| Veranstaltung: | XII. Mitgliederversammlung JUNOS Schüler:innen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 13.2. Leitantrag des Bundesvorstands |
| Antragsteller*in: | Bundesmitgliederversammlung |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 02.05.2026, 19:41 |
LA: Wahlprogramme
Antragstext
Uns geht es nicht darum, die meisten Freunde zu finden oder die größten Partys
zu veranstalten. Wir JUNOS Schüler:innen stellen die Schüler:innen in den
Mittelpunkt. Denn sie haben eine Schule verdient, in der Freiheit, Mitbestimmung
und Eigenverantwortung gelebt werden. Wir wollen eine Schule, in der Talente und
Potenziale aller Schüler:innen bestmöglich gefördert und gefordert werden.
JUNOS Schüler:innen steht für Freiheit, Chancengerechtigkeit, Mündigkeit,
Demokratie und Transparenz.
Das ist unser Gründungsversprechen: Wir treten zur Wahl an, weil wir mehr sind
als nur eine weitere Schüler:innenorganisation. Wir treten an, weil wir an eine
bessere Zukunft für alle Schüler:innen glauben. Weil wir daran glauben, dass
Schule allen Menschen ein Leben in Freiheit ermöglichen soll. Weil das aktuelle
System diesem Anspruch nicht gerecht wird.
Dieses Bundeswahlprogramm zeigt, wie diese Veränderung gelingen kann: Es ist
unsere Vision der Schule von morgen. Dafür arbeiten wir, dafür kämpfen wir
jeden Tag.
Veränderung passiert nicht von selbst. Aber sie passiert, wenn man sie
einfordert. In den vergangenen Jahren haben wir gezeigt, dass wir Bewegung in
die Landesschüler:innenvertretungen bringen können. Diese Veränderung wollen
wir fortsetzen!
Du kannst mit JUNOS Schüler:innen endlich Bewegung in die
Landesschüler:innenvertretung bringen! Du kannst Zukunft gestalten!
Unsere Vision ist eine Schule der Freiheit. Um das Beste aus unserem
Bildungssystem herauszuholen, braucht es Autonomie und Gestaltungsfreiraum.
Diese Freiheit braucht es sowohl für die Schüler:innen selbst als auch für
den Schulstandort. Die Schule vor Ort weiß nicht nur am besten, was sie
braucht, sondern auch, was sie sein will. So kann das österreichische
Bildungssystem vielfältiger werden, um sich an die Bedürfnisse der
Schüler:innen anpassen zu können. Um diese Individualität zu gewährleisten,
muss echte Schulautonomie ermöglicht werden.
Schüler:innen werden in ein jahrzehntealtes Korsett an Fächern gepresst, ohne
dabei eine Möglichkeit zu haben, ihre individuellen Stärken wirklich zu
fördern. Es gibt zwar gewisse Grundfähigkeiten, welche alle Schüler:innen
besitzen sollten, aber dieses Mindestmaß spiegelt sich mit Sicherheit nicht in
dem heutigen Ausmaß an vorgeschriebenen Stunden wider. Wenn Schüler:innen nach
der Schule selbstständige Personen sein sollen, muss man ihnen schon in der
Schule Verantwortung zutrauen.
- Wir fordern die Einführung eines modularen Systems mit Grundkursen, die
jede:r Schüler:in absolviert und darauf aufbauend frei wählbare Fächer.
In diesem Zusammenhang sprechen wir uns auch für die Reduktion
ineffizienter Pflichtstunden zugunsten individualisierter Lerneinheiten
aus. Schüler:innen müssen nicht zwingend in dieselbe Schulstufe gehen
und dasselbe Alter haben, um einen gewissen Unterricht zu besuchen.
- Wir fordern, dass Schüler:innen vermehrt Aufgaben selbstständig und
eigenverantwortlich abseits des starren Frontalunterrichts erledigen.
Besonders wichtig sind hier Gruppenarbeiten, um Teamfähigkeit und
Organisation besser zu erlernen.
- Allen Schüler:innen soll zudem eine adaptive Lernplattform für den
Schulalltag zur Verfügung gestellt werden, welche individuelle Lernpfade
ermöglicht und Schüler:innen in ihrem eigenen Tempo fördert und
fordert.
- Wir fordern, dass Schüler:innen in der Oberstufe ab einer gewissen
Leistung vom Unterricht fernbleiben dürfen, um ihnen mehr Freiheit zu
geben, und Ressourcen für die Unterstützung leistungsschwacher
Schüler:innen freizumachen.
- Wir fordern, dass es Schüler:innen leichter gemacht wird, eigene Clubs zu
Themen ihrer Wahl zu gründen. Diese Clubs sollen auch die Möglichkeit
haben, von der Schule und vom Bildungsministerium finanziell unterstützt
zu werden. Clubs soll die Möglichkeit gegeben werden, bundesweit zu
agieren und sich mit anderen Schulen zusammenzuschließen.
- Wir fordern, dass Schüler:innen vermehrt dabei unterstützt werden an
Austauschprogrammen wie Erasmus+ teilzunehmen. Durch solche
Auslandsaufenthalte werden sowohl Vielfalt, Inklusion und das Lernen von
Sprachen gefördert. Schüler:innen und Lehrkräfte sollten verstärkt
über das bestehende Angebot informiert werden. Zusätzlich gilt es
ökonomisch schwächere Schüler:innen bei einem solchen Aufenthalt
finanziell zu unterstützen.
- Wir fordern, dass jeder:m Schüler:in die Freiheit gegeben wird, im
Unterricht digital mitzuarbeiten. Analoge Unterrichtsmaterialien müssen
dafür auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt werden.
Oftmals wird der Bildungsweg für Schüler:innen vorgegeben und
Wahlmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Es muss klar sein, dass es nicht
den einen richtigen Bildungsweg gibt.
- Wir fordern, dass Berufsorientierung als Pflichtfach in der Sekundarstufe
I eingeführt wird. Dabei soll ein umfangreicher Überblick über die
Möglichkeiten nach der Sekundarstufe I, wie etwa eine Lehre, gegeben
werden.
- Wir fordern, dass im Rahmen der Berufsorientierung in Sekundarstufe II den
Schüler:innen alle ihre Möglichkeiten aufgezeigt werden, damit sie so
eine
mündige Entscheidung treffen können.
- Wir fordern Kooperationen mit Unternehmen, NGOs und Hochschulen, um reale
Erfahrungen und Inspiration in die Schule zu bringen.
Schulautonomie ist das Herzstück eines liberalen Bildungssystems. Die
Entscheidungskompetenz über Bildung soll dort liegen, wo diese auch
stattfindet: an den Schulen selbst. Das Bildungsministerium beschränkt sich
darauf, den Rahmen des Bildungssystems festzulegen und die Bereitstellung von
Ressourcen durch eine Finanzierung, welche direkt den individuellen
Schüler:innen folgt, sicherzustellen. Damit tragen wir die Geburtssünde des
österreichischen Bildungssystems zu Grabe: die vollkommen verrückte
Abhängigkeit von Top-down-Entscheidungen, die jegliche Innovation im Keim
erstickt. Wir wollen kein starkes Bildungsministerium, das über alle Schulen
regiert, sondern starke Schulen, die sich an die individuellen Bedürfnisse
ihrer Schüler:innen anpassen.
- Wir fordern, dass den einzelnen Schulen volle Personalhoheit zugestanden
wird. Ein objektivierbares und anonymisiertes Rahmenverfahren soll
hierfür herangezogen werden, um gegen subjektive Wahrnehmungen im
Einstellungsprozess vorzugehen.
- Wir fordern, dass Schulen autonom die Möglichkeit haben, ihre eigenen
Wege bei der Lehre zu gehen. Solange auf das gemeinsame Ziel der
Zentralmatura und der Mittleren Reife hingearbeitet wird, soll jeder
Standort die Möglichkeit bekommen, die Fächerstruktur aufzubrechen und
Neueinteilungen vorzunehmen. Des Weiteren sollen auch die verwendeten
Schulbücher aus einem Pool an zertifizierten Anbietern frei gewählt
werden dürfen.
- Wir fordern, dass Schulen volle Autonomie über ihr Budget erhalten. In
diesem Zusammenhang sollen Schulen auch nicht mehr an bundesweite Vorgaben
zur Vergabe von Dienstleistungen gebunden sein.
- Wir fordern die Aufkündigung sämtlicher bildungsrelevanter Verträge mit
Dritten, welche Schulen zu religiösen Praktiken oder religiösem
Unterricht verpflichten.
Stärkung des Schulgemeinschaftsausschusses und der
Direktionen
Der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) und die Direktionen sind die bestimmenden
Instanzen bei der Ausgestaltung eines autonomen Schulsystems. Der SGA soll
künftig vorgeben, wie sich die Schule entwickeln soll. Dazu braucht es auch
gestärkte Kompetenzen der Mitglieder des SGA durch zusätzliche Ausbildungen,
um qualitativ hochwertige Entscheidungen zu ermöglichen.
- Wir fordern, dass die Schüler:innenvertreter:innen und der SGA bei
Bewerbungsverfahren von Lehrkräften und Direktor:innen involviert sind,
nach verpflichtender Aufklärung über den Prozess einer Bewerbung und
genug Informationen sowie Aufklärung über das Tätigkeitsprofil der
gesuchten Position.
- Wir fordern, dass die Entscheidung über neue Fächerstrukturen ebenfalls
beim SGA liegen soll. Hierzu braucht es Aufklärung über die Ziele der
neuen Fächerstruktur durch die Direktion.
Gerade im Rahmen eines echten schulautonomen Systems dürfen die Schulen nicht zu
abgeschotteten Burgen werden. Zusammenarbeit ist hier essenziell. Das Modell des
Schulclusters empfiehlt sich hier besonders.
- Wir fordern, dass sich Schulcluster bilden können. Dabei handelt es sich
um eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Standorten, die dazu
führt, dass Schüler:innen einen Teil des Unterrichts in einer anderen
Partnerschule erfahren können. Ein solcher Cluster sollte nur der
Genehmigung der beteiligten SGAs bedürfen.
Oft haben Direktor:innen fast schon eine unabsetzbare Position, an die sie oft
durch gute Kontakte anstatt guter Fähigkeiten gelangt sind. Direktionen dürfen
aber nicht mehr länger nach Parteifarbe und guten Beziehungen vergeben werden.
In den Vordergrund müssen Kompetenz und Engagement gestellt werden. Wir wollen
Direktor:innen zu echten Managerinnen machen, um die bestmöglichen Bedingungen
für die Entwicklung der Schulen zu schaffen.
- Wir fordern daher eine anonymisierte und objektivierte Rekrutierung
professioneller Direktor:innen.
- Wir fordern mehr Aus- und Weiterbildungsprogramme für Direktor:innen, um
eine qualitative Schulleitung zu gewährleisten.
- Wir fordern, dass die Direktion alle fünf Jahre vom SGA mit einer ⅔
Mehrheit bestätigt werden muss. Für eine einmalige Verlängerung des
Mandats soll eine einfache Mehrheit reichen.
Die Bildungsdirektionen sind derzeit mit sehr viel Macht ausgestattet. Sie
vollziehen das gesamte Schulrecht in ihrem Bundesland, vollziehen also zum
Beispiel das Dienstrecht gegenüber dem Lehrkörper und den Direktor:innen. Viel
zu oft liegt es an der viel zu politisierten Bildungsdirektion, die Schulen zu
kontrollieren - oder vielmehr einzuschränken. Ein echtes und mutiges
Autonomiepaket würde ihnen diese Kompetenzen nehmen. Wir wollen sie von einem
Kontrollorgan zu einem Serviceorgan machen.
- Wir fordern, dass die neuen Bildungsservices mit einem breiten
Fortbildungsangebot für Lehrkräfte, Direktionen und SGA-Mitglieder den
Schulen unter die Arme greifen. Sie sollen dabei neuartige pädagogische
Konzepte weiterreichen und unter den betroffenen Stakeholder:innen
verbreiten.
- Wir fordern, dass die neuen Bildungsservices auch über ein Budget
verfügen, um innovative Projekte an Schulen zu fördern. Hierbei gilt es
vor allem, bestehende Erfolgsbeispiele heranzuziehen und dabei
mitzuhelfen, sie in weiteren Schulen zu implementieren. Dadurch können
die neuen Bildungsservices zu wirkmächtigen Innovationstreibern im
österreichischen Bildungssystem werden - und neben mehr Wettbewerb und
Autonomie einen zentralen Platz in einem leistungsfähigeren System
einnehmen.
- Wir fordern die Schaffung eines neuen, schlanken Bildungs-Think-Tanks,
welcher Handlungsempfehlungen für Schulen und Gesetzgeber auf Basis neuer
wissenschaftlicher Erkenntnisse erarbeiten soll, sodass Schulen ihre
Schulautonomie effektiv ausgestalten können.
Der Klimawandel ist eine historische Herausforderung. Auch das österreichische
Schulsystem muss sich ihr stellen. Eine effiziente Ökologisierung kann aber nur
funktionieren, wenn man alle Akteur:innen rund um die Schule einbindet und die
Schule ganzheitlich betrachtet. Wir wollen hier nicht auf Symbolpolitik oder
zentrale Vorgaben setzen, sondern die lokale Kreativität der Schulstandorte
entfesseln.
- Wir fordern ein Belohnungssystem: Schulen, die ihre Emissionen besonders
stark senken konnten, werden dafür finanziell belohnt. Zugleich sollen
die Schulen mit den höchsten Emissionen direkt von Expert:innen des
Bildungsministeriums dabei unterstützt werden, ihre Emissionen nachhaltig
zu senken.
Für uns ist klar: Niemand soll aufgrund der Herkunft in der eigenen Zukunft
eingeschränkt werden. Hier spielt die Schule eine zentrale Rolle. Sie muss
allen Schüler:innen die Chancen bieten, um ein selbstbestimmtes Leben zu
führen. Solange sie diese fundamentale Anforderung nicht erfüllen kann,
reproduziert sie immer neue Ungerechtigkeiten.
Das österreichische Schulsystem ist heute leider ein Zwei-Klassen-System. Mit
dem Ende der Volksschule werden die Schüler:innen aufgeteilt. Dieser Zeitpunkt
der Trennung ist unseres Erachtens viel zu früh. Um diese viel zu frühe und
strikte Trennung zu entschärfen, braucht es die gemeinsame Schule mit innerer
Differenzierung in der Sekundarstufe I.
- Ein gewisser Teil der Stunden geschieht in der großen Gruppe, der Klasse,
und ein weiterer, bestenfalls sogar größerer Teil der Stunden wird in
Kleingruppen absolviert.
- Die Stunden in der Klasse dienen als Grundstock der Wissensvermittlung und
stellen ein verbindliches Niveau dar, das alle Schüler:innen beherrschen
sollen.
- Die Vertiefung bzw. Erweiterung der Inhalte geschieht in den Kleingruppen,
in denen es auch möglich sein soll, je nach Interesse der Schüler:innen
weiterzuarbeiten. Auch das Aufholen von Rückständen und Lerndefiziten
ist im Rahmen der Lerngruppen möglich. In diesem Zusammenhang ist zu
betonen, dass der Grundsatz von so viel Schulautonomie wie möglich und so
wenig Zentralisierung wie nötig gelten soll.
Für uns heißt Chancengerechtigkeit auch, dass der Bildungsgrad nicht von dem
der Erziehungsberechtigten abhängt. In einem chancengerechten Bildungssystem
soll die Ausbildung der Erziehungsberechtigten genau so wenig eine Rolle spielen
wie deren finanzielle Ressourcen.
- Wir fordern daher die flächendeckende Einführung der Ganztagsschule in
Österreich. Diese soll absolut kostenfrei sein. Eine Ganztagsschule muss
jedoch auch auf die Bedürfnisse der Schüler:innen eingehen, und mehr als
eine reine Betreuungsstätte sein.
Eine Schule ist nur dann gut, wenn die Schüler:innen sie nicht als Zwang und
Einengung erleben. Deshalb dürfen die Schüler:innen nicht zu stundenlangen
Frontalunterricht gezwungen werden.
- Wir fordern daher ein verpflichtendes Nachmittagsangebot zur Förderung
von Life Skills: Kreativität, unternehmerisches Denken, Projektarbeit,
Finanzbildung, soziales Engagement und mehr sollen gelehrt werden. Bei
diesem Nachmittagsangebot soll das Prinzip der Wahlfreiheit und
Mitbestimmung für Schüler:innen gelten.
Schulen müssen ein Interesse daran haben, Schüler:innen von ihren Leistungen
zu überzeugen. Sich stetig zu verbessern, Neues umzusetzen und Vorreiterrollen
einzunehmen, muss zur Aufgabe einer jeden Schule werden und soll gewährleisten,
dass wir Bildungsstätten, statt Betreuungsstätten schaffen. Es braucht den
Wettbewerb zwischen den Schulen, um die besten Ideen hervorzubringen und das
geht nur über das Prinzip von Angebot und Nachfrage.
- Wir fordern, dass jeder Mensch zwischen dem 2. und dem 20. Lebensjahr (bis
zur vollendeten Volljährigkeit via seinen Erziehungsberechtigten,
darüber hinaus direkt selbst) einen Bildungsscheck erhält. Dieser kann
in jeder Bildungseinrichtung eingelöst werden. Dabei sind sowohl private
als auch öffentliche Träger inkludiert. Anteilig soll jene Summe des
Schulbudgets geteilt durch die Anzahl der Schüler:innen die Höhe der
Schecks ausmachen.
