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            <title>XIII. Mitgliederversammlung JUNOS Schüler:innen: Alles</title>
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                <title>XIII. Mitgliederversammlung JUNOS Schüler:innen: Alles</title>
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                        <title>A6: Plan von Wirtschaft statt Planwirtschaft</title>
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                        <author>Lorenz Horvath</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir JUNOS Schüler:innen glauben an die Kraft der Freiheit, und Freiheit beginnt im Kopf. Eine offene Gesellschaft lebt davon, dass ihre Bürger:innen wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur nachplappern, sondern verstehen. Wer versteht, wie Preise entstehen, warum Wohlstand wächst und welche Anreize Menschen tatsächlich bewegen, fällt nicht auf einfache Antworten herein. Wer es nicht versteht, wird zur leichten Beute für jede Bewegung, die heute Inflation, morgen Mietpreise und übermorgen ganze Wirtschaftsordnungen mit Parolen erklären will. Gerade in einer Zeit wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit, falscher Heilsversprechen und ideologisch aufgeladener Debatten brauchen wir eine ökonomische Bildung, die verständlich, faktenbasiert und ideologiefrei ist. Unser Ziel ist klar: Wirtschaft verstehen, nicht verzerren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit unserem Antrag „Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule&quot; haben wir bereits eine umfassende Position zur ökonomischen Bildung beschlossen. Wir fordern darin ein eigenständiges Fach „Wirtschafts- und Finanzbildung&quot; in der Sekundarstufe II, eine deutliche Stärkung der wirtschaftlichen Komponenten in der Unterstufe sowie eine breite inhaltliche Palette von Vertragsrecht über Anlagemöglichkeiten bis hin zu makroökonomischen Grundlagen. Besonders wichtig ist uns dabei der Anspruch, bei makroökonomischen Inhalten „einen neutralen Ansatz zu privilegieren&quot; und „heutige und vergangene Wirtschaftssysteme&quot; ausgewogen zu behandeln. Genau dieser Anspruch droht jedoch in der Praxis zu scheitern, solange die Bedingungen, unter denen er umgesetzt werden müsste, nicht ebenfalls geklärt sind. Mit dem vorliegenden Antrag wollen wir die dort formulierte Neutralität operationalisieren und an den drei strukturellen Hebeln ansetzen, die über die Qualität wirtschaftlicher Bildung tatsächlich entscheiden: dem Lehrplan, den Schulbüchern und den Lehrkräften.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Lehrpläne, die Verständnis vor Begriffsakrobatik stellen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer heute in einen durchschnittlichen Wirtschaftsunterricht hineinhört, erlebt zu oft folgendes Bild: Schüler:innen lernen Begriffe wie „BIP&quot;, „Magisches Viereck&quot; oder „Globalisierung&quot; auswendig, ohne je verstanden zu haben, was sich dahinter verbirgt oder warum es ihren Alltag prägt. Wirtschaft erscheint als technisches Spezialfach für eine kleine Gruppe von Eingeweihten und nicht als das, was sie tatsächlich ist: das Studium menschlichen Handelns unter Knappheit, mit dem jeder Mensch täglich konfrontiert ist, ob beim Einkaufen, beim Berufseinstieg oder bei der Frage, warum die eigene Miete steigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine gute Wirtschaftsbildung muss dort ansetzen, wo die Schüler:innen stehen. Sie muss erklären, warum ein Diamant mehr kostet als eine Flasche Wasser, und warum sich dieses Verhältnis schlagartig umkehrt, sobald man in der Wüste am Verdursten ist. Sie muss zeigen, wie aus Millionen einzelner Entscheidungen Preise entstehen, die niemand zentral festlegt und die dennoch erstaunlich verlässlich Knappheiten signalisieren. Solche Einsichten sind keine wirtschaftswissenschaftlichen Spitzfindigkeiten, sondern intellektuelles Grundwerkzeug.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt der inhaltliche Anspruch, den unser bestehender Antrag „Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule&quot; mit dem Stichwort „neutraler Ansatz&quot; formuliert. Damit dieser Anspruch nicht im Lehrplan untergeht, muss er konkretisiert werden. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit Wirtschaftsmodellen umfasst auch die kritische Behandlung der historischen und gegenwärtigen Realität von Kommunismus, Sozialismus und Planwirtschaft. Diese Systeme dürfen weder beschönigt noch ausgespart werden, und sie verdienen die gleiche analytische Strenge, die man in Schulbüchern zu Recht von der Behandlung der Marktwirtschaft erwartet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern daher:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Lehrpläne, die Grundverständnis vor Begriffsakrobatik stellen und sicherstellen, dass jede:r Schüler:in zentrale ökonomische Konzepte wie Knappheit, Opportunitätskosten, Preisbildung und Anreizwirkungen tatsächlich versteht, bevor abstrakte Kennzahlen wie das BIP oder das Magische Viereck behandelt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einen Unterricht, der ökonomische Prinzipien anhand greifbarer Beispiele aus dem Alltag der Schüler:innen vermittelt, statt sie als abstrakte Formeln einzuüben.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine objektive und faktenbasierte Behandlung von Wirtschaftsmodellen im Lehrplan, einschließlich einer kritischen Auseinandersetzung mit der historischen und gegenwärtigen Realität von Kommunismus, Sozialismus und Planwirtschaft anhand konkreter historischer Fallbeispiele.