| Veranstaltung: | XXIII. Mitgliederversammlung der JUNOS Studierenden |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 17 Anträge |
| Antragsteller*in: | Tobias Leitner, Lorenzo Friedli, Manuel Grubmüller, Bjarne Kirchmair, Marlene Hofer, Eleonore Praßl |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 10.06.2026, 09:27 |
| Ersetzt: | DA1NEU3: Dringlicher Antrag: Hochschulen reformieren statt ruinieren – der liberale Weg zur Erneuerung des österreichischen Hochschulsystems |
DA1NEU4: Dringlicher Antrag: Hochschulen reformieren statt ruinieren – der liberale Weg zur Erneuerung des österreichischen Hochschulsystems
Antragstext
Hochschulen reformieren statt ruinieren – der
liberale Weg zur Erneuerung des österreichischen
Hochschulsystems
Österreichs Universitäten befinden sich aktuell in einer Lage großer
Unsicherheit, da Kürzungen in Milliardenhöhe drohen und aus dem, von der SPÖ
geführten, Wissenschaftsministerium Vertröstungen und Nebelgranaten anstatt
klarer Aussagen kommen. Es zeigt sich: Wer sich bei der Finanzierung des
Hochschulbereichs vollkommen auf den Staat verlässt, der wird von diesem
verlassen. Eher werden harte Kürzungen im Hochschulbereich vollzogen und von
heute auf morgen angekündigt, als dass grundlegende Reformen im Staatswesen
angegangen würden und Pensionisten, Parteien und der öffentliche
Privilegienstadl auch ihren solidarischen Beitrag leisten müssten.
Als Folge drohen nun eine schlechtere Studienqualität und längere Studienzeiten,
fatal für die Zukunftschancen junger Menschen und den Forschungsstandort
Österreich. Während von ganz Rechts ohnehin nur Ressentiments gegen alles
Akademische kommen, muss im linken politischen Spektrum wieder einmal die
Erbschaftssteuer herhalten, die gleichzeitig auch noch den Sozialstaat retten
und die Infrastruktur des Landes auf Vordermann bringen soll.
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner erteilt ergänzenden
Finanzierungsmodellen wie Studienbeiträgen eine klare Absage, somit ist es
völlig unklar, woher nun das notwenige Budget kommen soll.
Aber es existiert eine positive Alternative: Der liberale Weg zur Erneuerung des
österreichischen Hochschulsystems. Dieser schreit nicht nach immer mehr Geld vom
Staat, sondern setzt auf mutige und strukturelle Reformen, um die Hochschulen
leistungsstärker zu machen und damit bessere Rahmenbedingungen für Studierende
zu ermöglichen. Wie auch FORWIT (Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und
Technologieentwicklung) in einer unabhängigen Studie kürzlich noch einmal
deutlich gemacht hat, ist das österreichische Hochschulsystem im internationalen
Vergleich relativ teuer, bringt aber gleichzeitig nicht die zu erwartenden
Leistungen. Hier gilt es anzusetzen und nicht nur ein “weiter wie bisher” zu
fordern. Wir wollen Hochschulen im Sinne der Studierenden und des
Wissenschaftsstandortes Österreich reformieren und nicht wie die anderen
Fraktionen durch Zusehen ruinieren!
Wer in Österreich von Hochschulen spricht, kann sich nicht sicher sein, welcher
Hochschultyp sich angesprochen fühlt. Anstatt eines einheitlichen
Hochschulgesetzes besitzt Österreich gleich fünf unterschiedliche
Hochschulgesetze. Diese ergänzen sich nicht gegenseitig, sondern schaffen für
dieselben Herausforderungen fünf unterschiedliche Regelungen. Das geht zum
Nachteil der Studierenden, die anstatt leistungsstarker Hochschulen eine bunte
Mischung aus schwierig unterscheidbarem, aber doch unterschiedlichem Mittelmaß
bekommen.
