Änderungen von A8NEU zu LA NEU
| Ursprüngliche Version: | A8NEU |
|---|---|
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 16.07.2026, 14:20 |
| Neue Version: | LA NEU |
|---|---|
| Status: | Beschluss |
| Eingereicht: | 17.05.2026, 09:30 |
Titel
Antragstext
In Zeile 192:
Freie Fächerwahl bei HTL-Matura
Freie Fächerwahl bei HTL-Matura
Nach Zeile 207 einfügen:
Sinnvolle Unterrichtszeit statt starrer Supplierstunden
BMHS-Schüler:innen haben bereits ein immens hohes Stundenpensum. Dennoch wird derzeit fast jede entfallene Stunde suppliert – oft von Lehrpersonen, die die Klasse gar nicht kennen oder aus völlig anderen Fachbereichen kommen. Diese Stunden werden dann häufig nur abgesessen und bringen den Schüler:innen keinen echten Mehrwert. Eine Reduktion sinnloser Supplierstunden zugunsten von eigenverantwortlichem Lernen erhöht die Effizienz, reduziert unnötige Belastung und sorgt für eine deutlich bessere Nutzung der wertvollen Unterrichtszeit.
Wir fordern eine drastische Reduktion von Supplierstunden durch klassen- oder fachfremde Lehrpersonen, um die unnötige Belastung der Schüler:innen zu reduzieren.
Wir fordern klare Regelungen, wann Supplierstunden wirklich sinnvoll sind und wann Schüler:innen stattdessen eigenverantwortlich lernen oder entlastet werden dürfen.
Individuelle Wege: Die Diplomarbeit neu denken
Die Diplomarbeit bietet bereits heute gute Möglichkeiten für praxisnahe Projekte, etwa in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen. Dennoch ist das aktuelle Format insgesamt noch zu starr und lässt viel zu wenig Raum für unterschiedliche Stärken und Arbeitsweisen. Das Ziel muss eine Abschlussarbeit sein, die individuelle Stärken wesentlich besser widerspiegelt, unterschiedliche Talente gezielt fördert und die Vielfalt der Fähigkeiten an BMHS sichtbar macht. Dazu braucht es eine Erweiterung der Diplomarbeit um zusätzliche, flexible Modelle. Neben klassischen Projekten könnten in Zukunft beispielsweise die Entwicklung eines eigenen Start-up-Konzepts (inkl. Businessplan), die Erstellung eines technischen Produkts oder digitalen Tools (mit Fokus auf Umsetzung statt Theorie), die Durchführung einer Studie mit realem Nutzen oder die Kombination aus praktischer Arbeit und einem Pitch/Live-Demonstration ermöglicht werden.
- Wir fordern, dass das Bildungsministerium aktiv alternative Modelle zur bestehenden BMHS-Diplomarbeit entwickelt, diese wissenschaftlich evaluiert und in Pilotprojekten erprobt.
Von Zeile 312 bis 313 einfügen:
- Schüler:in möglich sein, vertraulich und unkompliziert einen Termin mit diesen Personen auszumachen. Zusätzlich sollten alle Schulpsychologen verpflichtend an den Schulen vorgestellt werden, zum Beispiel in Form eines Videos oder persönlichen Gesprächs.
Nach Zeile 648 einfügen:
Mündigkeit durch praxisnahen Unterricht
Um Schüler:innen zu mündigen, handlungsfähigen Persönlichkeiten auszubilden, fordern wir eine noch stärkere Ausrichtung des Unterrichts an der Arbeitswelt. Durch mehr Praxisnähe profitieren die Schüler:innen von einer besseren Vorbereitung auf den Beruf und einer stärkeren Zukunftsorientierung.
Wir fordern einen weitaus stärkeren Fokus auf Kooperationen mit Betrieben, beispielsweise durch gezielte Workshops, praxisnahe Projekte und tiefere Praxiseinblicke.
Wir fordern den vermehrten Einsatz von Projektarbeiten und alternativen Bewertungsmodellen anstatt rein klassischer Prüfungen, bei denen Schüler:innen ihr Wissen konkret anwenden müssen.
- Wir fordern die gezielte Förderung von Kursen mit anerkannten Zertifikaten, die den Schüler:innen in der Arbeitswelt echte Vorteile verschaffen.
Von Zeile 711 bis 713:
Anfragerecht für jedes SiP
Kontrolle in die Schüler:innenpolitik
Macht ohne Kontrolle führt zu Machtmissbrauch. In dieser Kontrolle spielenWährend wir dankbar für jede Person sind, die Schüler:innenparlamente eine Schlüsselrollesich ehrenamtlich engagiert, gilt dies nicht als Freibrief, sich nicht an die Regeln und die demokratische Grundstruktur die sich im Rahmen der Geschäftsordnungen ausgemacht wurden. Daher wollen wir die Einhaltungdieser fördern, sowie ein Anfragerecht an die überschulischen Vertretungen verankern.