- Hierbei gilt es das Bildungsbudget grundsätzlich auf 6,5% des BIP zu
erhöhen.
- Wir fordern, dass Schüler:innen mit mehr Förderbedarf, sprich jene mit
zum Beispiel nicht-deutscher Muttersprache oder solchen aus
bildungsferneren Familien, anteilig einen höheren Bildungsscheck
ausgezahlt bekommen.
Mit diesen Einnahmen können Schulen innovative Projekte, Personal und
Einzelmaßnahmen für eine chancengerechte Schule bereitstellen. Gleichzeitig
führt diese Maßnahme dazu, dass Schulen keine direkten Nachteile dadurch
erleiden, wenn sie Schüler:innen mit mehr Förderbedarf unterrichten. Das
führt wiederum zu einer erhöhten sozialen Durchmischung. Auch können einzelne
Standorte mit erhöhtem Bedarf besonderes Know-How in dem Bereich aufbauen und
praxisorientiert Vorreiterpositionen einnehmen.
Die Schule ist der prägendste Ort im Sozialisierungsprozess aller Kinder und
Jugendlichen. Und dennoch wird die mentale Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen hier zu stark vernachlässigt. Es ist daher wichtig, das zu
ändern. Kindern und Jugendlichen muss hier gelehrt werden, sich selbst zu
helfen bzw. Hilfe zu holen.
Der wohl wichtigste Schritt, um die Basis für diese “mentale Mündigkeit”
zu legen ist die Enttabuisierung des Themas. Um dies zu gewährleisten ist die
aktive Behandlung dieses Themas im Unterricht unumgänglich, damit wir über
unsere Psyche gut aufgeklärt werden.
- Wir fordern die verpflichtende Aufnahme von mentaler Gesundheit und
psychischen Probleme in den Lehrplan der Sekundarstufe II. In diesem Fach
soll insbesondere auf Selbsthilfetechniken und auf die gängigen
Anlaufstellen eingegangen werden.
Um kleine Probleme rasch aus der Welt zu schaffen, wollen wir das Modell der
Peer-Mediation propagieren. Hierbei handelt es sich um ein Modell, bei dem
ältere Schüler:innen eine Ausbildung erhalten, um jüngere Kinder in
schwierigen Situationen zu unterstützen. Zusätzlich wollen wir Lehrkräfte
bereits im Rahmen ihres Studiums zu sogenannten “Vertrauenslehrkräften”
ausbilden. Sie können damit wichtige Ansprechpartner:innen für Schüler:innen
sein und entlasten gleichzeitig Schulpsychologen.
- Wir fordern Peer-Mediations-Modelle an allen Schulen. Diese Peers an
Schulen sollen zumindest einen Workshop zu Mental-Health besuchen, um auch
auf Schüler:innen Ebene eine effektive Prävention zu bieten.
- Wir fordern die Einführung einer Ausbildung zu Vertrauenslehrkräften
für Lehramtsstudierende. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass diese
Vertrauenslehrkräfte gerecht (gekoppelt an die jeweilige
Schüler:innenanzahl) auf alle Schulen aufgeteilt werden.
Langfristig ist es unfassbar wichtig mehr Ausbildungsplätze im psychologischen
Bereich zu schaffen, um nachhaltig helfen zu können. Das langfristige Ziel
sollen nämlich Routineuntersuchungen für alle sein. Zusätzlich können
Workshops von externen Organisationen hier auch eine wichtige Rolle spielen.
Doch auch bei vielen Erziehungsberechtigten fehlt es an Aufklärung.
- Wir fordern regelmäßige Einheiten mit Schulpsycholog:innen, um zu
gewährleisten, dass sich Kinder und Jugendliche ihrer eigenen Situation
bezüglich mentaler Gesundheit bewusst sind. Außerdem sollte jedem:r
Schüler:in möglich sein, vertraulich und unkompliziert einen Termin mit
diesen Personen auszumachen.
- Wir fordern ein vermehrtes Angebot von Projekten und Workshops unter
Einbindung von Schüler:innen um über die psychische Gesundheit
aufzuklären und Hilfeangebote vertraut zu machen. Auch sollten die
Erziehungsberechtigten besser aufgeklärt werden, um diese mehr in die
psychische Gesundheit ihrer Kinder einzubeziehen.
Bildung als Motor für gesellschaftliche Entwicklung spielt eine bedeutsame Rolle
– nur wenn bereits Kinder für Gleichberechtigung sensibilisiert werden, frei von
Stereotypen und Geschlechterklischees sowie ohne Tabus aufwachsen, kann das Ziel
einer gleichberechtigten Gesellschaft erreicht werden.
- Wir fordern also, dass das didaktische Prinzip der
Geschlechtssensibilität vermehrt im Lehramtsstudium thematisiert wird und
durch Fortbildungen zunehmend Einzug in österreichische Klassenzimmern
erhält. Dabei spielt die Thematisierung von “Rolemodels” und die
bessere Sichtbarkeit von Frauen in MINT-Berufen, sowie in
Führungspositionen, eine zentrale Rolle.
- Wir fordern Aufklärung im Unterricht über geschlechtsspezifische
Rollenbilder und für gesellschaftlich geprägte Erwartungen an
verschiedene Geschlechter. Außerdem sprechen wir uns für eine
grundsätzliche Verankerung der Geschichte des Feminismus im Lehrplan und
eine gleichberechtigtere Darstellung beider Geschlechter in der Geschichte
aus.
- Wir fordern, dass im Sportunterricht anstatt auf Geschlechtertrennung,
wenn sinnvoll und bei Bedarf, auf Trennung nach erreichten Leistungen
gesetzt werden soll.
- Wir fordern ein Verbot von geschlechterspezifischen Kleidungsvorschriften.
Gewalttaten gegen Frauen, Mädchen und queere Personen sind keine
Einzelschicksale, sondern ein strukturelles Problem. Genauso können wir nicht
länger akzeptieren, dass Schüler:innen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion
diskriminiert werden. Es braucht also ein umfassendes Konzept gegen jede Art von
Gewalt und Diskriminierung als festen Bestandteil des Schulsystems.
- Wir fordern, dass Lehrkräfte verpflichtend in Deeskalationsstrategien
geschult werden, um professionell auf Konfliktsituationen reagieren zu
können. Bestandteil dieser Schulungen soll auch das Erkennen von
Warnsignalen häuslicher Gewalt sein.
- Wir fordern den Aufbau von Awareness-Teams, um präventiv und
unterstützend auf problematische Entwicklungen reagieren zu können. Auch
die Kooperation mit externen Partner:innen, wie etwa Organisationen, die
Menschen nach Gewalterfahrungen professionell unterstützen, ist ein
zentraler Baustein, um betroffenen Schüler:innen umfassende Hilfe und
Schutz bieten zu können.
- Wir fordern, dass Schüler:innen, die wiederholt durch sexistische, oder
sonstige diskriminierende Taten auffällig werden, verpflichtend und auf
eigene Kosten einen Workshop zu diesem Thema besuchen müssen.
- Wir fordern, dass Erziehungsberechtigte aktiv in die schulischen
Präventionskonzepte eingebunden werden, um eine nachhaltige Wirkung über
das Schulumfeld hinaus zu erzielen.
- Wir fordern, dass das Religionsbekenntnis von Schüler:innen weder der
Schulleitung noch sonstigen staatlichen oder schulischen Organen bekannt
gegeben werden muss.
- Wir fordern, dass Schüler:innen Informationen darüber erhalten, wo sie
Diskriminierung seitens Lehrer:innen melden können. Sollte es keine
Meldestelle geben, soll eine geschaffen werden.
Ein funktionierendes Zusammenleben kann nur zustande kommen, wenn
Integrationsmaßnahmen nicht von oben herab vorgeschrieben werden. In diesem
Sinne setzen wir auch nicht auf Top-down-Maßnahmen, um Integration in den
Schulen „vorzuschreiben“, sondern wollen die Schulen ermutigen eigene Wege
zu gehen.
- Wir fordern, dass die Schulen in eigenen Integrationsplänen
selbstständig Maßnahmen definieren, um das Ziel einer gelungenen
Integration aller Schüler:innen in das Schulleben zu erreichen. Dabei
sollen Expert:innen des Bildungsministeriums unterstützen und evaluieren.
Es ist hierbei elementar, dass die Direktionen und SGA-Mitglieder über
ausreichend Kompetenz beim Thema Integration verfügen, dies soll unter
anderem durch Schulungen erreicht werden.
- Wir fordern, dass Schulen bei der Kooperation mit Fremdsprachenunterricht
unterstützt werden, um so das Fremdsprachenangebot zu erweitern. So kann
das Verständnis für verschiedene Kulturen erweitert werden. Dabei soll
der Ausbau von Sprachen forciert werden, die schon von Teilen der
Bevölkerung als Muttersprache beherrscht werden, wie beispielsweise
Arabisch oder BKS (Bosnisch-Kroatisch-Serbisch), um ein einfacheres
Zusammenleben zu ermöglichen.
- Wir fordern, dass vermehrt Content and Language Integrated Learning (CLIL)
an Österreichs Schulen angeboten wird. CLIL ist eine pädagogische
Methode, bei welcher Fachwissen in verschiedenen Fächern in einer
Fremdsprache vermittelt wird. So wird sprachliche Kompetenz gefördert und
Schüler:innen haben die Möglichkeit, in der Theorie Gelerntes in der
Praxis anzuwenden.
- Wir fordern statt pauschalisierenden Deutschförderklassen individuelle
Deutschförderung. In diesem Zusammenhang fordern wie ein Stufenmodell,
damit die Deutschförderung an das individuelle Deutschniveau angepasst
werden kann. In diesem Zusammenhang sprechen wir uns gegen eine
Deutschpflicht am Pausenhof aus.
- Wir fordern, dass Lehrkräfte gezielt zum Thema Integration in der Schule
ausgebildet werden. Darüber hinaus braucht es eine Kampagne, die darauf
abzielt, mehr kulturelle, sprachliche, soziale und geschlechtliche
Diversität ins Lehrpersonal zu bringen.
Sollten Schüler:innen bereits menschenfeindliches Gedankengut haben und dies
propagieren, braucht es härtere Konsequenzen. Wir JUNOS Schüler:innen sind
überzeugt davon, Intoleranz niemals mit Toleranz begegnen zu dürfen.
- Wir fordern härtere Konsequenzen für Schüler:innen, die
antisemitisches, homophobes oder anderes extremistisches Gedankengut an
den Tag legen. Bei wiederholten Vergehen sind Workshops anzuordnen und die
Kosten dieser von der:m Schüler:in bzw. den Erziehungsberechtigten zu
tragen.
- Wir fordern, dass in der Schule über die Strafmündigkeit aufgeklärt
wird, als auch Informationen über die Rechtslage ad Diskriminierung
vermittelt werden.
Der Religionsunterricht kann unheimlichen Schaden anrichten, wenn Lehrpersonen
unkontrolliert demokratiefeindliches und ausgrenzendes Gedankengut propagieren.
Aufgrund dessen sehen wir eine Abschaffung des Religionsunterrichtes bis zum 14.
Lebensjahr als nötig, kurzfristig braucht es hier aber stärkere und vor allem
funktionierende Kontrolle.
- Wir fordern eine echte Überwachung des Religionsunterrichts von einer
unabhängigen Stelle, statt von den Glaubensgemeinschaften selbst, damit
Radikalisierung nicht im Klassenzimmer stattfinden kann
Um den immer größer werdenden Herausforderungen beim Thema der Integration
gerecht zu werden, braucht es ein klares Aufzeigen von Grenzen sowie
funktionierende Integration vor allem im Zusammenhang mit der Religion. Für uns
ist klar, dass die Religionsfreiheit zu gelten hat. Für uns ist aber auch klar,
dass die Religionsfreiheit niemals Diskriminierung, gewalttätiges Verhalten und
ähnliche menschenfeindliche Aktionen rechtfertigt. Immer mehr sogenannte
"Online-Prediger" erklären Jugendlichen Religion und stiften sie zu Homophobie
und Frauenverachtung an. Hier braucht es starke Medienkunde. Weiters stehen wir
JUNOS Schüler:innen zu unserer liberalen und demokratischen Gesellschaft. Um
Demokratiefeindlichkeit zuvorzukommen und um in Härtefällen eingreifen zu
können, braucht es ernstzunehmende Demokratiebildung sowie politische Bildung
für alle in der Schule.
- Wir fordern ein Fach, in dem echte Demokratiebildung und politische
Bildung unterrichtet wird.
In diesem Jahrhundert kann es nicht sein, dass Schüler:innen mit Behinderung
unzureichend individuell gefördert werden. Es braucht hier größtmögliche
Freiheit durch Inklusion, statt Separation.
- Wir fordern, dass mit künftigen Um- und Neubauten Schulen barrierefrei
gemacht werden und Schulen, die gerade nicht barrierefrei sind, oder nicht
über die technische Infrastruktur verfügen, vom Bildungsministerium
angeregt und gefördert werden, dies zu ändern.
- Wir fordern, dass Österreich seiner Verpflichtung im Rahmen der UN-
Menschenrechtskonvention nachkommt, und Sonderschulen für alle
Schüler:innen öffnet, sodass es langfristig keine Sonderschulen mehr
gibt bzw. jede Schule eine inklusive Schule, die jede:r besuchen kann,
wird.
- Wir fordern die Einführung eines Inklusionsbonus im Rahmen der
Bildungsschecks. Expert:innen sollen hierbei die Höhe der Boni auf Basis
von verschiedenen Faktoren (z.B. Grad der Behinderung, etc.) festlegen.
- Wir fordern, dass allen Lehrkräften während des Lehramtsstudiums die
Grundlagen der inklusiven Pädagogik vermittelt werden.
- Wir fordern, dass es genügend Weiterbildungen zu inklusivem Unterricht
gibt, damit auch für schon länger unterrichtende Lehrkräfte Inklusion
zur Normalität wird und sie auf alle ihre Schüler:innen angemessen
eingehen können.
- Wir fordern, das Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr für Jugendliche mit
Behinderung. Es kann nicht sein, dass Schüler:innen mit Behinderung
dafür immer noch eine Sondergenehmigung brauchen.
- Wir fordern, dass bereits in der Volksschule Workshops, bestenfalls von
externen Personen, stattfinden, um den Schüler:innen den Umgang mit dem
Thema Behinderung zu lehren.
Schule ist kein Selbstzweck, sondern soll Schüler:innen auf ein selbstbestimmtes
und mündiges Leben vorbereiten. Es braucht also eine Schule der Mündigkeit.
Dieser Aufgabe wird Schule derzeit nicht gerecht, deshalb braucht es mutige
Forderungen, damit Schule die Schüler:innen auf ein selbstbestimmtes Leben
vorbereitet.
Zentrale Mittlere Reife als Startschuss in ein mündiges
Leben
Statt Schüler:innen in der Schule nur die Zeit absitzen zu lassen, wollen wir
sicherstellen, dass alle am Ende der Schulpflicht die nötigen Fähigkeiten
haben, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Dieser Prozess soll
keine Qual sein, sondern eine stetige Lernkurve beinhalten. Am Ende der
Schulpflicht sollen Fähigkeiten zählen und nicht abgesessene Jahre. Das
oberste Ziel ist stets, mehr Freiheit im Leben zu ermöglichen und nicht, diese
einzuschränken.
- Wir fordern die Einführung der Zentralen Mittleren Reife am Ende der
Sekundarstufe I. Diese soll Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und
Rechnen abprüfen.
- Wir fordern, dass die Sekundarstufe I um ein weiteres Schuljahr
verlängert wird, zu Lasten der Sekundarstufe II, um sie an die
Schulpflicht anzupassen.
- Wir fordern, dass die Schulpflicht bis zum 18. Lebensjahr an das Erwerben
der Zentralen Mittleren Reife gekoppelt wird. Dabei soll es pro Schuljahr
zwei Antrittsversuche geben.
Die Matura wird oft als Schlüssel zum Leben in Freiheit gesehen. Dazu gehört
aber, dass diese zentralisierter wird und aufgewertet wird.
- Wir fordern eine wirklich zentrale Matura. Die Korrektur hat von einer
Lehrkraft einer anderen Schule vorgenommen zu werden, und die Arbeiten
müssen anonymisiert werden. Die Matura soll auch die erbrachten
Leistungen der Oberstufe berücksichtigen. Allen Schüler:innen sollen
hierbei auch alle zugelassenen Hilfsmittel zur Verfügung stehen.
Demokratie muss man lernen. Und viel zu viele sind dabei heutzutage auf sich
allein gestellt. Nur in einer Gesellschaft, in der man von klein auf Demokratie
lernt, versteht, wie sie funktioniert und ihre Prinzipien verinnerlicht, ist
diese wirklich sicher. Dazu gehört auch zu lernen, wie man Quellen bzw. Medien
analysiert und kritisch hinterfragt. Um Demokratie und deren Institutionen zu
verstehen, reicht es aber nicht nur darüber zu lernen, sondern man muss sie
auch erleben. Dazu gehört genauso die eigene Vertretung, über die man in der
Schule lernen sollte. Die Schüler:innenvertretung ist ein Recht, über das
aufgeklärt werden muss.