Die fünf unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen führen zu fünf
unterschiedlichen Finanzierungsmechanismen und fünf unterschiedlichen
Steuerungsinstrumenten. Diese Uneinheitlichkeit ergibt einer starken Versäulung
und einer geringen Durchlässigkeit zwischen den Hochschulen. Am Ende leiden
darunter die Studierenden.
Gemeinsamer Rechtsrahmen statt unnötiger Fünffachstruktur: Wir fordern ein
Gesetz, dass die Rahmenbedingungen für alle fünf Hochschultypen
einheitlich festlegt und gleichzeitig Platz für die Differenzierung
zwischen den Typen lässt.
In Österreich gibt es aktuell neunzehn Privathochschulen.1 Viele davon werden in
Wirklichkeit aber nicht durch einen privaten Träger, sondern durch eine
Landesregierung finanziert. Das jüngste Beispiel ist der Plan des Landes
Burgendland, in Pinkafeld eine “private” medizinische Universität zu eröffnen.
Wie hoch die Anzahl an öffentlichen Mitteln ist, die in Privathochschulen
gesteckt werden, ist nicht öffentlich bekannt.2 In den Gesamtösterreichischen
Universitätsentwicklungsplan (GUEP) werden “Landeshochschulen” aufgrund ihres
privaten Deckmantels nicht miteinbezogen.
Einbeziehung von öffentlich finanzierten Privathochschulen in den GUEP:
Öffentliche Mittel müssen in ihrer Gesamtheit effizient eingesetzt werden,
anstatt für Prestigeprojekte einzelner Landeshauptleute.
Keine Neugründungen von “Landeshochschulen”: Das gesetzliche
Finanzierungsverbot von Privathochschulen soll auf die Bundesländer und
Gemeinden ausgeweitet werden.
Wissenschaftliche Karrierepfade verbreitern und vergleichbar machen
Die beste Lehre für Studierende gibt es nur, wenn die besten Köpfe an
österreichischen Hochschulen lehren. Das wird aktuell dadurch erschwert, dass es
aufgrund von Reformunwilligkeit an attraktiven Karrierealternativen im
Hochschulsystem mangelt.3 Österreich befindet sich aber im internationalen
Wettbewerb um Talente. Diesen einfach mit mehr Geld oder der Hoffnung, dass
Personen aus anderen Ländern abwandern, gewinnen zu wollen, ist keine
nachhaltige Lösung.
Einführung moderner und international vergleichbarer Personalstrukturen:
Die akademische Karriere muss attraktiv werden und eine Vielzahl an klaren
Entwicklungsmöglichkeiten abseits der Professur bieten (zum Beispiel
Lecturer oder Research Scientist). Wechsel von Lehrenden zwischen
Hochschultypen müssen erleichtert werden.
Studierende besser in der Leistungsmessung berücksichtigen: Weiters setzen
wir uns dafür ein, dass die Lehre, der Wissenstransfer und die Betreuung
von Studierenden noch mehr als bisher systematisch in die Leistungsmessung
des wissenschaftlichen Personals einfließt.
Kein Sparen beim wissenschaftlichen Nachwuchs: Ein finanzieller Kahlschlag
auf Kosten des wissenschaftlichen Nachwuchses bringt zwar kurzfristig Geld
ein, langfristig sind die negativen Konsequenzen für Lehre und Forschung
aber erheblich. Deshalb müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt
werden, um qualifizierten Nachwuchs heranbilden zu können und ihm
attraktive Arbeits- und Entwicklungsperspektiven zu bieten.
Qualität statt Quantität - Differenzierung statt
Einheitsbrei
Österreichs Hochschulsystem ist nicht zu klein, sondern zu unklar gesteuert.
Über Jahrzehnte wurde Hochschulpolitik zu oft als Standortpolitik betrieben:
neue Einrichtungen, neue Studienrichtungen, neue Zuständigkeiten, aber zu wenig
Mut, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Das Ergebnis ist ein System mit zu
wenig Profil, zu wenig Studienerfolg und zu vielen Doppelgleisigkeiten.
