverantwortliches Lernen und fördern selbstständiges Arbeiten – Fähigkeiten, die sowohl im Studium als auch im Berufsleben entscheidend sind.
- Deshalb setzen wir uns für mehr Lehrbüros und mehr Möglichkeiten zum selbstständigen Erarbeiten von Lehrinhalten ein.
Chancengerechtigkeit schaffen
Zentrallehranstalten bieten ebenso wie andere berufsbildende höhere Schulen eine fünfjährige Ausbildung mit Maturaabschluss. Trotzdem wird Absolvent:innen bislang kein Ingenieurstitel anerkannt. Diese Ungleichbehandlung halten wir für unfair.
- Wir fordern daher, dass Absolvent:innen einer fünfjährigen Zentrallehranstalt künftig ebenfalls die Möglichkeit auf Anerkennung des Ingenieurstitels erhalten.
Ressourcen besser nutzen
An vielen ZLAs stehen Klassenräume regelmäßig leer oder werden nur selten genutzt. Gleichzeitig fehlen oft Freiräume zum Lernen, Arbeiten oder für selbstständige Projekte. Wir sehen darin ungenutztes Potenzial.
- Wir setzen uns dafür ein, dass ungenutzte Unterrichtsräume wie alte Labore oder kaum verwendete EDV-Säle stärker als reguläre Klassenräume oder freie Arbeitsräume für Schüler:innen zur Verfügung gestellt werden.
Demokratische Strukturen stärken
Wie andere Schulformen verfügen auch Zentrallehranstalten über einen Schulgemeinschaftsausschuss (SGA). Gerade im Sinne eines möglichst autonomen Schulsystems sollte dieser eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Schulalltags spielen. In der Praxis werden Schulpartner:innen jedoch oft zu spät oder unzureichend in wichtige Entscheidungen eingebunden.
- Wir fordern daher, dass alle Schulpartner:innen im SGA – insbesondere auch die Schüler:innenvertretungen – von den Direktionen frühzeitig über geplante Änderungen informiert werden, um eine ernsthafte Diskussion und echte Mitbestimmung zu ermöglichen.
ZLAs haben das Potenzial, Orte zu sein, an denen Leistung, Freiheit und Mitbestimmung nicht im Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig stärken. Genau dafür wollen wir uns einsetzen: für Schulen, die nicht verwalten, sondern ermöglichen – und für eine Bildung, die Schüler:innen nicht nur belehrt, sondern sie auf das echte Leben vorbereitet!

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