- Wir fordern eine echte politische Bildung, die sich viel vertiefender mit
unserer Demokratie befasst, ab der 7. Schulstufe, damit auch wirklich
jede:r von ihr profitieren kann.
- Wir fordern im Unterricht einen Fokus auf Institutionen-, Demokratie- und
Medienkunde, um die Bürger:innen von morgen demokratiepolitisch zu
bilden.
- Wir fordern, dass jede:r Schüler:in mindestens einmal während der
Sekundarstufe I nach Wien und während der Sekundarstufe II nach Brüssel
reisen soll, um unsere demokratischen Institutionen hautnah zu erleben.
Für einkommensschwache Familien soll diese Reise finanziell unterstützt
werden.
- Wir fordern eine im Unterrichtsplan verankerte Aufklärung über die
überschulische Vertretung LSV und BSV sowie die innerschulische
Vertretung.
- Wir fordern, dass im Unterricht vermehrt Rechte unserer demokratischen und
rechtsstaatlichen Gesellschaft gelehrt werden.
- Wir fordern, dass Podiumsdiskussionen mit verschiedenen
demokratiepolitisch relevanten Teilnehmer:innen von Direktionen,
Lehrkräften sowie der LSV gefördert werden, um ihnen die Wichtigkeit von
Demokratie und einem aktiven politischen Diskurs nachvollziehbarer und
begreiflicher zu machen.
- Wir fordern, dass im Geschichtsunterricht über aktuelle Beispiele zu
historischen Gegebenheiten diskutiert wird. Dies soll ein tatsächliches
Verständnis und politisches sowie geschichtliches Interesse fördern.
- Weiters fordern wir, dass besonders bei passenden Themen (besonders NS-
Zeit, ...) Zeitzeug:innen eingeladen werden, welche die Inhalte dann
persönlich und emotional vermitteln können. Sollten Zeitzeug:innen
altersbedingt nicht mehr persönlich anwesend sein können, sollten ihre
Stimmen und Erfahrungen durch Aufnahmen früherer Gespräche bewahrt und
zugänglich gemacht werden.
Im Moment ist es leider so, dass die wirtschaftliche Bildung der Schüler:innen
von Schule zu Schule sehr unterschiedlich ist. Bei der großen Mehrheit der
Schüler:innen kommt Wirtschafts- und Finanzbildung weiterhin zu kurz. Wir sind
der festen Überzeugung, dass am Ende der Schulzeit alle Schüler:innen ein
grundlegendes Verständnis für wirtschaftliche Fragen haben müssen, um ein
selbstbestimmtes Leben führen zu können. Damit Schule diesem Ziel gerecht
werden kann, muss einerseits der Rahmen dafür geschaffen und andererseits die
Methoden verändert werden.
- Wir fordern, dass das Fach “Geographie und wirtschaftliche Bildung” in
der Unterstufe deutlich mehr wirtschaftliche Themen als bisher behandelt.
- Wir fordern, dass in der Sekundarstufe II unabhängig von “Geographie
und wirtschaftliche Bildung” das Fach “Wirtschafts- und
Finanzbildung” eingeführt wird, sofern spezifische Fächer dieser Art
noch nicht vorhanden sind. Dabei soll auch der Rahmen geschaffen werden,
tagesaktuelle wirtschaftliche Themen zu behandeln.
- Um Gelerntes anzuwenden, fordern wir die Möglichkeit an einem
längerfristigen klassen- oder schulinternen Börsenspiel teilzunehmen, um
das Gelernte risikofrei in der Praxis umzusetzen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass Religionen eine reine Privatsache sind.
Umso mehr ist es für uns unerträglich zu sehen, wie die Schule als
Projektionsfläche für Religionen aller Art genutzt wird. Für uns kann eine
Schule nur dann eine echte Bürger:innenschule sein, wenn alle Religionen
gleichberechtigt sind. Das Öffentlichkeitsrecht, die Anerkennung der Schule
durch die Republik, geht auch mit personeller und finanzieller Unterstützung
einher. Wir sind klar der Meinung, dass dieses Recht nur an jene vergeben werden
soll, die ein religiös neutrales Schulumfeld sicherstellen können. Dabei ist
dennoch zu beachten, dass für konfessionelle Privatschulen Sonderregelungen
gelten sollten, da Schüler:innen sich dort bewusst dazu entscheiden in eine
konfessionelle Schule zu gehen. Auch wenn wir gegen Privilegien einzelner
Religionen sind, ist die Auseinandersetzung mit Religionen ein Schlüssel zu
einem besseren Verständnis unserer Kultur und Geschichte und sollte daher
weiterhin ihren Platz in der Schule haben.
- Wir fordern eine Koppelung des Öffentlichkeitsrechts an eine Abschaffung
religiöser Symbole am Schulgelände. Davon sind konfessionelle
Privatschulen ausgenommen.
- Wir fordern einen verpflichtenden Ethikunterricht an allen Schulen mit
Öffentlichkeitsrecht für alle Schüler:innen bis zum Erreichen der
religiösen Mündigkeit (also mit 14 Jahren). In ihm sollen die Konzepte,
die Auswirkungen und die Geschichte von allen Weltreligionen mit einem
vergleichenden und nicht wertenden Ansatz behandelt werden. Danach soll
Religion als freiwillige Alternative zu Ethik angeboten werden.
- Wir fordern, dass die Teilnahme an religiösen Festen in Schulen
ausschließlich auf freiwilliger Basis (Opt-In) erfolgt. Die Vorbereitung
von religiösen Festen soll in der Schulzeit nicht mehr gestattet sein.
- An konfessionellen Privatschulen kann schulautonom entschieden werden
zusätzlich verpflichtenden Religionsunterricht anzubieten. Für uns ist
klar, dass Schüler:innen die Freiheit haben sollten ihre Religion
ausleben zu dürfen.
Wir können nicht unsere Augen vor neuen Technologien verschließen. Wir können
nicht einfach weitermachen wie bisher und dasselbe wie vor 50 Jahren in den
Schulen lehren. Die KI-Branche entwickelt sich schon längst immer weiter, doch
gerade jetzt erlebt ihre Präsenz einen Aufschwung durch künstliche
Intelligenzen wie ChatGPT. Auch vor der Schule machen solche technologischen
Entwicklungen keinen Halt. Wir können nicht so tun, als ob sich nichts
verändert. Um die digitale Wende in der Schule zu schaffen, muss man an
verschiedenen Schrauben drehen.
- Wir fordern, dass das Bildungsministerium Fort- und Weiterbildungen im
Bereich KI und Digitalisierung für Lehrkräfte anbietet. Diese Fort- und
Weiterbildungen sollen mit Anreizsystemen niederschwellig in den Alltag
der Lehrkräfte integriert werden.
- Wir fordern eine Ausweitung des Fachs “Digitale Grundbildung” auf 2
Wochenstunden. In diesem Fach soll auch Medienkompetenz unterrichtet
werden.
- Wir fordern die Ausweitung des Informatikunterrichts auf 2 Wochenstunden
pro Oberstufenjahr in der AHS. Dadurch sollen Schüler:innen die
Möglichkeit bekommen, in Informatik zu maturieren.
- Wir fordern mehr Kooperationen mit Unternehmen aus der Branche in Form von
Workshops, damit die Schüler:innen einen praxisnahen Einblick bekommen.
- Wir fordern, dass in der Schule verstärkt Medienkompetenzen unterrichtet
werden. Dazu gehört die richtige Nutzung von künstlichen Intelligenzen
wie auch das Erkennen von Cybermobbing und Deepfakes zur Verbreitung von
Falschinformationen. Dafür braucht es auch ein Grundverständnis dafür,
wie Informationen mit künstlicher Intelligenz generiert werden.
Sexualität ist Teil unseres Lebens. Und auf genau dieses Leben sollte die Schule
vorbereiten. Umso wichtiger ist hier eine gute Sexualkunde, um das Tabu in der
Gesellschaft zu brechen. Dabei soll die Schule auf ein freies und
selbstbestimmtes Leben vorbereiten, welches nicht von außen negativ beeinflusst
wird.
- Wir fordern, dass das Curriculum für Sexualkunde Diversität lebt. Dabei
sollte sowohl über Geschlechtsidentitäten als auch Stereotype und
Sexualitäten gesprochen werden. Die Aufklärung über Abtreibung,
Schwangerschaftsverlust, sexuelle Gewalt, Sexismus, Fetische, Pädophilie
und Pornographie sollte dabei ebenfalls Thema sein.
- Wir fordern ein sexualpädagogisches Konzept zur Umsetzung des
vorgegebenen Curriculums, das von jeder Schule individuell bearbeitet
werden kann. Dabei soll auf den Ausgleich von internen als auch externen
Expert:innen geachtet werden.
- Wir fordern, dass das Bildungsministerium mit einer Expert:innenkommission
drei Curricula, also Primarstufe, Sekundarstufe I und II, ausarbeitet.
Dabei ist es wichtig, dass der Lehrplan einsehbar ist, aber
Erziehungsberechtigte nicht spezifisch über den inhaltlichen Ablauf des
Unterrichts informiert werden.
- Wir fordern, dass bei Fehlverhalten von internen sowie externen Personen
disziplinäre Maßnahmen angewandt werden.
- Wir fordern, dass an jeder Schule die Rolle der Vertrauenspersonen, die
unterschiedliche Geschlechter haben, umgesetzt wird.
Um Schüler:innen auch in Sachen legaler und illegaler Drogen zu wirklich
mündigen und selbstbestimmten Bürger:innen zu machen, braucht es echte
Aufklärung. Wir wollen Schüler:innen das Wissen mitgeben, um
verantwortungsbewusste Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Um das zu
erreichen, fordern wir mehrere Ansätze.
- Wir fordern pro Schule eine Ansprechperson, die eine spezifische
Ausbildung im Bereich Drogenaufklärung hat.
- Wir fordern schulinterne Drogenaufklärungskonzepte. Dabei sollen sich
Schulen vom Bildungsministerium inspirieren lassen. Das Konzept soll an
die Schulstufe angepasst sein und ab der siebten Schulstufe starten. Auf
Basis dieser Konzepte sollen Schulen Förderungen für Workshops mit
externen Expert:innen bekommen.
Schüler:innen sind mündige Bürger:innen, die ein Recht auf Wissen und
Mitbestimmung haben. Demokratie und Transparenz dienen daher als Basis für eine
Schule, die auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Eine Schule von morgen bietet
Mitbestimmung und Transparenz auf allen Ebenen.
Allgemeines Wahlrecht für die
Landesschüler:innenvertretungswahlen
Mit der Schüler:innenvertretung verfügt Österreich über ein grundsätzlich
einzigartiges und großartiges System der Mitbestimmung. Doch in der Praxis
bleibt dieses System oft intransparent, unfair und undemokratisch. Damit geht
eine große Chance verloren: die Chance, jungen Menschen eine wirklich starke
und legitimierte Stimme zu geben. Wenn Demokratie in der Schule spürbar werden
soll, braucht es echte Beteiligung und damit echte Demokratie für alle
Schüler:innen.
- Wir fordern eine Ausweitung des LSV-Wahlrechts auf alle Schüler:innen ab
der 9. Schulstufe. Die LSV-Mandate sollten proportional verteilt werden,
um eine möglichst breite Repräsentanz der Meinungen innerhalb unserer
gesetzlichen Vertretung zu gewährleisten.
- Wir fordern die Schaffung der Möglichkeit zur digitalen Stimmabgabe bei
allen LSV-Wahlen. Die Stimmberechtigung soll via ID-Austria sichergestellt
werden. Die digitale Stimmabgabe soll für 24 Stunden vor dem Ende der
physischen Stimmabgabe möglich sein.
Damit der Fokus mehr auf Inhalten und nicht auf Freundschaften liegt, braucht es
eine echte Listenwahl. Damit schaffen wir nichts Neues, sondern schreiben
gelebte Praxis fest.
- Wir fordern, dass die Wahl als Listenwahl erfolgt. Jede:r aktive
Schüler:innenvertreter:in kann eine Liste mit Kandidat:innen bei der
Wahlkommission der Bildungsdirektion einreichen. Alle Kandidat:innen
müssen ihre Kandidatur schriftlich bestätigen, aktives Mitglied einer
Schüler:innenvertretung sein und dürfen nur für eine Liste kandidieren.
Jede:r Schüler:in hat eine Stimme für eine Liste.
Bis die Direktwahl der Landesschüler:innenvertretungen Realität wird, wird
wohl noch einige Zeit vergehen. In der Zwischenzeit braucht es aber noch
kleinere Verbesserungen am aktuellen Wahlrecht, um bisherige Gesetzeslücken
auszubessern.
- Wir fordern, dass die Funktionsperiode für Schüler:innenverterter:innen
im Maturajahrgang auf das gesamte Schuljahr ausgeweitet wird.
- Wir fordern, dass passive Schüler:innenvertreter:innen bei Ausscheiden
von aktiven Schüler:innenvertreter:innen aus dem Amt der Reihenfolge
ihrer Wahlpunkte nach in die aktive Schüler:innenvertretung aufrücken.
Die Bundesschüler:innenvertretung ist das mächtigste Vertretungsgremium, aber
zugleich am weitesten vom einzelnen Schüler:in entfernt. Es ist also gerade bei
ihr extrem wichtig, dass wir eine echte demokratische Legitimation
sicherstellen. Schüler:innen können neben der Schule aber nicht bundesweit
Wahlkampf machen.
- Wir fordern eine Wahl der Bundesschüler:innenvertretung durch die im Ö-
SiP versammelten Mitglieder der LSVen. Ihr Mandat endet automatisch mit
der Konstituierung eines neuen Ö-SiPs. Ebenso kann das Ö-SiP jederzeit
Mitglieder der BSV ersetzen.
- Um die Basis für die Arbeit der bundesweiten Schüler:innenvertretung zu
schaffen, fordern wir, dass das Ö-SiP mindestens zweimal pro Schuljahr
tagt. Die konstituierende Sitzung findet in der ersten Schulwoche des
Jahres statt.
Mitbestimmung muss in der Schule selbst beginnen. Um Demokratie und
Mitgestaltung bereits früh und im kleinen Rahmen leben zu können, braucht es die
entsprechende Unterstützung.
- Wir fordern daher eine flächendeckende Umsetzung von schulinternen
Schüler:innenparlamenten. Dafür müssen lokale
Schüler:innenvertretungen die nötige Unterstützung seitens der
Landesschüler:innenvertretungen und der Direktion erhalten.
Macht ohne Kontrolle führt zu Machtmissbrauch. In dieser Kontrolle spielen die
Schüler:innenparlamente eine Schlüsselrolle.
- Wir fordern ein umfassendes Anfragerecht an die LSV für jedes SiP. Das
Ö-SiP soll ebenfalls über ein solches bei der BSV verfügen.
Theoretisch gibt es eine ganz einfache Art Schulen zu vergleichen: Anhand der
Ergebnisse, die sie liefern. Doch es kann nicht sein, dass nur Gerüchte über
den Ruf einer Schule entscheiden. Hier müssen endlich belastbare Zahlen her, um
den Schüler:innen und Erziehungsberechtigte bei der Schulwahl zu helfen.
Zusätzlich ermöglicht ein transparenter Index den zuständigen Stellen,
Schulen sowohl personell als auch finanziell gezielt zu unterstützen.
- Wir fordern also eine jährliche Publizierung der erzielten Ergebnisse bei
Reifeprüfungen jeder Schule Österreichs. Zusätzlich soll auch der
Erfolg am Arbeitsmarkt getrackt und
diese Daten anonymisiert öffentlich zugänglich gemacht werden.
„Um Kritik zu vermeiden, sage nichts, tue nicht, sei niemand“, sagte bereits
Aristoteles. Ein:e Lehrer:in ist aber nicht niemand. Eine Lehrperson nimmt eine
der wichtigsten Rollen in unserer Gesellschaft ein und sollte sich durchgehend
weiterentwickeln. Tut sie dies bewusst nicht, muss das Konsequenzen haben.
- Wir fordern also, dass jede:r Schüler:in am Ende eines Semesters die
Möglichkeit hat, die Lehrpersonen anhand eines anonymen Feedbacks zu
bewerten. Die daraus entstehenden Statistiken aller Lehrer:innen soll vom
SGA begutachtet werden und sowohl klar erkennbare negative Tendenzen als
auch bestehende negative Ergebnisse im Feedback einer Lehrperson behandelt
und besprochen werden.
- Wir fordern klare Konsequenzen bei negativem Feedback. Bei erstmaligen
schlechten Feedbackergebnissen soll die Lehrperson darauf hingewiesen und
die Elternvertreter:innen verständigt werden. Bei bestehenden negativen
Tendenzen soll die betroffene Lehrperson zu einer Fortbildung aufgefordert
werden. Insofern es den Wunsch seitens der Elternvertreter:innen gibt,
soll in Extremfällen die Lehrperson auch einer anderen Klasse zugewiesen
werden können.