Klare Profile statt Hochschul-Einheitsbrei: Nicht jede Hochschule muss
alles anbieten. Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen
und private Hochschulen sollen ihre jeweiligen Stärken ausbauen und sich
klar voneinander unterscheiden. Studienangebote dürfen nicht aus
Prestigegründen, politischem Proporz oder regionalem Kirchturmdenken
entstehen, sondern dort, wo Qualität, Nachfrage und Ressourcen langfristig
gesichert sind.
Kleine Studiengänge gezielt konzentrieren: Kleine Fächer können
wissenschaftlich und gesellschaftlich wichtig sein. Das heißt aber nicht,
dass jedes kleine Fach an mehreren Standorten parallel angeboten werden
muss. Wenn wenige Studierende auf zu viele Standorte verteilt sind, leiden
Lehrangebot, Betreuung, Austausch und wissenschaftliche Sichtbarkeit.
Kleine Fächer sollen daher nicht verschwinden, sondern durch
österreichweite Koordination, gemeinsame Studienprogramme und gezielte
Standortkonzentration gestärkt werden.
Mindestkriterien für neue Studienrichtungen: Neue Studiengänge dürfen
nicht entstehen, nur weil ein Standort sein Angebot ausweiten will.
Voraussetzung müssen eine plausible Nachfrage, ausreichende
Betreuungskapazitäten, ein Qualitätskonzept und die Einbettung in ein
klares Hochschulprofil sein. Eine Mindeststudierendenzahl soll
grundsätzlich Voraussetzung sein. Ausnahmen für strategisch wichtige
kleine Fächer müssen nachvollziehbar begründet und österreichweit
abgestimmt werden.
Schwerpunktbildung statt Angebotspolitik: Hochschulen sollen ihr gesamtes
Angebot stärker an einem klaren Profil ausrichten. Internationale
Beispiele zeigen, wie das gelingen kann: Liberal-Arts-Colleges in New
England setzen auf breite Persönlichkeitsbildung und Interdisziplinarität,
die TU München verbindet technische Exzellenz mit Unternehmertum und
Innovation. Auch Österreichs Hochschulen brauchen unterscheidbare Stärken
statt des Anspruchs, überall alles gleichzeitig anzubieten.
Hochschulen sollen sich auf Lehre, Forschung und Betreuung konzentrieren können.
Dafür braucht es schlanke Strukturen statt teurer Doppelgleisigkeiten in
Verwaltung, IT, Beschaffung, Personalmanagement, Gebäudemanagement und zentralen
Services. Gerade innerhalb desselben Hochschultyps werden ähnliche Aufgaben oft
mehrfach erfüllt, obwohl gemeinsame Strukturen effizienter wären.
Verwaltungseinheiten zusammenlegen: Wir wollen es stärker ermöglichen,
dass Hochschulen ihre Verwaltungen zusammenlegen können. Dadurch soll die
Effizienz gesteigert und Kosten gespart werden.
Mehr Geld für Studierende statt Verwaltung: Die freiwerdenden Mittel
sollen direkt in bessere Lehre, mehr Betreuung, moderne Infrastruktur und
zusätzliche Studienplätze fließen. Ziel ist nicht weniger Qualität,
sondern weniger Bürokratie und mehr Leistung für Studierende.
Der Zugang zur Hochschulbildung ist in Österreich nach wie vor sozial selektiv
gestaltet. Die Einführung des “offenen Hochschulzugangs” an Universitäten war
eher eine ideologische Beruhigungspille, anstatt eine sozial gerechte Lösung.
Das unterstreichen Zahlen aus dem FH-Bereich, die trotz Aufnahmebedingungen
einen höheren Anteil von Studierenden aus nicht-akademischen Haushalten
aufweisen als Universitäten. Dazu trägt zusätzlich die vorherrschende
Unplanbarkeit eines Universitätsstudiums bei, die sowohl für die Universitäten
als auch für die Studierenden eine Belastung darstellt.