Nach Zeile 715 einfügen:
- Wir fordern die Einrichtung eines von unabhängigen, mit der Materie der überschulischen Vertretungen vertrauten juristisch bewandten Experten, besetztes Gremium, welches bei groben Verstößen gegen die Geschäftsordnungen nach SchVG §36 Sanktionen gegen einzelne Mitglieder dieser Vertretungen aussprechen kann.
Nach Zeile 772 einfügen:
Starke ZLAs durch starke Inhalte!
Zentrallehranstalten zählen zu den spezialisiertesten und praxisnahesten Schulen Österreichs. Sie verbinden fachliche Exzellenz mit einer hochwertigen Allgemeinbildung und bereiten Schüler:innen gezielt auf Studium und Beruf vor. Damit ZLAs diesem Anspruch auch in Zukunft gerecht werden können, braucht es moderne Strukturen, mehr Freiheit für Schüler:innen und eine stärkere Einbindung der Schulgemeinschaft.
Wir JUNOS Schüler:innen wollen ZLAs, die Eigenverantwortung fördern, Leistung ermöglichen und Schüler:innen ernst nehmen. Mit diesem Programm zeigen wir, welche Vision wir für die Zukunft der Zentrallehranstalten haben.
Mehr Freiheit für Schüler:innen
Was an anderen Schulen kaum denkbar wäre, ist an vielen ZLAs Realität: Maturafächer werden nicht nach Interessen und Stärken der Schüler:innen gewählt, sondern per Zufallslos zugeteilt. Für uns ist klar: Wichtige Entscheidungen über die eigene Ausbildung dürfen nicht vom Zufall abhängen.
- Wir fordern daher, dass Maturafächer an ZLAs künftig frei von den Schüler:innen gewählt werden können.
Auch die Lehrbüros sehen wir als große Stärke der Zentrallehranstalten. Sie ermöglichen eigenverantwortliches Lernen und fördern selbstständiges Arbeiten – Fähigkeiten, die sowohl im Studium als auch im Berufsleben entscheidend sind.
- Deshalb setzen wir uns für mehr Lehrbüros und mehr Möglichkeiten zum selbstständigen Erarbeiten von Lehrinhalten ein.
Chancengerechtigkeit schaffen
Zentrallehranstalten bieten ebenso wie andere berufsbildende höhere Schulen eine fünfjährige Ausbildung mit Maturaabschluss. Trotzdem wird Absolvent:innen bislang kein Ingenieurstitel anerkannt. Diese Ungleichbehandlung halten wir für unfair.
- Wir fordern daher, dass Absolvent:innen einer fünfjährigen Zentrallehranstalt künftig ebenfalls die Möglichkeit auf Anerkennung des Ingenieurstitels erhalten.
Ressourcen besser nutzen
An vielen ZLAs stehen Klassenräume regelmäßig leer oder werden nur selten genutzt. Gleichzeitig fehlen oft Freiräume zum Lernen, Arbeiten oder für selbstständige Projekte. Wir sehen darin ungenutztes Potenzial.
- Wir setzen uns dafür ein, dass ungenutzte Unterrichtsräume wie alte Labore oder kaum verwendete EDV-Säle stärker als reguläre Klassenräume oder freie Arbeitsräume für Schüler:innen zur Verfügung gestellt werden.
Demokratische Strukturen stärken
Wie andere Schulformen verfügen auch Zentrallehranstalten über einen Schulgemeinschaftsausschuss (SGA). Gerade im Sinne eines möglichst autonomen Schulsystems sollte dieser eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Schulalltags spielen. In der Praxis werden Schulpartner:innen jedoch oft zu spät oder unzureichend in wichtige Entscheidungen eingebunden.
- Wir fordern daher, dass alle Schulpartner:innen im SGA – insbesondere auch die Schüler:innenvertretungen – von den Direktionen frühzeitig über geplante Änderungen informiert werden, um eine ernsthafte Diskussion und echte Mitbestimmung zu ermöglichen.
ZLAs haben das Potenzial, Orte zu sein, an denen Leistung, Freiheit und Mitbestimmung nicht im Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig stärken. Genau dafür wollen wir uns einsetzen: für Schulen, die nicht verwalten, sondern ermöglichen – und für eine Bildung, die Schüler:innen nicht nur belehrt, sondern sie auf das echte Leben vorbereitet!
Nach Zeile 1876 einfügen:
- Wir fordern, dass Workshops an Schulen immer nachbesprochen und evaluiert werden. Einerseits soll dieser Prozess dafür sorgen, dass die genannten Workshops qualitativ & inhaltlich verbessert werden, andererseits soll es aber auch möglich sein, in diesem Rahmen unangemessene Vorfälle/Inhalte zu melden, und diejenigen Workshops nach genauer Überprüfung möglicherweise einzustellen.