Für uns ist klar: Wer bewertet wird, soll auch wissen, wie diese Bewertung
zustande kommt. Derzeit finden sich Schüler:innen jedoch in der Situation
wieder, dass sie am Ende des Schuljahres eine Note im Zeugnis sehen, aber oft
nicht nachvollziehbar ist, wie diese zustande kommt. Zusätzlich wäre es
unglaublich sinnvoll, wenn Schüler:innen laufend Feedback erhalten, um sich
auch während dem Schuljahr verbessern zu können. Gerade digitale Lernsysteme
und künstliche Intelligenz bieten hier viele Möglichkeiten, um Lehrer:innen
bei dieser Arbeit zu entlasten.
- Wir fordern die Beibehaltung von Ziffernnoten als transparente und
vergleichbare Form der Leistungsbewertung. Diese sollen durch digitale
Lernfortschrittsberichte, die individuelle Entwicklung und Kompetenzen
sichtbar machen, ergänzt werden.
- Wir fordern die Einführung von Leistungstrackern und Feedbacksystemen,
die Eigenverantwortung und Motivation stärken.
Die Direktion entscheidet an allen Schulen über das Budget und ist nicht
verpflichtet, anderen Personen Einsicht zu gewähren. Alle Schüler:innen und
Lehrer:innen sollten das Recht haben, zu sehen, wohin das Geld der Schule
fließt. Diese Budgetoffenheit sollte aber nicht nur in Schulen, sondern auch in
der überschulischen Vertretung bestehen, deshalb fordern wir zusätzlich eine
Budgetoffenlegung der BSV.
- Wir fordern, dass es allen Schüler:innen das ganze Jahr über möglich
ist, das Schulbudget einzusehen und nachzuverfolgen, wo und wie viel
investiert wurde. Das Budget soll online ersichtlich sein und bei
expliziter Nachfrage mit Belegen nachweisbar sein.
- Wir fordern, dass die Bundesschüler:innenvertretung ihre Einnahmen und
Ausgaben auf ihrer Website offenlegt.
Berufsschulen sind kein Abstellgleis – sie sind das Fundament unserer Zukunft.
Wer eine Lehre macht, übernimmt Verantwortung, arbeitet, schafft Wert und hält
unsere Gesellschaft am Laufen. Genau deshalb verdienen Berufsschüler:innen die
beste Ausbildung – nicht die zweitbeste.
Doch die Realität sieht anders aus: veraltete Strukturen, mangelnde Ausstattung,
zu wenig Mitsprache und ein System, das oft mehr verwaltet als gestaltet.
Während von Lehrlingen Leistung erwartet wird, bleibt die Schule selbst zu oft
hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Wir stehen für Berufsschulen, die Freiheit ermöglichen, statt Chancen zu
begrenzen. Für Schulen, die Leistung fördern, Aufstieg ermöglichen und echte
Perspektiven schaffen. Für ein Bildungssystem, das Lehrlinge ernst nimmt – als
eigenständige, mündige Menschen.
Unser Ziel ist eine Berufsschule, die mehr Möglichkeiten für alle schafft, die
mehr erreichen wollen.
Denn wer arbeitet, lernt und Verantwortung übernimmt, hat das Recht auf die
bestmögliche Bildung.
Berufsschulen sollen Schüler:innen auf ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit
vorbereiten. Dazu gehört neben einer fundierten fachlichen Ausbildung auch eine
solide Allgemeinbildung.
Mit der Lehre mit Matura gibt es bereits ein starkes Modell, das genau das
ermöglichen soll. In der Praxis scheitert es jedoch oft an der Umsetzung:
mangelnde Koordination zwischen Schule und Maturakursen, fehlende
Vorbereitungsmöglichkeiten während der Schulzeit und unnötige organisatorische
Hürden erschweren vielen den Zugang.
Wir fordern die Einführung von freiwilligen Maturaklassen an allen
Berufsschulen. In diesen Klassen soll der Unterricht gezielt mit der
Maturavorbereitung verzahnt werden, um echte Aufstiegschancen zu schaffen.
Gleichzeitig braucht es endlich einen zeitgemäßen Englischunterricht. In einer
globalisierten Arbeitswelt ist Englisch keine Zusatzqualifikation mehr, sondern
eine Grundvoraussetzung. Berufsschüler:innen dürfen hier nicht benachteiligt
werden.
Wir fordern daher eine klare Aufwertung des Englischunterrichts an
Berufsschulen.
Aktuell spielt die politische Bildung an Berufsschulen leider eine zweitrangige
Rolle, und geht in den meisten Fällen ziemlich unter. Doch wer selbstbestimmte
Entscheidungen bei Wahlen treffen möchte, muss politisch mündig sein.
Wir fordern daher ein eigenes Fach “Politische Bildung” an allen
Berufsschulen.
Berufsschulen dürfen kein Plan B sein – sie müssen ein gleichwertiger
Bildungsweg mit echten Zukunftschancen sein. Wer eine Lehre macht, hat Anspruch
auf dieselbe Qualität in der Ausbildung wie Schüler:innen in anderen
Schulformen.
Dazu gehört auch eine zeitgemäße Ausstattung. Es ist nicht akzeptabel, dass
Berufsschüler:innen im Jahr 2026 teilweise noch immer ohne funktionierendes WLAN
und mit veralteter Infrastruktur lernen müssen.
Wir fordern daher eine moderne digitale Ausstattung an allen
österreichischen Berufsschulen, die zeitgemäßen Unterricht überhaupt erst
ermöglicht.
Gleichzeitig treffen an Berufsschulen Schüler:innen mit sehr unterschiedlichen
Voraussetzungen aufeinander. Das darf nicht ignoriert werden – ein einheitlicher
Unterricht wird diesen Unterschieden oft nicht gerecht.
Wir fordern daher differenzierte Unterrichtsmodelle, die sowohl gezielte
Förderung für leistungsschwächere Schüler:innen als auch ausreichende
Herausforderungen für leistungsstarke Schüler:innen sicherstellen.
Dies soll insbesondere für den Deutschunterricht gelten. Gute Kenntnisse
der deutschen Sprache sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche
Karriere, diese Chance müssen wir allen Schüler:innen bieten.
Guter Unterricht steht und fällt mit den Lehrkräften. Gerade an Berufsschulen
reicht fachliche Kompetenz allein jedoch nicht aus – entscheidend ist auch die
Fähigkeit, Wissen verständlich zu vermitteln.
Hier gibt es derzeit klare Defizite. Viele Lehrkräfte verfügen zwar über eine
solide fachliche Ausbildung, die pädagogische und didaktische Vorbereitung
bleibt jedoch oft unzureichend. Das wirkt sich direkt auf die
Unterrichtsqualität aus – und damit auf die Chancen der Schüler:innen. Es
braucht also einen stärkeren Fokus auf Pädagogik und Didaktik in der
Lehrer:innenausbildung.
Gleichzeitig braucht es regelmäßige fachliche Fortbildungen. Berufsschulen
dürfen nicht hinter der Realität der Arbeitswelt zurückbleiben – Lehrkräfte
müssen mit den Entwicklungen in ihren Branchen Schritt halten können.
Wir fordern einen deutlich stärkeren Fokus auf Pädagogik und Didaktik in
der Ausbildung von Berufsschullehrer:innen, um qualitativ hochwertigen
Unterricht sicherzustellen.
Wir fordern verbindliche und regelmäßige Fortbildungsangebote für
Lehrer:innen an Berufsschulen.
Schülervertretung ist kein lästiger Formalakt – sie ist ein zentraler
Bestandteil einer funktionierenden Schule. An vielen Berufsschulen wird sie
jedoch genau so behandelt: als Pflichtübung, die man möglichst schnell abhakt.
Wahlen werden nicht ordnungsgemäß durchgeführt, das Wahlrecht für die
Landesschüler:innenvertretung ist nicht nachvollziehbar, und im Schul- und
Berufsalltag wird auf das Engagement von Schüler:innenvertreter:innen oft kaum
Rücksicht genommen.
Wir wollen echte Mitbestimmung statt bloßer Symbolpolitik.
Wir fordern daher die Freistellung von Berufsschüler:innen von beruflichen
und schulischen Verpflichtungen für Tätigkeiten in der Schülervertretung.
Außerdem fordern wir die konsequente und ordnungsgemäße Durchführung von
SV-Wahlen an allen Berufsschulen.
Für uns ist klar: Die Landesschüler:innenvertretung muss direkt von allen
Schüler:innen gewählt werden. Bis dahin braucht es jedoch ein faires und
nachvollziehbares Wahlrecht für die Berufsschulen.
Wir fordern, dass künftig alle Schüler:innenvertreter:innen
stimmberechtigt sein sollen. Das schließt Tagessprecher:innen und deren
Stellvertreter:innen mit ein.
Die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb ist zentral für eine
funktionierende Lehre – und genau hier versagt das System derzeit. Die
Koordination ist mangelhaft, der Informationsfluss bricht regelmäßig ab, und am
Ende werden Lehrlinge selbst zu Boten zwischen Schule und Betrieb gemacht.
Wer eine gute Ausbildung will, braucht ein System, das zusammenarbeitet – nicht
eines, in dem Verantwortung hin- und hergeschoben wird. Um den Austausch
nachhaltig zu verbessern, braucht es eine stärkere strukturelle Einbindung der
Lehrbetriebe in die Berufsschulen.
Wir fordern daher die Einrichtung einer eigenen Lehrbetriebsvereinigung
nach dem Vorbild des Elternvereins. Diese soll mit drei Mitgliedern im
Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) vertreten sein.
Des Weiteren fordern wir eine digitale Plattform, über die Schulen den
aktuellen Wissensstand der Lehrlinge sowie relevante Informationen direkt
an die Betriebe übermitteln können.
Schule entscheidet über unsere Zukunft – deshalb müssen wir sie jetzt
gestalten. Als JUNOS Schüler:innen Burgenland stehen wir für Mut zur
Veränderung, echte Mitbestimmung und faire Chancen für alle Schüler:innen.
Wir wollen eine Landesschüler:innenvertretung, die nicht verwaltet, sondern
gestaltet und heute die Weichen für morgen stellt.
Chancen dürfen nicht vom Geldbeutel, vom Geschlecht oder vom Wohnort abhängen.
Strukturelle Benachteiligung existiert – auch im Jahr 2026. Die LSV Burgenland
muss hier aktiv werden.
Finanzielle Hürden dürfen kein Hindernis für Bildungserfolg sein. Wer
Unterstützung braucht, soll sie bekommen – unkompliziert und niederschwellig.
Deshalb setzt die LSV Burgenland auf konkrete Entlastung im Schulalltag.
- Die LSV Burgenland initiiert ein landesweites Nachhilfe- und Buddy-
Programm, das Schüler:innen durch Online-Plattformen oder direkten
Kontakt miteinander vernetzt.
- Die LSV Burgenland macht durch Kampagnen auf die übermäßige Bürokratie
in den burgenländischen Schulen aufmerksam.
Wer menstruiert, soll in der Schule nicht in Not geraten. Die Versorgung mit
Menstruationsartikeln darf keine Frage des Geldbeutels sein.
- Die LSV Burgenland bemüht sich um eine landesweite Kooperation mit
Unternehmen oder öffentlichen Institutionen, um kostenlose
Menstruationsartikel an allen Schulen zur Verfügung zu stellen.
Österreichs Schulen befinden sich seit Jahren in einer Mental-Health-Krise. Die
LSV Burgenland kann sie nicht allein lösen – aber sie kann Druck machen,
Bewusstsein schaffen und konkrete Verbesserungen anstoßen.
Mentale Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein Recht. Jede Schülerin und jeder
Schüler verdient Unterstützung – ohne lange Wartezeiten und ohne Hürden.
- Die LSV Burgenland startet eine landesweite Mental-Health-Kampagne, die
Schüler:innen informiert, sensibilisiert und unterstützt.
- Die LSV Burgenland arbeitet mit Schulleitungen zusammen, um den
niederschwelligen Zugang zu Schulpsycholog:innen an allen
burgenländischen Schulen auszubauen.
Vertrauenslehrer:innen sind oft die erste Anlaufstelle – doch sie brauchen
dafür die richtigen Werkzeuge. Die LSV Burgenland sorgt dafür, dass sie diese
bekommen.
- Die LSV Burgenland setzt sich für die Förderung und Weiterbildung von
Vertrauenslehrer:innen ein und treibt die Sensibilisierung zum Thema
Mental Health voran.
Täglich werden Schüler:innen bewertet – doch Bewertung darf keine
Einbahnstraße sein. Rassismus und Diskriminierung sind leider auch in
burgenländischen Schulen keine Ausnahme. Die LSV Burgenland setzt sich für ein
faires Feedbacksystem ein, das Vertrauen schafft und Verbesserungen ermöglicht.
- Die LSV Burgenland setzt sich für die Einführung eines anonymen 360-
Grad-Feedbacks an allen Schulen der Sekundarstufe II ein, dessen
Ergebnisse den jeweiligen Direktionen zugänglich gemacht werden.
- Die LSV Burgenland treibt das Thema fairer Zugang zu Bildung, Beruf und
sozialem Aufstieg aktiv voran und macht strukturelle Benachteiligung
sichtbar.
Alle Schüler:innen im Burgenland sollen mündige Bürger:innen von morgen
werden. Es braucht mehr Aufklärung und mehr sinnvolles Wissen – die LSV
Burgenland gestaltet diesen Weg aktiv mit.
Steuern, Verträge, Wahlen – das Leben nach der Schule stellt viele Fragen.
Die LSV Burgenland sorgt dafür, dass Schüler:innen darauf vorbereitet sind.
- Die LSV Burgenland initiiert Aufklärungskurse zu den Themen Finanzen,
Politik, Wirtschaft, Sexualität und Drogenprävention an
burgenländischen Schulen.
- Die LSV Burgenland organisiert Informationsveranstaltungen zu beruflichen
Möglichkeiten und klärt über relevante gesellschaftliche Themen wie den
Wehrdienst auf.
Objektive und ausführliche Aufklärung darf nicht von der jeweiligen Lehrperson
abhängen. Kein Schüler und keine Schülerin soll ohne das nötige Wissen
zurückgelassen werden.
- Die LSV Burgenland setzt eine Kampagne für bessere sexuelle Aufklärung
um – objektiv, ausführlich und unabhängig von der jeweiligen
Lehrperson – mit besonderem Fokus auf den Umgang mit sexuellen
Übergriffen in der Schule.
Eine LSV, die niemand kennt und der niemand vertraut, kann niemanden vertreten.
Die LSV Burgenland macht ihre Arbeit sichtbar.
Transparenz ist die Grundlage jeder glaubwürdigen Vertretung. Schüler:innen
haben das Recht zu wissen, wofür ihre LSV steht und was sie leistet.
- Die LSV Burgenland führt eine Projektampel auf ihrer Website ein, auf der
alle Projekte mit aktuellem Status einsehbar sind.
- Die LSV Burgenland veröffentlicht Rechenschafts- und Tätigkeitsberichte
aller Mitglieder einmal pro Semester, wobei der zweite Bericht zwei Wochen
vor der LSV-Wahl erscheint.
- Die LSV Burgenland legt ihr Budget vollständig und öffentlich einsehbar
offen.
Eine Vertretung, die niemand kennt, kann niemanden vertreten. Die LSV Burgenland
geht aktiv auf Schüler:innen zu – digital und persönlich – und sorgt
dafür, dass Schüler:innenvertreter:innen gut vorbereitet in ihre Rolle
starten.
- Die LSV Burgenland organisiert Podiumsdiskussionen zu politischen und
bildungspolitischen Themen an Schulen.
- Die LSV Burgenland startet eine Aufklärungskampagne über das
österreichische Schüler:innenvertretungssystem an allen
burgenländischen Schulen ab der Sekundarstufe II.
- Die LSV Burgenland erarbeitet ein Starterpaket für alle neu gewählten
Schüler:innenvertreter:innen.
- Die LSV Burgenland baut „LSV on Tour“ durch verstärkte Onlinepräsenz
aus, um niederschwellige Partizipationsmöglichkeiten für möglichst
viele Schüler:innen zu schaffen.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit wurden an burgenländischen Schulen viel zu
lange vernachlässigt. Die LSV Burgenland macht dieses Thema sichtbar und treibt
konkrete Maßnahmen voran – denn die Zukunft beginnt jetzt.
Weniger Bürokratie, mehr Verantwortung. Die LSV Burgenland sorgt dafür, dass
Nachhaltigkeit im burgenländischen Schulalltag ankommt – konkret und
spürbar.
- Die LSV Burgenland initiiert landesweite Workshops zu Nachhaltigkeit,
Umweltbewusstsein und Mülltrennung.
- Die LSV Burgenland startet eine landesweite Kampagne für verpflichtende
Fahrradabstellplätze an allen Schulen sowie für die Einführung
energiesparender Geräte ein.
Umweltschutz muss kein trockenes Thema sein. Die LSV Burgenland bringt frischen
Wind in die Schulen – mit Projekten, die Schüler:innen wirklich begeistern
und zum Mitmachen einladen.
- Die LSV Burgenland bewirbt schulische Nachhaltigkeitsprojekte wie
Schulgarten, Bienenstöcke oder Upcycling-Initiativen.
- Die LSV Burgenland organisiert einen burgenlandweiten „Tag des Mülls“
mit Challenges und Aktionen.