Chancengerechter Hochschulzugang statt falscher Offenheit
Die möglichen Lösungen gegen soziale Selektion im Hochschulsystem selbst sind
beschränkt, da ein Großteil bereits in den Schulen passiert. Symptombehandlungen
wie die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) auf Kosten der
Studieninhalte zu einer “ewigen Studienmesse” umzubauen, wie vom Vorsitz der ÖH
Bundesvertretung vorgeschlagen, lehnen wir ab. Einen echten Unterschied macht
aus unserer Sicht aber die Maturant:innen-Beratung der ÖH Bundesvertretung.
Flächendeckender Ausbau der Maturant:innen-Beratung:Maturant:innen sollen
bereits vor der Studienwahl unabhängig von ihrem Elternhaus wissen, wo ihr
bester Platz im österreichischen Hochschulsystem ist. Damit kann die
Anzahl an Studienabbrüchen und –Wechsel reduziert werden, die ansonsten
die Studiendauer verlängern und für Studierende zur finanziellen Belastung
werden.
An vielen Universitäten leiden mangels Verknüpfung von Zulassungen und
Ressourcenausstattung die Betreuungsverhältnisse. Eine niedrige Staff-to-Student
Ratio ist ein wichtiger Baustein leistungsstarker Hochschulen.
Einführung einer kapazitätsorientierten Steuerung an Universitäten: Wir
fordern eine Orientierung an den Fachhochschulen, die durch eine
kapazitätsorientierte Steuerung eine personalisierte und hochwertige Lehre
anbieten. Das ermöglicht Planungssicherheit und senkt die Abbruchquoten.
Das aktuelle Studienrecht wird der Lebensrealität vieler Studierender nicht mehr
gerecht. Die Studienlänge ist in vielen Studiengängen unklar, zum Nachteil der
Universitäten und der Studierenden. Gleichzeitig werden die Lebenswege der
Studierenden immer unterschiedlicher, weshalb ein “one-size-fits-all" Modell
keine Besserung verspricht.
Einführung flexibler und planbarer Studienmodelle: Es braucht die
Kompatibilität unterschiedlichster Lebenssituationen mit einem Studium.
Ein Vorbild bietet dabei das norwegische Modell.
Einführung einer kapazitätsorientierten Steuerung an Universitäten: Wir
fordern eine Orientierung an den Fachhochschulen, die durch eine
kapazitätsorientierte Steuerung eine personalisierte und hochwertige Lehre
anbieten. Das ermöglicht Planungssicherheit und senkt die Abbruchquoten.Faire Aufnahmeprüfungen: Wo Studienplätze begrenzt sind, braucht es
transparente und faire Auswahlverfahren. Aufnahmeprüfungen sollen jene
Bewerberinnen und Bewerber identifizieren, die die besten Voraussetzungen
für einen erfolgreichen Studienabschluss mitbringen. In der Praxis liegt
der Fokus jedoch häufig auf dem kurzfristigen Erlernen großer Stoffmengen,
während studienrelevante Kompetenzen und praktische Erfahrungen zu wenig
berücksichtigt werden. Aufnahmeverfahren sollten daher stärker auf jene
akademischen, praktischen und sozialen Fähigkeiten ausgerichtet werden,
die für das jeweilige Studium tatsächlich relevant sind. Ziel muss es
sein, die Eignung für ein Studium möglichst treffsicher zu erfassen und
nicht primär die Fähigkeit zum kurzfristigen Auswendiglernen zu bewerten.
So sollten etwa beim MedAT einschlägige Vorerfahrungen im Gesundheits- und
Pflegebereich, beispielsweise eine Ausbildung oder Tätigkeit im
Rettungsdienst, im Aufnahmeverfahren positiv berücksichtigt werden.
Flächendeckender Ausbau der Maturant:innen-Beratung:Maturant:innen sollen
bereits vor der Studienwahl unabhängig von ihrem Elternhaus wissen, wo ihr
bester Platz im österreichischen Hochschulsystem ist. Damit kann die
Anzahl an Studienabbrüchen und –Wechsel reduziert werden, die ansonsten
die Studiendauer verlängern und für Studierende zur finanziellen Belastung
werden. Die ÖH soll sich in diesen Belangen mit der
Bundeschüler:innenvertretung sowie den Landesschüler:innenvertretungen
absprechen, um auch Schüler:innenfeedback besser in die
Maturant:innenberatung einzubauen.
