| Veranstaltung: | XXII. Mitgliederversammlung der JUNOS Studierenden |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 10.2 Leitantrag des Bundesvorstands |
| Antragsteller*in: | Manuel Grubmüller, Kathrin Kaindl, Bjarne Kirchmair, Tobias Leitner, Michael Pucher, Marlene Hofer, Lorenzo Friedli, Stephen Slager |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 13.02.2026, 10:25 |
LA: Die leistungsstarken Hochschulen
Antragstext
Im aktuellen Grundsatzprogramm (beschlossen im Juli 2024) soll folgende Änderung
durchgeführt werden:
Änderung des gesamten Abschnittes von „Die Hochschulen mit kundenorientiertem
Ansatz“ bis einschließlich „Ein Bildungsmarkt würde außerdem zu stärkerer
Kooperation zwischen den Hochschulen einerseits und Hochschulen und anderen
Bildungseinrichtungen andererseits führen, was attraktivere Angebote für die
Studierenden bedeuten würde.“ zu:
Studierende stecken viel Zeit, Arbeit und Energie in ihr Studium.
Aber Leistung darf keine Einbahnstraße sein, sondern muss gegenseitig erfolgen.
Wenn Studierende bereit sind, verantwortungsbewusst auf ihr Studium
zuzugehen, sich für ihren Erfolg im Studium und damit für ihre eigene Zukunft zu
engagieren, dann muss ihnen ihre Hochschule im Gegenzug ein chancenreiches
Umfeld, Qualität und Verlässlichkeit bieten.
Leistungsstarke Hochschulen behandeln Studierende
als Kund:innen und Kolleg:innen und nicht als Bittsteller.Dafür
müssenHochschulen vom Staat unabhängiger werden. Denn nur eine unabhängige
Hochschule ist in der Lage, ihre Angelegenheiten wirtschaftlich wie
wissenschaftlich selbst zu managen. Die Strukturen einer Hochschule müssen so
beschaffen sein, dass demokratische Mitbestimmung und eine wirtschaftliche
Führung möglich sind.
Leistung entsteht nicht durch staatlich eingehegtes Nebeneinander,
sondern durch freies und produktives Miteinander. Ein System leistungsstarker
Hochschulen wird geschaffen, in dem Hochschulen zueinander im Wettbewerb stehen.
Denn nur durch möglichst freien Wettbewerb entstehen Leistungsanreize, wodurch
Qualität und beständige Innovation für die beste Studienqualität gesichert
werden. Ein Bildungsmarkt würde außerdem die Kooperation und Netzwerkbildung
fördern. Um die beste (Aus-)Bildung anbieten zu können, müssen Hochschulen sich
untereinander, mit anderen Bildungseinrichtungen sowie mit Unternehmen
vernetzen.
Unser langfristiges Ziel ist: Alle Hochschulen in Österreich müssen
leistungsstark werden. Sie müssen optimale Rahmenbedingungen für den
Studienalltag ermöglichen und eine internationale Vorreiterrolle im Bereich der
innovativen Lehre einnehmen. Das werden Hochschulen nicht allein durch
Einzelmaßnahmen, sondern vor allem durch Konzepte, die stetig neu und
individuell gedacht werden, um dem raschen technologischen Wandel und der
sektoralen Vielfalt gerecht zu werden.
Das Prinzip des gegenseitigen Leistungscommitments zwischen Hochschulen und
Studierenden formuliert unseren Anspruch, die Lehrqualität an Österreichs
Hochschulen nachhaltig auf dem höchsten Niveau sicherzustellen und dadurch die
Studien- und Zukunftschancen aller Studierenden zu stärken.

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