Rechtsextreme Vorfälle nehmen zu, während viele junge Menschen wenig über die
NS-Geschichte wissen. Die LSV Burgenland tritt aktiv für eine lebendige
Erinnerungskultur ein – denn Vergessen ist keine Option.
Zeitzeug:innen werden weniger. Umso mehr ist es Aufgabe der Schule – und der
LSV –, Erinnerung lebendig zu halten. Die LSV Burgenland übernimmt dabei
Verantwortung.
- Die LSV Burgenland setzt sich dafür ein, dass Erinnerungskultur stärker
im Geschichts- und Politikunterricht verankert wird –
multiperspektivisch, inklusiv und mit Raum für Diskussion.
- Die LSV Burgenland treibt die Verankerung burgenländischer
Lokalgeschichte im Unterricht voran und unterstützt Fortbildungen für
Lehrkräfte zum Thema Erinnerungskultur.
Kein Schüler und keine Schülerin soll aus finanziellen Gründen auf den Besuch
einer Gedenkstätte verzichten müssen. Die LSV Burgenland macht sich dafür
stark – auf Landes- und Bundesebene.
- Die LSV Burgenland fordert in einem offenen Brief an das
Bildungsministerium die Schaffung eines zentralen digitalen
Zeitzeugenarchivs für Schulen.
- Die LSV Burgenland setzt sich, zusammen mit der Bildungsdirektion, dafür
ein, dass alle Schüler:innen – unabhängig vom sozioökonomischen
Hintergrund – eine KZ-Gedenkstätte besuchen können.
JUNOS Schüler:innen ist kein Selbstzweck. Unser Anspruch ist es nicht, die
lautesten Events zu organisieren oder interne Netzwerke zu pflegen, sondern die
Rahmenbedingungen für Schüler:innen in Österreich nachhaltig zu verbessern.
Diese Zielsetzung ist die Grundlage unserer Arbeit. Sie macht klar: Das
bestehende System reicht nicht aus – es braucht spürbare Veränderungen. Auch
wenn viele Entscheidungen nicht direkt in der Kompetenz der
Landesschüler:innenvertretung liegen, heißt das nicht, dass man untätig
bleiben darf. Im Gegenteil: Die LSV muss Missstände aufzeigen, Forderungen
anbringen und dort handeln, wo sie konkret etwas bewegen kann.
Die LSV darf sich nicht im eigenen Betrieb verlieren – sie muss als
Interessenvertretung auftreten.
Unser Ziel ist es, die LSV Kärnten zu einer Institution zu machen, die
wahrgenommen wird, ernst genommen wird und tatsächlich Einfluss nimmt – im
Sinne aller Schüler:innen.
Demokratie funktioniert nur dann gut, wenn möglichst viele Menschen eingebunden
sind. Langfristig setzen wir uns daher für eine Direktwahl der LSV durch alle
Schüler:innen ab der 9. Schulstufe ein. Voraussetzung dafür ist jedoch eine
transparente Arbeitsweise. Nur wer Einblick in Entscheidungen und Prozesse hat,
kann sich auch eine fundierte Meinung bilden.
Die LSV muss daher offen darlegen, woran sie arbeitet, welche Ziele sie verfolgt
und wie sie mit Ressourcen umgeht.
- eine Projektampel der LSV auf deren Website. Auf dieser sollen alle
geplanten, in Umsetzung befindlichen und abgeschlossenen Projekte der LSV
inklusive aktuellem Bearbeitungsstatus ersichtlich sein.
- die Veröffentlichung von Rechenschafts- und Tätigkeitsberichten jedes
LSV-Mitglieds einmal pro Semester. Der zweite Bericht soll spätestens
zwei Wochen vor der LSV-Wahl veröffentlicht werden.
- die vollständige Offenlegung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben der LSV
auf deren Website.
Eine Interessenvertretung kann nur dann wirksam sein, wenn sie auch bekannt ist.
Genau hier liegt derzeit ein großes Problem: Die LSV Kärnten ist für viele
Schüler:innen kaum präsent. Wichtige Informationen sind schwer zugänglich,
die Kommunikation nach außen ist schwach, und das Gesamtbild wirkt wenig
professionell.
Das wollen wir ändern. Die LSV muss sichtbar werden und verständlich
kommunizieren, wofür sie steht und was sie konkret tut.
- dass die Website der LSV laufend aktualisiert wird und relevante
Informationen regelmäßig sowie zeitnah veröffentlicht werden.
- eine Aufklärungskampagne „LSV on Tour“ über das österreichische
Schülervertretungssystem an allen Kärntner Schulen ab der 9. Schulstufe.
Vertreter:innen aller Fraktionen sollen daran teilnehmen und das System
gemeinsam vorstellen.
Gerechte Bildungschancen sind keine Selbstverständlichkeit. Noch immer spielen
Faktoren wie Wohnort oder Geschlecht eine Rolle dabei, welche Möglichkeiten
Schüler:innen haben. Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie stark
strukturelle Nachteile den Schulalltag beeinflussen können.
Die LSV darf diese Ungleichheiten nicht ignorieren, sondern muss sie aktiv
thematisieren und Verbesserungen einfordern.
- einen offenen Brief an die Kärntner Linien, in dem die mangelhafte
öffentliche Anbindung für Schüler:innen im ländlichen Raum kritisiert
und konkrete Verbesserungen eingefordert werden.
Die psychische Belastung von Schüler:innen ist seit Jahren hoch, ohne dass
ausreichend darauf reagiert wird. Die bestehenden Maßnahmen greifen zu kurz,
und viele Betroffene fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen.
Die LSV kann diese Situation nicht im Alleingang lösen, aber sie kann das Thema
konsequent auf die Agenda setzen und konkrete Schritte einfordern. Es braucht
mehr Aufmerksamkeit, mehr Unterstützung und eine klare Priorisierung dieses
Problems.
- eine landesweite Mental-Health-Kampagne zur Information, Sensibilisierung
und Unterstützung von Schüler:innen
- eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schulleitungen, um konkrete
Verbesserungen im Schulalltag umzusetzen
- eine Ausweitung und Weiterentwicklung der Mental Health Days an Kärntner
Schulen
Die LSV hat die Möglichkeit, über ihre formale Rolle hinauszugehen und
tatsächlich etwas zu bewirken. Dafür braucht es den Willen, Verantwortung zu
übernehmen und klare Positionen zu vertreten.
Wir setzen uns für eine LSV ein, die aktiv gestaltet.
Für eine LSV, die präsent ist und gehört wird.
Für eine LSV, die ihre Aufgabe ernst nimmt.
JUNOS Schüler:innen ist kein Selbstzweck. Uns geht es nicht um die größten
Partys und die besten Freunde, sondern darum, für Österreichs Schüler:innen
das beste Schulsystem zu schaffen.
Unsere Existenzberechtigung leitet sich aus dieser Vision ab. Und diese Vision
erfordert Veränderung – große Veränderung. Vieles davon liegt nicht direkt
in der Hand der Landesschüler:innenvertretung. Aber genau hier beginnt unsere
Aufgabe: Veränderung anzustoßen, Druck zu machen und konkrete Verbesserungen
umzusetzen, wo es möglich ist.
Die LSV darf sich nicht mit sich selbst beschäftigen. Sie muss mitreden.
Mit diesem Programm wollen wir die LSV Niederösterreich zu dem machen, was sie
sein sollte: eine starke, sichtbare und ernstzunehmende Vertretung aller
Schüler:innen – und ein Motor für echte Veränderung im Schulsystem.
Jede demokratische Institution lebt von Mitbestimmung möglichst vieler
Menschen. Unser Ziel ist daher klar: die Direktwahl der LSV durch alle
Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Doch zuvor braucht es Transparenz. Und
genau diese muss die LSV schaffen – unabhängig vom aktuellen Wahlsystem. Die
LSV muss nachvollziehbar, offen und rechenschaftspflichtig sein, damit
Wähler:innen wissen, worüber sie abstimmen.
- eine Projektampel der LSV auf deren Website. Auf dieser sollen alle
geplanten, in Planung befindlichen und umgesetzten Projekte der LSV
aufgelistet werden, mit Informationen zum derzeitigen Bearbeitungsstatus.
- die Veröffentlichung von Rechenschafts- und Tätigkeitsberichten jedes
LSV-Mitglieds einmal im Semester. Der zweite dieser Berichte soll zwei
Wochen vor der LSV-Wahl veröffentlicht werden.
- die umfassende Offenlegung aller Einnahmen und Ausgaben der LSV auf der
Website der LSV.
- Wir fordern, dass Besuche bei Bildungssprechern künftig bei allen im
Landtag vertretenen Parteien stattfinden. Über diese Besuche sollen auch
Berichte auf den Social-Media-Kanälen der LSV veröffentlicht werden.
- dass die LSV politische und regionalpolitische Podiumsdiskussionen an
Schulen organisiert.
Eine Vertretung, die niemand kennt, kann niemanden vertreten. Der öffentliche
Auftritt der LSV Niederösterreich wird diesem Anspruch derzeit nicht gerecht.
Informationen sind schwer zugänglich, die Sichtbarkeit ist gering, und viele
Schüler:innen wissen nicht einmal, dass es die LSV gibt – geschweige denn,
was sie macht. Die Domain der Website wirkt wie eine schlecht umgesetzte Scam-
Seite und de facto niemand kennt die LSV als Vertretungsinstitution der
Schüler:innen.
Wir wollen hier endlich nachbessern, und einen würdigen öffentlichen Auftritt
sicherstellen.
- eine eigene und klar erkennbare Domain für die Website der LSV
Niederösterreich.
- eine Aufklärungskampagne der LSV über das österreichische
Schülervertretungssystem an jeder niederösterreichischen Schule ab der
9. Schulstufe. LSV-Mitglieder aus allen vertretenen Fraktionen sollen an
diesen Besuchen teilnehmen und das System vorstellen.
Chancen dürfen nicht vom Geschlecht oder vom Wohnort abhängen. Und trotzdem
ist genau das vielerorts Realität. Strukturelle Benachteiligung existiert –
auch im Jahr 2026. Sie betrifft insbesondere junge Frauen und Schüler:innen im
ländlichen Raum. Wer es ernst meint mit Bildungsgerechtigkeit, darf das nicht
ignorieren. Die LSV muss hier aktiv werden und konkrete Verbesserungen
vorantreiben.
- dass sich die LSV um eine landesweite Kooperation mit Unternehmen oder
öffentlichen Institutionen bemüht, um kostenlose Menstruationsartikel an
allen Schulen zur Verfügung zu stellen.
- die Bewerbung des Wiener Töchtertages an den niederösterreichischen
Schulen durch die LSV, um jungen Frauen Berufsmöglichkeiten in MINT-
Berufen näher zu bringen. Dies kann z.B. durch Rundschreiben an die
Direktionen und eine Social-Media Kampagne erfolgen.
- einen offenen Brief an den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), in welchem
die schlechte öffentliche Anbindung von Schüler:innen aus dem
ländlichen Raum kritisiert und eine Verbesserung der Situation gefordert
wird.
Österreichs Schulen befinden sich seit Jahren in einer Mental Health Krise. Und
obwohl das Ausmaß der Krise bekannt ist, verbessert sich an der Situation kaum
etwas. Die LSV kann die Krise nicht allein lösen. Aber sie kann Druck machen,
Bewusstsein schaffen und konkrete Verbesserungen anstoßen. Die LSV muss dieses
Thema sichtbar machen – und ernst nehmen.
- eine landesweite Mental-Health-Kampagne, die Schüler:innen informiert,
sensibilisiert und unterstützt
- eine aktive Zusammenarbeit mit Schulleitungen, um konkrete Verbesserungen
im Schulalltag umzusetzen
- eine Ausweitung und Weiterentwicklung der Mental Health Days an
niederösterreichischen Schulen
Die LSV hat das Potenzial, mehr zu sein als ein formales Gremium. Sie kann eine
echte Stimme für Schüler:innen sein – laut, sichtbar und wirksam. Dafür
braucht es Klarheit, Mut und den Anspruch, wirklich etwas zu verändern.
Wir wollen eine LSV, die nicht nur reagiert, sondern gestaltet.
Eine LSV, die nicht im Hintergrund bleibt, sondern sichtbar wird.
Eine LSV, die Verantwortung übernimmt.
Die Landesschüler:innenvertretung Oberösterreich sollte mehr sein als ein
Gremium auf dem Papier. Sie muss der Ort sein, an dem die Interessen von
Schüler:innen gebündelt vertreten und durchgesetzt werden.
Genau hier liegt das Problem: Zu oft bleibt die LSV hinter ihren Möglichkeiten.
Statt als starke Stimme aufzutreten, verliert sie sich in Strukturen, die nach
außen kaum Wirkung entfalten. Das reicht nicht – denn die Herausforderungen
im Schulalltag sind real und verlangen klare Antworten.
Auch wenn viele Entscheidungen nicht direkt in der Kompetenz der LSV liegen,
darf das kein Grund für Untätigkeit sein. Im Gegenteil: Die LSV muss endlich
Druck machen, Veränderungen einfordern und laut sein, wenn es um die Interessen
der Schüler:innen geht. Sie muss Probleme klar benennen und dort handeln, wo
sie konkret etwas bewegen kann: Mehr Transparenz, Informationen, Demokratie,
Chancengerechtigkeit und mentale Unterstützung für Oberösterreichs
Schüler:innen.
Schüler:innen brauchen endlich eine starke Interessenvertretung, die sich für
das einsetzt, was Schüler:innen in Oberösterreich wirklich betrifft. Dafür
treten wir, JUNOS Schüler:innen, an. Für eine LSV, die nicht zögert und
zuschaut, sondern handelt. Weil es schließlich um uns geht, die Schüler:innen
Oberösterreichs!
Eine funktionierende Demokratie lebt davon, dass möglichst viele eingebunden
sind. Unser langfristiges Ziel ist daher eine Direktwahl der LSV durch alle
Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Voraussetzung dafür ist jedoch echte
Transparenz.
Nur wer nachvollziehen kann, wie Entscheidungen entstehen und woran gearbeitet
wird, kann sich eine fundierte Meinung bilden und sich aktiv einbringen.
- eine Projektampel auf der Website der LSV, auf der alle geplanten,
laufenden und abgeschlossenen Projekte inklusive aktuellem Umsetzungsstand
ersichtlich sind
- die Veröffentlichung von Rechenschafts- und Tätigkeitsberichten aller
LSV-Mitglieder einmal pro Semester. Diese sollen auf der Website
veröffentlicht sowie an Schulen ausgesendet und dort sichtbar gemacht
werden. Der zweite Bericht muss spätestens zwei Wochen vor der LSV-Wahl
veröffentlicht werden
- die vollständige und laufend aktualisierte Offenlegung sämtlicher
Einnahmen und Ausgaben der LSV auf ihrer Website
- eine Kampagne zur gesetzlichen Verankerung des Schüler:innenparlaments
(SiP) im oberösterreichischen Landtag, sodass behandelte Anträge
verpflichtend im Bildungsausschuss diskutiert werden
Eine Interessenvertretung kann nur dann wirksam sein, wenn sie auch die
erreicht, die sie vertritt. Genau hier liegt aktuell die Herausforderung: Durch
die Kommunikation der LSV fühlen sich viele Schüler:innen außerhalb der
Schülervertretung kaum angesprochen.
Das wollen wir ändern. Die LSV muss breiter kommunizieren und gezielt auch jene
Schüler:innen einbinden, die bisher wenig Berührungspunkte mit ihr haben. Sie
soll verständlich vermitteln, wofür sie steht, was sie konkret macht – und
warum das für alle Schüler:innen relevant ist.
- eine landesweite Aufklärungskampagne „LSV on Tour“ über das
Schülervertretungssystem an allen oberösterreichischen Schulen ab der 9.
Schulstufe, getragen von Vertreter:innen aller Fraktionen
- eine gezielte Bewerbung des Instagram-Accounts der LSV bei
Veranstaltungen, insbesondere auch unter Schüler:innen, die nicht aktiv
in der Schülervertretung tätig sind
Faire Bildungschancen hängen noch immer zu stark von äußeren Umständen ab.
Faktoren wie Wohnort oder Geschlecht beeinflussen weiterhin, welche
Möglichkeiten Schüler:innen offenstehen.
Gerade im ländlichen Raum zeigen sich strukturelle Nachteile besonders deutlich
– etwa durch unzureichende Verkehrsanbindungen oder eingeschränkten Zugang zu
Angeboten.
Die LSV darf diese Ungleichheiten nicht ignorieren, sondern muss sie klar
benennen und Verbesserungen einfordern.
- einen offenen Brief an den Oberösterreichischen Verkehrsverbund, in dem
die unzureichende öffentliche Anbindung für Schüler:innen im
ländlichen Raum aufgezeigt und konkrete Verbesserungen eingefordert
werden
- eine von der LSV initiierte Kooperation mit Unternehmen und/oder
öffentlichen Institutionen, um an allen Schulen kostenlose
Menstruationsartikel bereitzustellen
Die psychische Belastung von Schüler:innen ist seit Jahren hoch, ohne dass
ausreichend darauf reagiert wird. Viele fühlen sich mit ihren Problemen allein
gelassen, bestehende Maßnahmen greifen oft zu kurz.