In Österreich herrscht eine vergleichsweise hohe Unverbindlichkeit im Studium
vor. Defizite bei den Rahmenbedingungen von Seiten der Hochschulen kombiniert
mit einem unterentwickelten Anreizsystem und einem laschen Umgang mit dem
Vollzeitstudium sorgen dafür, dass das Studium weniger konsequent verfolgt und
dass der Studienerfolg innerhalb der Regelstudienzeit unwahrscheinlicher wird.
Zudem übernehmen Studierende im aktuellen System aus spät einsetzenden und sehr
niedrigen Studiengebühren kaum Verantwortung bei der Finanzierung der
Hochschulen, deren Angebote sie auf Kosten der Allgemeinheit nutzen.
Reform der Studienbeihilfe: Die Studienbeihilfe muss in ihrer Höhe
aktuelle Lebensrealitäten widerspiegeln und ein Auskommen ermöglichen, um
eine Verlängerung der Studiendauer im Vollzeitstudium auf Grund von zu
zeitintensiver Erwerbsarbeit zu vermeiden. Gleichzeitig braucht es aber
eine starke Verknüpfung mit dem Studienerfolg, beispielsweise durch die
Einforderung einer (teilweisen) Rückerstattung bei ausbleibendem Abschluss
nach Regelstudienzeit. Ebenso braucht es zusätzliche optionale Angebote
staatlich garantierter Bildungsdarlehen mit günstigen Konditionen. Vorbild
hierfür bieten die Modelle in den Niederlanden und Luxemburg. Beide sind
stärker modular aufgebaut, bestehen aus einer Grundförderung sowie
optionalen Zuschüssen und Krediten.
Einführung nachgelagerter Studienbeiträge: Für eine nachhaltige und
gerechte Hochschulfinanzierung setzen wir uns weiterhin für die Einführung
von nachgelagerten Studienbeiträgen als Teil des 3-Säulen-Modells ein, wie
es bereits in unserer Programmatik verankert ist. Dieses Modell vereint
soziale Gerechtigkeit und Fairness auf die beste Weise. Zudem ermöglicht
es das Einfordern besserer Studienbedingungen von den Hochschulen im Sinne
des gegenseitigen Leistungscommitments zwischen Hochschulen und
Studierenden.
Transparenz finanzieller Belastungen garantieren: Die Kosten für die
nachgelagerten Studienbeiträge und mögliche Bildungsdarlehen müssen für
Studierende jederzeit transparent und nachvollziehbar einsehbar sein. So
werden sie nicht plötzlich damit konfrontiert, sondern können
selbstbestimmt und bewusst damit umgehen. Möglich wird dies durch die
Einrichtung einer Plattform, die diese Informationen, auf den jeweiligen
Studierenden angepasst, vermittelt.
Wer sich bei der Finanzierung des Hochschulbereichs vollkommen auf den Staat
verlässt, der wird von diesem verlassen. Deshalb braucht es eine breite
Hochschulfinanzierung, die neben staatlichen Geldern auch alternative
Finanzierungsmöglichkeiten zulässt und stärkt. Im Rahmen des 3-Säulen-Modells
sind dies nachgelagerte Studienbeiträge und Drittmittel.
Drittmittel attraktiveren: Bei Drittmitteln handelt es sich um Gelder aus
nicht-staatlichen Quellen, beispielsweise Spenden von Unternehmen, Alumni
oder Stiftungen. Im OECD-Vergleich hat Österreich in diesem Bereich großen
Aufholbedarf. Deshalb braucht es eine Attraktivierung dieser
Einnahmequelle durch den Abbau bürokratischer Hürden und steuerliche
Begünstigungen. Neben dem rein finanziellen Aspekt bieten Drittmittel für
Hochschulen auch Anreize zur Qualitätssteigerung, Spezialisierung und
Vernetzung.
Änderungsanträge
- DA1-282 (Philipp Gruber, Angenommen)

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