Die LSV kann diese Herausforderungen nicht allein lösen – aber sie kann das
Thema konsequent in den Fokus rücken und konkrete Verbesserungen vorantreiben.
Es braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr Unterstützung und eine klare Priorisierung
von mentaler Gesundheit im Schulalltag.
- eine landesweite Mental-Health-Kampagne zur Information, Sensibilisierung
und Unterstützung von Schüler:innen
- eine intensivere Zusammenarbeit mit Schulleitungen, um konkrete
Verbesserungen im Schulalltag umzusetzen
- eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Mental Health Days an
oberösterreichischen Schulen
Die LSV hat die Chance, über ihre formale Rolle hinauszugehen und echte
Veränderungen anzustoßen. Dafür braucht es den Willen, Verantwortung zu
übernehmen und klar Position zu beziehen.
Wir JUNOS Schüler:innen wollen genau das umsetzen: eine LSV, die sich mit einer
starken Stimme für eine bessere Zukunft an Oberösterreichs Schulen einsetzt.
Für uns, JUNOS Schüler:innen, ist Folgendes völlig klar. Es braucht endlich
Veränderung in unserem verstaubten Bildungssystem. Österreich ist
Spitzenreiter im internationalen Vergleich in Bezug auf Bildungsausgaben pro
Schulkind und dennoch im Mittelfeld in Bezug auf Schulleistungen in
Vergleichsstudien (bspw.: PISA). Mentale Gesundheit wird seit Jahren als akute
Schwachstelle in der Gesundheitsversorgung unserer Jugendlichen aufgezeigt,
dennoch bleiben konkrete Veränderungen aus. Schüler:innen beklagen die
fehlende Relevanz und den Bezug des Schulunterrichts zum Leben, doch echte
Lehrplanreformen fehlen. Wir wissen, dass Österreich aus riesigem Potenzial
schöpfen und all diese Probleme und Schwachstellen systematisch lösen könnte,
doch wir wissen auch, dass Österreich wohl eines der bürokratischsten Länder
ist. Reformen dauern meist Jahre – teilweise Jahrzehnte. Aus diesem Grund
haben es die Schüler:innen Österreichs – insbesondere die Schüler:innen
Salzburgs verdient, eine echte Vertretung zu bekommen, die sich für die
Interessen der Schüler:innen einsetzt. Weg von Wunschdenken hin zu Umsetzung.
Weg von Stillstand hin zu Veränderung.
Deshalb soll dies kein Prosalied an die Utopie werden, sondern konkrete
Forderungen für eine LSV von morgen beinhalten, die wir in der nächsten
Periode umsetzen wollen. Denn der erste Schritt für Veränderung beginnt an der
Basis. Die LSV ist die Interessensvertretung der Schüler:innen, durch sie
können wir Forderungen an die Entscheidungsträger:innen dieses Landes tragen
und Entwicklungen anstoßen.
Lasst uns deshalb gemeinsam eine LSV gestalten, die sich in der nächsten
Periode durch strukturelle, merkbare Entwicklungen auszeichnet und am Ende des
Jahres für kommende Reformen gerüstet ist.
Eine echte, ehrliche Vertretung sollte sich nicht hinter ihren Finanzen und
ihrer Arbeit verstecken müssen. Transparenz ist kein nettes Zusatzprogramm,
sondern sollte bei jeder demokratisch legitimierten und aus öffentlicher Hand
finanzierter Vertretung oberste Priorität haben. Schließlich haben es die
Schüler:innen Salzburgs verdient, zu erfahren, welche Projekte umgesetzt und in
Angriff genommen wurden. Ebenso ist es nur rechtens, den Finanziers, den
Steuerzahler:innen, dieses Landes Rechenschaft abzulegen, für welche Projekte
Gelder geflossen sind. Dazu ist Einsicht, ohne Einschränkungen und
Intransparenz, ein wesentlicher Schritt. Ein funktionierendes Kontrollsystem
setzt Einblick in die Arbeit voraus. Aus diesen Gründen erachten wir, JUNOS
Schüler:innen, Transparenz als eines der zentralen Merkmale einer
funktionierenden, ehrlichen und aktiven Vertretung und wollen dies in der
kommenden Periode reformieren.
- Die komplette, saubere und zugängliche Offenlegung der Finanzen der LSV
Salzburg. Die damit einhergehende Streichung der 100€ Freibeträge, die
aktuell unter „Sonstiges“ gelistet und intransparent verbucht werden
und den Ausbau der Website der Landeschüler:innenvertretung zur Listung
aller finanziellen Aufwendungen der letzten Perioden.
- Die halbjährliche Veröffentlichung von Rechenschafts- und
Tätigkeitsberichten durch alle Mitglieder der LSV und alle Referate. Der
zweite dieser Berichte muss zwei Wochen vor der LSV-Wahl veröffentlicht
werden. Der Ausbau der Website der Landesschüler:innenvertretung zur
Listung aller Berichte.
- Die Veröffentlichung der Wahlergebnisse der LSV-Wahl auf der Website der
Landeschüler:innenvertretung.
Wir, JUNOS Schüler:innen, erachten zwei Punkte als zentrale Schritte hin zu
einer strukturellen Veränderung in unserem Bildungssystem. Einerseits die
breitere demokratische Legitimierung der Vertretung aller Schüler:innen.
Andererseits die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit der
Landeschüler:innenvertretung. Denn die LSV Salzburg sollte sich als Sprachrohr
aller Schüler:innen Salzburgs verstehen. Um dies zu gewährleisten, ist
allerdings die Kenntnis über eine solche gesetzlich verankerte Vertretung bei
der Schüler:innenschaft zwingend erforderlich. Wir erachten deshalb den
öffentlichen Auftritt der LSV als eine der zentralen Aufgaben der nächsten
Perioden.
Reformen können nur angestoßen werden, wenn genügend Kraft und Wille
dahintersteht. Die LSV Salzburg wäre die erste und beste Anlaufstelle aller
Schüler:innen, doch eine Anlaufstelle ohne Ansuchenden kann nur wenig bewegen.
- Die monatliche Veröffentlichung eines Beitrags zu aktuellen Neuigkeiten,
Tätigkeiten oder Projekten über Social Media und der Website der
Landeschüler:innenvertretung. Fokussetzung auf inhaltlichen Beiträgen
anstelle von Rückblicken über besuchte Veranstaltungen.
- Den Ausbau des LSV on Tour Projekts, sowie die verstärkte Kooperation mit
der Bildungsdirektion zur besseren Kommunikation mit Schulen. Die
Durchführung aller Besuche durch Mitglieder mindestens zwei
unterschiedlicher Fraktionen, zur Wahrung einer neutralen Erzählung als
auch einer geschlossenen und gemeinsamen Vertretung.
- Die Bewerbung des SiP-Livestreams auf den Social-Media-Kanälen der LSV,
sowie die Anregung an Schulen zur Bereitstellung einer Möglichkeit das
Schüler:innenparlament verfolgen zu können.
Das Schüler:innenparlament ist neben der LSV die zentrale Anlaufstelle und
Sprachrohr für uns Schüler:innen und für unsere Ideen und Visionen in unserem
Bildungssystem. Nicht zuletzt sind alle Termine immer gut besucht und Debatten
werden zu den unterschiedlichsten Thematiken geführt. Dennoch lassen sich vor
allem in der Umsetzung der beschlossenen Anträge und in der Aufbereitung der
Schüler:innenparlamente klare Missstände aufzeigen, die wir, JUNOS
Schüler:innen, in der kommenden Periode lösen wollen.
Ein funktionierendes SiP ermöglicht nicht nur die aktive Mitgestaltung, sondern
sichert auch den Diskurs zwischen uns Schüler:innen. Es ermöglicht eine
direkte Einflussnahme auf die Arbeit der LSV und garantiert die Ausrichtung
anhand der Interessen der Schüler:innen.
- Die Veröffentlichung einer SiP-Datenbank zur niederschwelligen und
effizienten Einsicht in bereits beschlossene Anträge. Sowie der
Kombination mit einer Projektampel, die den aktuellen Status der
Umsetzung, aktuelle Probleme und Berichte, der beschlossenen Anträge des
SiP aufzeigt.
- Die Präsentation aller, aus den Anträgen abgeleiteten, Projekte an die
Bildungsdirektion und die Veröffentlichung von Feedback und
Rückmeldungen.
- Die Verpflichtung der LSV zur weiteren Arbeit an bereits begonnenen SiP
– Projekten, zur Sicherung der Umsetzung großer Ideen und Pläne.
Die Landeschüler:innenvertretung eines jeden Bundeslandes ist wie die
Schüler:innenvertretung einer jeden Schule in eine aktive und passive Gruppe
gegliedert. Die aktive Gruppe trifft Entscheidungen, plant und setzt Projekte um
und leitet die operativen Geschäfte der jeweiligen Vertretung. Die passive
Gruppe dagegen, kann meist nur wenig bewegen und wird nur in Einzelfällen mit
spezifischen Aufgaben betraut. Dass dieses System äußerst ineffizient ist,
liegt auf der Hand. Dementsprechend wollen wir, JUNOS Schüler:innen, Bewegung
in die LSV bringen und die passive LSV stärker in Entscheidungsprozesse
einbinden. Uns geht es ganz klar nicht um eine Negierung von Wahlergebnissen,
sondern um eine effizientere und bessere Aufteilung von Aufgaben, der Sammlung
und Aufnahme des gesamten Meinungskorridors und die Einbindung von engagierten
Jugendlichen in ihrer Vertretung. Uns ist bewusst, dass wir vor allem durch
unsere Reformideen in den obigen Punkten zusätzliche Arbeitslast in die LSV
einbringen. Genau deshalb wollen wir die Ressourcen besser nutzen und jedem und
jeder eine Möglichkeit bieten aktiv mitzugestalten.
- Die Einladung aller LSV-Mitglieder (aktiv u. passiv) zu Sitzungen und
Gremien. Die Zuweisung eines Rede- und Anhörungsrecht an alle passiven
Mitglieder.
- Die Zuweisung von Aufgabengebiete und Referaten nicht nur an Mitglieder
der aktiven LSV, sondern auch an Mitglieder der passiven LSV.
- Eine klare und offene Kommunikation zwischen allen Mitgliedern der LSV.
Darunter verstehen wir die transparente und pünktliche Ankündigungen von
Veranstaltungen und Terminen an alle Mitglieder, sowie die faire Einladung
aller Mitglieder zu Veranstaltungen, die die LSV betreffen.
- Die Herausgabe einer Leitlinie zur Anregung aller SV zur Umsetzung dieser
Forderungspunkte.
Wir, JUNOS Schüler:innen, wollen ehrlich sein. Ehrlich mit unseren Werten,
ehrlich mit unseren Zielen und ehrlich mit unserem Programm. Wir setzen uns
dieses Landeswahlprogramm als Ziel und nicht als Vision. Wir wollen echte
Veränderung in die LSV bringen, denn wir sind davon überzeugt, dass nur eine
gut funktionierende Vertretung, große bildungspolitische Reformen in diesem
Land anstoßen kann. Wir wollen an dem gemessen werden, was wir umsetzen und
nicht, was wir uns vorstellen. Diesen Realismus, diese Ehrlichkeit braucht die
LSV. Deshalb Veränderung statt Stillstand. Deshalb JUNOS Schüler:innen.
Die Landesschüler:innenvertretung sollte die starke Stimme von über
hunderttausend steirischen Schüler:innen sein. Sie sollte Missstände
aufzeigen, Lösungen erarbeiten und echte Verbesserungen durchsetzen.
Doch genau das passiert derzeit zu selten. Die LSV bleibt oft unsichtbar, ihre
Arbeit ist für viele nicht nachvollziehbar, und konkrete Ergebnisse fehlen.
Während andere Organisationen seit Jahrzehnten Teil dieses Systems sind, hat
sich an diesen grundlegenden Problemen wenig geändert.
Wir JUNOS Schüler:innen treten an, um das zu ändern. Wir wollen eine LSV, die
nicht verwaltet, sondern gestaltet. Eine LSV, die sichtbar ist, die
Verantwortung übernimmt und die Interessen von Schüler:innen konsequent
vertritt.
Die Landesschüler:innenvertretung ist das zentrale Vertretungsorgan von über
hunderttausend Schüler:innen in der Steiermark. Sie soll Interessen bündeln,
Entscheidungen beeinflussen und gegenüber Politik und Verwaltung auftreten.
In der Realität fehlt dieser Anspruch jedoch oft. Die demokratische
Legitimation ist schwach, Beteiligung bleibt begrenzt und viele Schüler:innen
nehmen die LSV kaum als relevante Stimme wahr. Gleichzeitig fehlt es an klaren,
verbindlichen Strukturen, die Transparenz und Mitbestimmung sichern.
Es geht darum, die LSV selbst neu zu denken – als echtes demokratisches Organ,
das offen, nachvollziehbar und für alle Schüler:innen zugänglich ist.
Die Landesschüler:innenvertretung ist die gesetzliche Stimme aller
Schüler:innen – gewählt wird sie aber nur von einer kleinen Gruppe: den
Schulsprecher:innen. Diese Form der indirekten Wahl ist nicht ausreichend
legitimiert. Eine starke Vertretung braucht eine starke demokratische Grundlage.
Wer für alle spricht, muss auch von allen gewählt werden. Daher sprechen wir
uns auch klar für die Direktwahl der LSV durch alle Schüler:innen ab der 9.
Schulstufe aus. Um das zu erreichen, wollen wir in der LSV unterstützen.
- Unsere Forderung: Ein konkretes Umsetzungskonzept! Die LSV soll ein
vollständiges Konzept zur Einführung der Direktwahl erarbeiten und
politischen Entscheidungsträgern vorlegen.
Demokratischer Wettbewerb ist essenziell – aber er braucht klare Regeln. Ohne
gemeinsame Standards besteht die Gefahr, dass Wahlkämpfe unfair geführt werden
und Vertrauen verloren geht. Gerade weil die LSV ein Vertretungsorgan für alle
ist, muss auch der Weg dorthin fair und transparent sein.
- Unsere Forderung: Fairnessabkommen zwischen allen Organisationen! Die LSV
soll sich für ein verbindliches Abkommen einsetzen, das klare Spielregeln
für einen respektvollen und fairen Wahlkampf festlegt.
Eine Vertretung kann nur dann wirken, wenn sie auch wahrgenommen wird. Viele
Schüler:innen wissen jedoch nicht, was die LSV konkret macht oder wie sie sich
einbringen können. Dadurch bleibt viel Potenzial ungenutzt. Die LSV muss
verständlich kommunizieren und ihre Arbeit aktiv sichtbar machen.
- Unsere Forderung: Eine LSV-Videoplattform! Kurze, verständliche Videos
sollen erklären, wie Mitbestimmung funktioniert und welche Aufgaben die
LSV übernimmt.
- Unsere Forderung: Monatliche Transparenz! Jedes Mitglied der LSV
veröffentlicht monatlich, woran gearbeitet wurde und welche Fortschritte
erzielt wurden.
Mitbestimmung darf nicht bei einer Wahl enden. Eine funktionierende
Interessenvertretung lebt vom kontinuierlichen Austausch mit den Schüler:innen.
Aktuell fehlt es aber an einfachen Möglichkeiten, Ideen einzubringen und
Feedback zu geben. Das führt dazu, dass die LSV oft an den tatsächlichen
Bedürfnissen vorbeiarbeitet.
- Unsere Forderung: Eine Digitale Beteiligungsplattform! Eine zentrale
Plattform soll es Schüler:innen ermöglichen, ihre Anliegen direkt
einzubringen und Rückmeldungen zur Arbeit der LSV zu geben.
- Unsere Forderung: Bildungsworkshops! Die LSV organisiert Workshops zu
Themen, die im Schulalltag zu kurz kommen – basierend auf den Interessen
der Schüler:innen.
Viele engagierte Schüler:innenvertretungen setzen erfolgreiche Projekte um –
doch diese bleiben oft auf einzelne Schulen beschränkt. Dadurch wird viel
Potenzial verschenkt. Eine stärkere Vernetzung kann dazu beitragen, dass gute
Ideen schneller verbreitet und weiterentwickelt werden.
- Unsere Forderung: Eine digitale Projektbörse! Erfolgreiche Projekte
sollen gesammelt und für alle Schulen zugänglich gemacht werden, um
voneinander zu lernen.
Vertrauen in politische Vertretung entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern
durch Nachvollziehbarkeit. Gerade im Bereich der Schüler:innenvertretung ist
diese Transparenz entscheidend. Denn nur wenn klar ist, wie Entscheidungen
zustande kommen, wofür Ressourcen verwendet werden und welche Prioritäten
gesetzt werden, kann echte Kontrolle durch die Schüler:innen stattfinden.
Wir wollen daher ein echtes Transparenzpaket in der LSV umsetzen! Diese
Maßnahmen zielen darauf ab, die LSV vollständig nachvollziehbar zu machen –
strukturell, finanziell und inhaltlich.
Vertrauen entsteht durch Offenheit. Wer Entscheidungen trifft und Ressourcen
verwaltet, muss diese Entscheidungen auch nachvollziehbar machen. Aktuell ist
die Arbeit der LSV für viele Schüler:innen schwer einsehbar. Das schwächt
ihre Glaubwürdigkeit und erschwert Kontrolle.
Wir stehen für eine LSV, die konsequent transparent arbeitet.
- Unsere Forderung: Offene Kassen! Alle Ausgaben der LSV werden öffentlich
gemacht und begründet.
- Unsere Forderung: Öffentlicher Jahresplan! Geplante Projekte und
Veranstaltungen werden im Voraus veröffentlicht.
- Unsere Forderung: Volle Nachvollziehbarkeit! Protokolle, Beschlüsse und
Abstimmungen werden zeitnah und verständlich veröffentlicht.
- Unsere Forderung: Transparente Termine! Treffen mit externen Partnern
werden mit Datum, Thema und Teilnehmern offengelegt.
Eine funktionierende Vertretung braucht nicht nur Transparenz, sondern auch
aktive Kontrolle durch die Basis. Derzeit gibt es kein klar geregeltes System,
über das Schüler:innenvertretungen auf Landesebene verbindlich Rechenschaft
einfordern können.
- Unsere Forderung: Verbindliches Anfragerecht!
Schüler:innenvertreter:innen sollen im Rahmen der bestehenden
Antragsfristen bei SiPs offizielle Anfragen an die LSV stellen können.
- Unsere Forderung: Klare Antwortpflicht! Diese Anfragen müssen
verpflichtend beim nächsten SiP beantwortet und öffentlich zugänglich
gemacht werden.
Schule hat den Auftrag, junge Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben
vorzubereiten. Dazu gehört weit mehr als reines Faktenwissen. Es geht um die
Fähigkeit, politische Zusammenhänge zu verstehen, kritisch zu denken und
gesellschaftliche Prozesse aktiv einordnen zu können. Gleichzeitig muss Schule
Räume schaffen, in denen Demokratie nicht nur theoretisch vermittelt, sondern
praktisch erlebt wird. Viele dieser Kompetenzen entstehen erst durch Diskussion,
Austausch und direkte Erfahrung.
Schule soll junge Menschen befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden und
aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu gehört auch die
Fähigkeit, politische Inhalte zu verstehen und zu diskutieren. Aktuell kommt
diese praktische Auseinandersetzung oft zu kurz.
- Unsere Forderung: Debattierklubs an Schulen! Die LSV organisiert Debatten,
in denen Schüler:innen lernen, Argumente zu entwickeln, zu diskutieren
und unterschiedliche Perspektiven zu verstehen.
Demokratie funktioniert nur, wenn informierte Entscheidungen getroffen werden
können. Viele Schüler:innen wissen jedoch zu wenig über die Strukturen und
Aufgaben ihrer Vertretung. Eine stärkere Sichtbarkeit und aktive
Auseinandersetzung mit der LSV sind daher entscheidend.
- Unsere Forderung: Podiumsdiskussionen vor Wahlen! Die LSV organisiert
Diskussionsformate, damit sich Schüler:innen umfassend über
Kandidat:innen für die LSV Wahl und deren Programme informieren können.
Politische Bildung darf nicht theoretisch bleiben. Der direkte Einblick in
politische Institutionen schafft Verständnis und Interesse.
- Unsere Forderung: LSV-Exkursionen in politische Institutionen! Die LSV
organisiert Besuche im Parlament oder Landtag, um Demokratie erlebbar zu
machen.
Die Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein entscheidender
Ausgangspunkt für die spätere Lebens- und Berufsentscheidung. Dennoch fühlen
sich viele Schüler:innen unzureichend auf diese Phase vorbereitet.
Es fehlt an praktischen Einblicken in die Arbeitswelt, an transparenter
Information über Bildungswege und an Strukturen, die Orientierung wirklich
erleichtern. Entscheidungen werden dadurch oft auf Basis unvollständiger oder
zufälliger Eindrücke getroffen.
Schule bereitet oft unzureichend auf konkrete Berufsentscheidungen vor. Viele
Schüler:innen haben wenig Einblick in verschiedene Berufsfelder und treffen
wichtige Entscheidungen auf unsicherer Grundlage. Praxisnahe Erfahrungen können
hier einen entscheidenden Unterschied machen.
- Unsere Forderung: Shadowing-Programm! Die LSV soll Kooperationen mit
Unternehmen organisieren, damit Schüler:innen freiwillig einen Tag lang
verschiedene Berufe begleiten können, um realistische Einblicke in den
Arbeitsalltag zu erhalten.
Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein sozialer Raum. Konflikte,
Herausforderungen und zwischenmenschliche Dynamiken gehören zum Alltag.
Strukturen zur Unterstützung fehlen jedoch oft oder sind unzureichend
ausgebaut.
- Unsere Forderung: Peer-Systeme an Schulen! Die LSV unterstützt den Aufbau
von Mediation, Krisenteams und ähnlichen Initiativen zur Stärkung
sozialer Kompetenzen.
Schüler:innen bringen unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und
Perspektiven mit. Dieser Austausch ist eine große Chance, wird aber im
Schulalltag oft zu wenig genutzt.
- Unsere Forderung: Schulübergreifende Austauschformate! Die LSV
organisiert Projekte und Veranstaltungen, bei denen Schüler:innen aus
verschiedenen Schulen und Hintergründen zusammenkommen.
Die Wahl der Schule ist eine wichtige Entscheidung, die oft auf unvollständigen
Informationen basiert. Statt verlässlicher Daten dominieren häufig Gerüchte
und subjektive Eindrücke. Mehr Transparenz kann dazu beitragen, fundierte
Entscheidungen zu treffen.
- Unsere Forderung: Freiwilliger Vergleichstest! Die LSV organisiert
gemeinsam mit der Bildungsdirektion anonyme, nicht benotete Tests zur
besseren Vergleichbarkeit von Schulen.
- Unsere Forderung: Transparente Auswertung! Die Ergebnisse werden
verständlich aufbereitet und veröffentlicht.
- Unsere Forderung: Grundlage für Verbesserungen! Die gewonnenen
Erkenntnisse werden genutzt, um konkrete Maßnahmen und Forderungen
abzuleiten.
Die Landesschüler:innenvertretung Tirol sollte die zentrale Stimme aller
Schüler:innen sein – eine Stimme, die Missstände klar anspricht und
Verbesserungen vorantreibt. Doch diesem Anspruch wird sie aktuell nicht immer
gerecht. Zu oft bleibt sie unter ihren Möglichkeiten und schafft es nicht, ihre
Rolle als starke Interessenvertretung voll auszuschöpfen.
Für uns ist klar: Das reicht nicht aus. Schule betrifft uns alle – und genau
deshalb braucht es eine Vertretung, die sich nicht mit dem Status quo
zufriedengibt, sondern aktiv Veränderungen einfordert.
Die LSV ist mehr als ein organisatorisches Gremium. Sie ist eine Chance, Schule
besser zu machen: transparenter, gerechter und stärker an den Bedürfnissen der
Schüler:innen ausgerichtet. Auch wenn viele Entscheidungen nicht direkt in
ihrer Hand liegen, kann und muss sie Druck machen, Probleme sichtbar machen und
konkrete Lösungen einfordern.
Die LSV darf sich nicht im eigenen System verlieren – sie muss nach außen
wirken und als echte Interessenvertretung auftreten.
Unser Ziel ist eine LSV Tirol, die Verantwortung übernimmt, sichtbar ist und
konsequent im Sinne aller Schüler:innen handelt.
Das SiP (Schüler:innenparlament) sollte der Ort sein, an dem Schüler:innen in
Tirol ihre Anliegen einbringen und echte Mitbestimmung erleben. Doch aktuell
zeigt sich ein anderes Bild: Statt eines offenen, demokratisch legitimierten
Forums entsteht oft der Eindruck, dass vor allem bereits organisierte Strukturen
dominieren.
Besonders problematisch ist, wenn Informationen zu Veranstaltungen nicht über
offizielle Kanäle der LSV verbreitet werden, sondern primär über einzelne
Organisationen laufen. Das untergräbt Transparenz und schließt viele
Schüler:innen de facto aus.
Wir JUNOS Schüler:innen sagen klar: So darf eine Interessenvertretung nicht
funktionieren.
- Offizielle Veranstaltungen der LSV Tirol müssen ausnahmslos über die
offiziellen Informationskanäle der LSV kommuniziert werden, um maximale
Transparenz sicherzustellen
- Informationen dürfen nicht vorab exklusiv an einzelne
Schüler:innenorganisationen weitergegeben werden
Darüber hinaus zeigt sich ein grundlegendes Problem: Viele Schüler:innen
wissen kaum, was die LSV ist oder welche Aufgaben sie erfüllt. Eine
Interessenvertretung kann aber nur dann wirksam sein, wenn sie auch jene
erreicht, die sie vertritt.
Die LSV Tirol muss daher breiter kommunizieren und gezielt auch Schüler:innen
ansprechen, die bisher keinen Bezug zur Schülervertretung haben. Sie muss
verständlich erklären, wofür sie steht, was sie konkret macht und warum das
für alle relevant ist.
- eine Aufklärungskampagne „LSV on Tour“ über das österreichische
Schülervertretungssystem an allen Tiroler Schulen ab der 9. Schulstufe,
durchgeführt von Vertreter:innen aller Fraktionen
Demokratie lebt von Beteiligung. Unser langfristiges Ziel ist daher eine
Direktwahl der LSV durch alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Voraussetzung
dafür ist jedoch, dass die Arbeit der LSV nachvollziehbar und transparent ist.
Nur wer Einblick in Prozesse, Entscheidungen und Prioritäten hat, kann sich
eine fundierte Meinung bilden und sich aktiv einbringen.
- eine Projektampel auf der Website der LSV, die alle geplanten, laufenden
und abgeschlossenen Projekte samt aktuellem Umsetzungsstand übersichtlich
darstellt
- die Veröffentlichung von Rechenschafts- und Tätigkeitsberichten aller
LSV-Mitglieder einmal pro Semester, wobei der zweite Bericht spätestens
zwei Wochen vor der LSV-Wahl veröffentlicht werden muss
- die vollständige Offenlegung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben der LSV
auf ihrer Website
Der Zugang zu grundlegenden Dingen im Schulalltag darf nicht vom Zufall
abhängen. Dennoch fehlt es an vielen Tiroler Schulen noch immer an kostenlosen
Menstruationsprodukten. Für viele Schülerinnen bedeutet das unnötigen Stress,
finanzielle Belastung oder sogar das Fernbleiben vom Unterricht.
Andere Bundesländer haben bereits gezeigt, dass es möglich ist, hier Lösungen
umzusetzen. Tirol darf hier nicht hinterherhinken.
Die Bereitstellung von Menstruationsprodukten ist keine Nebensache, sondern eine
Frage der Chancengerechtigkeit und eines respektvollen Schulumfelds.
- eine landesweite Kooperation der LSV Tirol mit Unternehmen und/oder
öffentlichen Institutionen, um kostenlose Menstruationsprodukte an allen
Schulen bereitzustellen
Die psychische Belastung von Schüler:innen ist seit Jahren hoch, ohne dass
ausreichend darauf reagiert wird. Viele fühlen sich mit ihren Problemen allein
gelassen, während bestehende Maßnahmen oft nicht ausreichen.
Die LSV kann diese Herausforderungen nicht allein lösen – aber sie kann sie
sichtbar machen, priorisieren und konkrete Verbesserungen einfordern.
Es braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr Unterstützung und ein klares Bekenntnis
dazu, mentale Gesundheit im Schulalltag ernst zu nehmen.
- eine landesweite Mental-Health-Kampagne zur Information, Sensibilisierung
und Unterstützung von Schüler:innen
- eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schulleitungen, um konkrete
Verbesserungen im Schulalltag umzusetzen
- eine Ausweitung und Weiterentwicklung der Mental Health Days an Tiroler
Schulen
Die Landesschüler:innenvertretung hat das Potenzial, weit mehr zu sein als ein
formales Gremium – sie kann echte Veränderungen anstoßen und den Schulalltag
für tausende Schüler:innen spürbar verbessern. Doch dafür braucht es den
Mut, Verantwortung zu übernehmen, Missstände klar zu benennen und konsequent
für Verbesserungen einzutreten.
Genau dafür treten wir JUNOS Schüler:innen Tirol an: für eine LSV, die nicht
verwaltet, sondern gestaltet – und die sich mit klarer Haltung für bessere
Schulen in Tirol einsetzt.
In Wien wird die Landesschüler:innenvertretung noch immer zu oft von Interessen
der Organisationen und alten Mustern geprägt. Statt echter Veränderung
bekommen wir ein System, das Stillstand verwaltet statt Zukunft gestaltet. Das
ist nicht nur schade, sondern rückschrittlich. In der LSV-Wien gab es schonmal
Fortschritt und dahin müssen wir wieder zurück.
Denn eigentlich ist die LSV eine große Chance. Sie ist eine Chance, Schule neu
zu denken, Missstände aufzuzeigen und echte nachhaltige Verbesserungen für
alle Schüler:innen Wiens zu erreichen. Sie ist eine Chance auf mehr
Gerechtigkeit, mehr Mitbestimmung und mehr Transparenz.
Wir sind überzeugt, dass Schule kein Ort sein darf, an dem man nur funktioniert
oder Zeit absitzt. Sie muss ein Ort sein, der uns Perspektiven aufzeigt, der uns
befähigt, statt zu begrenzen und der uns Schüler:innen ernst nimmt. Genau
dafür braucht es eine starke Vertretung. Eine Vertretung, die zuhört, eine
Vertretung, die Verantwortung übernimmt und eine Vertretung, die den Mut hat,
Dinge zu verändern.
Die Landesschüler:innenvertretung kann, soll und muss mehr leisten. Sie darf
kein Selbstzweck sein, sondern muss Wirkung zeigen. Für uns ist klar, dass
wirklicher Fortschritt nicht allein entstehen kann. Wir müssen gemeinsam an
einem Strang ziehen und zusammen mehr bewegen, als es wir als Einzelne je
könnten.
Genau dafür treten wir JUNOS Schüler:innen Wien an! Wir wollen zurück in die
Zukunft und zusammen mehr bewegen! Denn am Ende sollte es nur eine:n Gewinner:in
geben: die Schüler:innen Wiens.
Ein zentraler Punkt, wenn es um Demokratie in der Schule geht, ist das Wahlrecht
selbst. Denn wie demokratisch kann ein System wirklich sein, wenn nur ein
kleiner Teil der Schüler:innen überhaupt daran teilnehmen darf? Aktuell
entscheiden in Wien lediglich Schulsprecher:innen über die Zusammensetzung der
Landesschüler:innenvertretung. Das bedeutet, dass nur 0,064% der Schüler:innen
eine Stimme auf Landesebene haben. Von echter, breiter Mitbestimmung kann dabei
kaum gesprochen werden. Für uns ist klar: Eine wirklich demokratische
Vertretung kann nur dann existieren, wenn sie direkt gewählt wird. Für uns ist
aber genauso klar: Eine wirklich fundierte Entscheidung kann nur dann getroffen
werden, wenn man aufgeklärt ist.
- Wir fordern, dass die LSV eine breite Kampagne zur Bekanntmachung des
Schüler:innenvertretungssystems startet. Diese soll auf 3 Ebenen
ausgeführt werden. Erstens ein Aufklärungsvideo, welches am Anfang des
Schuljahres an alle Wiener Schulen geschickt werden soll, um dann im
Klassenzimmer gezeigt zu werden. Zweitens in Form von Podiumsdiskussionen,
bei denen sich die LSV direkt in den Schulen selbst vorstellt. Drittens
eine Instagram-Kampagne, um möglichst viele Jugendlichen zu erreichen.
- Wir fordern des Weiteren, dass die LSV sich dafür einsetzt, dass ein Plan
zur Durchführung einer Direktwahl erstellt wird. Dieser soll vor allem
die finanziellen & logistischen Aspekte regeln, und auch der BSV & dem
Nationalrat vorgelegt werden.
Auffällig ist auch, dass jedes Jahr aufs Neue vor dem ersten
Schüler:innenparlament sogenannte „How2SiP“-Events von jeder
Schüler:innenorganisation stattfinden, bei denen erklärt wird, wie ein
Schüler:innenparlament abläuft und wie Mitbestimmung funktioniert. Auf diesen
wird dann aber oft versucht die eigene Organisation in den Vordergrund zu
stellen. Das ist nicht Sinn der Sache, denn Mitbestimmung sollte durch eine
unabhängige Kraft erklärt werden.
- Daher fordern wir, dass die LSV-Wien vor dem ersten
Schüler:innenparlament im Jahr ein „How2SiP“ veranstaltet. Auf diesem
sollen Prozesse, Abläufe und Formen der Mitbestimmung beim
Schüler:innenparlament einfach, verständlich und unabhängig erklärt
werden.
Nur so kann sichergestellt werden, dass echte Beteiligung nicht vom Zufall
abhängt, sondern alle die gleichen Voraussetzungen haben, um sich einbringen zu
können.
Ebenso halten wir es für wichtig, dass die LSV die Schüler:innen Wiens und die
Politik zueinander führt, aufzeigt wie wichtig politische Bildung ist und die
Möglichkeit bietet sich am politischen Diskurs zu beteiligen.
- Daher fordern wir, dass die LSV-Wien in regelmäßigen Abständen
Podiumsdiskussionen nach Art der „Fishbowl-Diskussion“ abhalten soll.
In dieser Format-Reihe sollen tagesaktuelle Themen, die für
Schüler:innen relevant sind aufgegriffen werden und diskutiert werden.
Eine starke Interessensvertretung braucht nicht nur gute Ideen, sondern vor
allem Vertrauen. Dieses entsteht nur dann, wenn Entscheidungen nachvollziehbar
getroffen werden, Informationen offen zugänglich sind und ehrlich kommuniziert
wird.
- Wir fordern, dass die LSV die Projekte, welche im Wahlkampf versprochen
wurden und jene, die nach Amtsantritt dazukommen, verpflichtend offenlegen
muss, um allen Schüler:innen Einsicht in die Arbeit ihrer eigenen
Vertretung zu ermöglichen. Diese Projekte sollen auf einer Projektampel
auf der Website unter Transparenz einsehbar sein und verpflichtend laufen
aktualisiert werden.
Genauso wichtig ist aber auch Fairness zwischen den einzelnen
Schüler:innenorganisationen. Eine funktionierende LSV darf kein Ort sein, an
dem einzelne Mitglieder bevorzugt werden, sondern muss allen die gleichen
Rahmenbedingungen bieten. Das gilt aber nicht nur für den Wahlkampf, sondern
auch für den Wahltag.
Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness sind damit keine Zusatzpunkte, sondern die
Grundlage für echte Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam können wir mehr
bewegen.
- Wir fordern, dass die LSV-Wien sich für ein konstantes, oder jährlich
wiederkehrendes Fairnessabkommen zwischen den Organisationen einsetzt, um
ein faires Miteinander und einen fairen Wahlkampf zu gewährleisten.
- Wir fordern, dass die LSV in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion für
Wien einen Plan ausarbeiten und umsetzen soll, wie der Wahltag fairer und
weniger chaotisch gestaltet werden kann.
Aufbauend auf diesen Grundsätzen braucht es konkrete Maßnahmen, die
Transparenz und Verantwortung in der LSV nicht nur einfordern, sondern auch
sicherstellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Vertrauen nicht verloren
geht und die Arbeit der Mandatar:innen für alle Schüler:innen nachvollziehbar
bleibt.
- Wir fordern, dass jedes aktive Mitglied der LSV auf Anfrage von 5 oder
mehr Schüler:innen zu jedem Zeitpunkt Auskunft über seine:ihre LSV-
Arbeit in den letzten 30 Tagen zu geben hat. Dies passiert mit der
Erstellung eines Berichts, der öffentlich zugänglich sein soll, bei dem
die LSV-Arbeit der letzten 30 Tage dokumentiert wird. Ausgenommen sind
Mitglieder, die sowieso bereits proaktiv regelmäßig Berichte
veröffentlichen.
- Wir fordern, dass die Bildungsdirektion bei schweren Verstößen gegen die
Geschäftsordnung der LSV (z.B.: mutwilliges Ignorieren der
Transparenzrichtlinien), die Möglichkeit bekommt, gegenüber den
verantwortlichen Mandatar:innen Verwarnungen bis hin zu
Rücktrittsaufforderungen auszusprechen.
Um aber sicherzustellen, dass die Landesschüler:innenvertretung tatsächlich im
Sinne der Schüler:innen arbeitet, braucht es einen regelmäßigen und
strukturierten Austausch mit den Wiener Schüler:innen selbst. Entscheidungen
und Positionen dürfen nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern müssen sich
an den tatsächlichen Bedürfnissen und Erfahrungen der Schüler:innen
orientieren.
- Daher fordern wir, dass die LSV-Wien regelmäßig Feedback von den
Schüler:innen Wiens zur eigenen Arbeit einholt, um Entwicklungen zu
reflektieren, Missstände frühzeitig zu erkennen und ihre Arbeit laufend
zu verbessern. Die Auswertung des eingeholten Feedbacks soll im Anschluss
nach Vorbild der Tätigkeitsberichte transparent auf der LSV-Website
offengelegt werden.
Schule darf nicht nur Wissen vermitteln, sondern muss uns Schüler:innen auch
auf das echte Leben vorbereiten. Mündigkeit bedeutet, Verantwortung übernehmen
zu können, selbstständig zu denken und eigene Entscheidungen zu treffen. Eine
moderne Schule muss genau das fördern, denn nur so sind Schüler:innen wirklich
bereit fürs Leben.
- Wir fordern, dass die LSV Workshops zu Rhetorik und kritischem Denken für
die Schüler:innen Wiens anbietet. Damit sollen Mündigkeit und Reflektion
von alten Systemen gefördert werden.
- Zusätzlich soll die LSV Schüler:innenvertretungen helfen, diese
Workshops in ihrer Schule durchzuführen, um die Diskussionskultur und
politische Partizipation unter Jugendlichen zu fördern.
Viele Schüler:innenvertretungen scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern
daran, diese auch umzusetzen. Jahr für Jahr müssen Schüler:innenvertretungen
vieles neu erarbeiten, anstatt auf bestehendem Wissen aufzubauen und voneinander
zu profitieren. Um genau hier anzusetzen, braucht es mehr Austausch und konkrete
Unterstützung.
- Deshalb fordern wir eine zentrale Projektmappe der LSV, die auf
bestehenden Erfahrungen aufbaut und typische SV-Projekte einfach und
verständlich erklärt. So soll Schritt für Schritt aufgezeigt werden,
wie Ideen erfolgreich umgesetzt werden können.
- Gleichzeitig soll die LSV diese Projektmappe laufend weiterentwickeln.
Schüler:innenvertretungen sollen jederzeit die Möglichkeit haben, eigene
Ideen und Erfahrungen einzubringen, damit alle voneinander lernen können.
Schule prägt nicht nur Wissen, sondern auch Werte. Sie muss ein Ort sein, an
dem alle Schüler:innen gerechte Chancen bekommen, unabhängig von Geschlecht,
Religion, Sexualität oder sozialem Hintergrund. Doch echte Chancengerechtigkeit
ist noch lang nicht Realität. Umso wichtiger ist es, dass die
Landesschüler:innenvertretung hier nicht wegschaut, sondern aktiv dazu
beiträgt, Bewusstsein zu schaffen, Vorurteile abzubauen und Benachteiligungen
entgegenzuwirken. Denn Chancengerechtigkeit bedeutet mehr als Gleichbehandlung.
Sie bedeutet, dass alle die Möglichkeit haben, ihr Potenzial frei zu entfalten.
- Wir fordern, dass die LSV-Wien und die Bildungsdirektion für Wien Schulen
dabei unterstützen, Podiumsdiskussionen zu den Themen Feminismus und
Gleichberechtigung zu organisieren.
- Des Weiteren sollen die LSV-Wien und die Bildungsdirektion Schulen auch
dabei unterstützen, etwaige bereits bestehende Peer-Mediations-Programme
im Bereich Gleichberechtigung zu stärken.
Um echte Chancengerechtigkeit zu erreichen, braucht es aber auch Sicherheit im
Alltag. Gerade junge Schülerinnen sind immer wieder mit Situationen
konfrontiert, in denen sie sich unsicher fühlen oder Grenzen überschritten
werden. Selbstverteidigung ist daher ein zentrales Thema, denn es geht darum,
Schülerinnen zu stärken, ihnen Selbstvertrauen zu geben und Werkzeuge
bereitzustellen, um sich selbst schützen zu können. Genau hier kann und soll
die LSV ansetzen.
- Wir fordern, dass die LSV-Wien Kooperationen diesbezüglich eingehen und
eine Kampagne starten soll, um Schülerinnen einfache
Selbstverteidigungstechniken beizubringen.
- Zudem soll die LSV-Wien Schüler:innenvertretungen dabei unterstützen von
diesen Kooperationen zu profitieren, sodass Selbstverteidigungskurse an
Schulen stattfinden.
Auch im Schulalltag gibt es grundlegende Bedürfnisse, die oft übersehen
werden. Gerade das Thema Menstruation ist eines welches zu oft noch als Tabu-
Thema gesehen wird, dabei ist es aber Realität für die Hälfte unserer
Gesellschaft. Daher gehört auch hier mehr gemacht, denn es darf kein Hindernis
für den Schulbesuch oder die Teilhabe am Unterricht sein.
- Wir fordern, dass die LSV-Wien für Schüler:innenvertretungen, die diese
anfragen, unterstützen, Sponsorings zu organisieren, um gratis
Menstruationsartikel an so vielen Schulen wie möglich zur Verfügung zu
stellen
Bildung im Allgemeinen darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Insbesondere bei
Lernunterstützung wie Nachhilfe braucht es daher auch einfache und faire
Lösungen, damit alle Schüler:innen gerechte Chancen bekommen.
- Daher fordern wir, dass die LSV-Wien eine Nachhilfe-Börse aufbaut, bei
der Schüler:innen, die Nachhilfe brauchen und Schüler:innen, die
Nachhilfe geben schnell, einfach und ohne zusätzliche Kosten vernetzt
werden.
- Zudem soll hier darauf geachtet werden, dass Preise fair und leistbar
sind, um allen Schüler:innen, die nötige Unterstützung zu bieten.
Schule stellt viele Anforderungen, doch für viele Schüler:innen geht der Druck
längst über ein gesundes Maß hinaus. Stress, Leistungsdruck und persönliche
Belastungen sind für viele Teil des Alltags geworden.
Eine moderne Schule darf das nicht ignorieren. Sie muss ein Ort sein, der nicht
nur Leistung fordert, sondern auch Unterstützung bietet, hinschaut und ernst
nimmt, wenn es Schüler:innen nicht gut geht.
Denn echte Bildung kann nur dort stattfinden, wo auch das Wohlbefinden
mitgedacht wird und wo gemeinsam daran gearbeitet wird, dass Schule nicht
überfordert, sondern stärkt.
- Daher fordern wir, dass die LSV-Wien eine ideelle Unterstützung der
Mental-Health-Days eingeht, um ein Zeichen zu setzen, wie wichtig das
Thema Mentale Gesundheit ist und wie sehr es solche Projekte an Wiens
Schulen braucht.
- Zudem soll die LSV- Wien unterstützend agieren, wenn
Schüler:innenvertretungen um Hilfe bei der Organisation und Planung der
Mental-Health-Days ansuchen.
- Zusätzlich soll sich die LSV-Wien dafür einsetzen, dass die Kürzungen
beim Jugendcoaching wieder rückgängig gemacht werden und alle
Schüler:innen wieder von diesem Angebot profitieren können.
Für uns JUNOS Schüler:innen Wien ist klar: Schule steht an einem Wendepunkt.
Vieles läuft noch wie früher, doch genau das wird den Herausforderungen von
heute nicht mehr gerecht. Wenn wir Schule wirklich verbessern wollen, müssen
wir den Mut haben, neu zu denken und alte Strukturen zu hinterfragen.
Dabei geht es nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern darum, das Beste aus
dem zu machen, was möglich ist und Schule endlich so zu gestalten, wie sie sein
sollte: gerecht, modern und zukunftsfit.
Aber Veränderung passiert nicht von allein. Sie braucht Menschen, die
Verantwortung übernehmen, die sich einbringen und die gemeinsam an einem Ziel
arbeiten. Genau hier kommt deine Landesschüler:innenvertretung ins Spiel, sie
sollte unsere Stärke sein, aber dafür müssen wir zurück in die Zukunft.
Wir JUNOS Schüler:innen Wien treten an, um genau das zu erreichen: eine LSV-
Wien, die sich wirklich für deine Interessen einsetzt, eine LSV-Wien, die mehr
will, und eine LSV-Wien, die zusammenhält.
Die Landesschüler:innenvertretung Vorarlberg hat den Auftrag, die Interessen
aller Schüler:innen zu vertreten – nicht nur formal, sondern spürbar im
Schulalltag. Sie sollte ein Ort sein, an dem Anliegen gebündelt, Probleme
aufgezeigt und konkrete Verbesserungen angestoßen werden.
Doch genau diesem Anspruch wird sie derzeit nicht immer gerecht. Zu oft bleibt
ihr Potenzial ungenutzt, während nach außen hin wenig Wirkung entsteht. Statt
klarer Positionen und sichtbarer Ergebnisse dominiert häufig ein Auftreten, das
den tatsächlichen Herausforderungen im Schulalltag nicht gerecht wird.
Auch wenn viele Entscheidungen außerhalb der direkten Zuständigkeit der LSV
liegen, entbindet das nicht von ihrer Verantwortung. Im Gegenteil: Gerade dann
braucht es eine Vertretung, die Missstände klar anspricht, Druck aufbaut und
sich konsequent für Verbesserungen einsetzt. Die LSV muss dort aktiv werden, wo
sie Einfluss nehmen kann – bei Transparenz, Information, Mitbestimmung,
Chancengerechtigkeit und mentaler Gesundheit für Vorarlbergs Schüler:innen.
Schüler:innen verdienen eine Interessenvertretung, die ihre Anliegen ernst nimmt
und sich mit Nachdruck für ihre Lebensrealität einsetzt. Genau dafür treten wir
JUNOS Schüler:innen an: für eine LSV, die handelt, statt abzuwarten – denn es
geht um die Schüler:innen in Vorarlberg.
Demokratie lebt davon, dass möglichst viele Menschen eingebunden sind und
nachvollziehen können, wie Entscheidungen zustande kommen. Unser langfristiges
Ziel ist daher eine Direktwahl der LSV durch alle Schüler:innen ab der 9.
Schulstufe. Voraussetzung dafür ist jedoch eine offene und nachvollziehbare
Arbeitsweise.
Nur wer Einblick in Prozesse, Prioritäten und Entscheidungen hat, kann sich eine
fundierte Meinung bilden und sich aktiv beteiligen.
eine öffentlich einsehbare Projektübersicht auf der Website der LSV, die
geplante, laufende und abgeschlossene Vorhaben inklusive aktuellem
Fortschritt transparent darstellt
die halbjährliche Veröffentlichung von Rechenschafts- und
Tätigkeitsberichten aller LSV-Mitglieder. Diese sollen online zugänglich
sein sowie an Schulen weitergeleitet und dort sichtbar gemacht werden. Der
zweite Bericht muss spätestens zwei Wochen vor der LSV-Wahl veröffentlicht
werden
eine vollständige und regelmäßig aktualisierte Offenlegung aller Einnahmen
und Ausgaben der LSV auf ihrer Website
eine Kampagne zur gesetzlichen Verankerung des Schüler:innenparlaments
(SiP) im Vorarlberger Landtag, sodass behandelte Anträge verpflichtend im
zuständigen Bildungsausschuss diskutiert werden müssen
Eine Interessenvertretung kann nur dann wirksam sein, wenn sie auch tatsächlich
bei den Schüler:innen ankommt. Genau hier zeigt sich aktuell eine Schwäche: Die
Kommunikation der LSV erreicht vor allem jene, die bereits in der
Schülervertretung aktiv sind, während viele andere kaum angesprochen werden.
Das wollen wir ändern. Die LSV muss ihre Kommunikation breiter aufstellen und
gezielt auch jene Schüler:innen erreichen, die bisher wenig Berührungspunkte mit
ihr haben. Sie soll klar und verständlich vermitteln, wofür sie steht, was sie
tut und warum ihre Arbeit für alle Schüler:innen relevant ist.
eine landesweite Aufklärungskampagne „LSV on Tour“ über das
Schülervertretungssystem an allen Vorarlberger Schulen ab der 9.
Schulstufe, getragen von Vertreter:innen aller Fraktionen
Gerechte Chancen im Bildungssystem sind noch immer keine Selbstverständlichkeit.
Äußere Faktoren beeinflussen weiterhin, welche Möglichkeiten Schüler:innen
offenstehen – das darf nicht akzeptiert werden.
Ein konkretes Beispiel dafür ist der fehlende Zugang zu kostenlosen
Menstruationsprodukten an vielen Schulen. Für betroffene Schülerinnen bedeutet
das unnötige Hürden im Alltag, die vermeidbar wären.
Die LSV muss solche Ungleichheiten klar benennen und sich für konkrete Lösungen
einsetzen.
eine von der LSV initiierte Kooperation mit Unternehmen und/oder
öffentlichen Institutionen, um an allen Schulen kostenlose
Menstruationsartikel bereitzustellen
Die psychische Belastung von Schüler:innen ist hoch und wird dennoch oft
unterschätzt. Viele Betroffene fühlen sich allein gelassen, während bestehende
Unterstützungsangebote nicht ausreichend greifen.
Die LSV kann diese Probleme nicht alleine lösen, aber sie kann sie sichtbar
machen und Verbesserungen einfordern. Mentale Gesundheit muss im Schulalltag
endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdient.
eine landesweite Mental-Health-Kampagne zur Information, Sensibilisierung
und Unterstützung von Schüler:innen
eine engere Zusammenarbeit mit Schulleitungen, um konkrete Verbesserungen
im Schulalltag umzusetzen
eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Mental Health Days an
Vorarlberger Schulen
Die LSV hat das Potenzial, echte Veränderungen anzustoßen – wenn sie bereit ist,
Verantwortung zu übernehmen und klar Position zu beziehen. Genau dafür treten
wir JUNOS Schüler:innen an: für eine LSV Vorarlberg, die nicht nur verwaltet,
sondern gestaltet und sich konsequent für bessere Bedingungen an unseren Schulen
einsetzt.

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