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulbücher mit verbindlicher Verpflichtung zu Ausgewogenheit </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Selbst der beste Lehrplan greift zu kurz, wenn die Schulbücher, in denen er konkret wird, von ideologischer Schlagseite geprägt sind. Genau das ist heute oft der Fall. Viele Schulbücher behandeln wirtschaftliche Systeme nicht objektiv, sondern moralisch: Der Kapitalismus erscheint als Synonym für Gier, Ausbeutung und Umweltzerstörung, während kommunistische Systeme oftmals beschönigt und viele ihrer Verbrechen und systematischen Probleme ganz beiseitegelassen werden. Dass die Marktwirtschaft historisch mehr Menschen aus der Armut geführt hat als jedes andere Wirtschaftssystem, kommt in dieser Erzählung schlicht nicht vor. Besonders deutlich wird die Schieflage in der Darstellung der industriellen Revolution: Sie wird häufig als düsteres Kapitel der Ausbeutung erzählt, obwohl sie zugleich Millionen Menschen aus jahrhundertealter Armut geführt, breite Bildung überhaupt erst ermöglicht und die Grundlage für unseren heutigen Sozialstaat geschaffen hat. Diese Ambivalenz gehört in den Unterricht, nicht ihre einseitige Auflösung zugunsten einer moralisierenden Erzählung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist nicht so, dass Österreich kein Verfahren zur Qualitätssicherung von Schulbüchern hätte. Im Gegenteil: Bevor ein Schulbuch im Rahmen der Schulbuchaktion bestellt werden kann, muss es nach §§ 14 und 15 des Schulunterrichtsgesetzes ein Approbationsverfahren durchlaufen. Gutachterkommissionen aus Lehrer:innen, Schulleitungen und Hochschullehrenden prüfen Lehrplankonformität, fachliche Korrektheit und didaktische Eignung. Das Problem liegt nicht im Fehlen eines Verfahrens, sondern in seiner mangelnden Transparenz und in fehlenden expliziten Kriterien für ideologische Ausgewogenheit. Die Namen und Funktionen der Kommissionsmitglieder werden nicht systematisch öffentlich gemacht, eine externe Evaluierung der Kommissionsarbeit existiert nicht, und der Beutelsbacher Konsens, also Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Schülerorientierung, ist zwar laut Ministerium Maßstab, aber nicht als verbindliches Approbationskriterium verankert. Dass tendenziöse Inhalte regelmäßig durch das Verfahren rutschen, ist die logische Folge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern daher:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die explizite Verankerung des Beutelsbacher Konsenses (Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Schülerorientierung) als verbindliches Approbationskriterium für alle Schulbücher mit wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Inhalten. Schulbücher, die diese Kriterien nicht erfüllen, dürfen keine Eignungserklärung erhalten und nicht in die Schulbuchliste aufgenommen werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Volle Transparenz im Approbationsverfahren: Die Namen, Funktionen und fachlichen Hintergründe der Mitglieder der Gutachterkommissionen sollen öffentlich einsehbar sein, ebenso wie die anonymisierten Gutachten zu approbierten Werken. Wer entscheidet, was Millionen Schüler:innen lernen, darf nicht im Verborgenen agieren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine regelmäßige externe Evaluierung der Gutachterkommissionen sowie eine pluralistisch zusammengesetzte Kommission im Bereich Wirtschaft, in der unterschiedliche ökonomische Schulen und wirtschaftspolitische Perspektiven angemessen vertreten sind.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Lehrkräfte, die Wissen vermitteln statt Meinung verbreiten </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch der beste Lehrplan und das ausgewogenste Schulbuch nützen wenig, wenn die Lehrkraft im Klassenzimmer ihre eigene politische Position als objektive Wahrheit präsentiert. Sätze wie „Neoliberalismus tötet&quot;, „Der freie Markt ist eine Diktatur des Kapitals&quot; oder „Kapitalismus basiert auf Ausbeutung&quot; gehören vielerorts zum festen Repertoire, und sie verletzen die Verpflichtung zu fairer und ausgewogener Bildung in einer Weise, die in keinem anderen Schulfach geduldet werden würde. Niemand würde akzeptieren, dass Geschichte oder Biologie ähnlich tendenziös unterrichtet werden. Beim Wirtschaftsunterricht hingegen wird die Vermischung von Lehrauftrag und politischer Überzeugung erstaunlich oft als legitim hingenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ist nicht zwangsläufig böser Wille der Lehrenden. Die wenigsten Lehrkräfte, die heute wirtschaftliche Inhalte unterrichten, haben eine fachlich fundierte ökonomische Ausbildung, die verschiedene Schulen ökonomischen Denkens gleichermaßen abdeckt. Wer im Studium nur einen Strang der Wirtschaftswissenschaften kennengelernt hat, wird im Unterricht naturgemäß diesen einen Strang vermitteln. Hier braucht es eine systematische fachdidaktische Nachqualifizierung mit klarem Fokus auf Pluralität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern daher:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende fachdidaktische Fortbildungen für alle Lehrkräfte, die wirtschaftliche Inhalte unterrichten, mit klarem Bekenntnis zu Pluralität ökonomischer Schulen und einer sauberen Trennung zwischen Wissensvermittlung und persönlicher politischer Position.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Verankerung des Beutelsbacher Konsenses auch in den fachdidaktischen Curricula der Lehramtsausbildung an den Pädagogischen Hochschulen und Universitäten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die klare Trennung von Bildung und politischer Agitation als Grundprinzip des Wirtschaftsunterrichts. Schulen sind Orte des Denkens, nicht des Denken-Vorgebens.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Markt statt Marx</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt junge Menschen in der Illusion zu belassen, mehr Staat bringe mehr Wohlstand, sollten wir ihnen zeigen, wie freiheitliche Märkte Prosperität erzeugen und sichern. Das heißt nicht, die Marktwirtschaft kritiklos zu feiern. Im Gegenteil: Wer Märkte versteht, kennt auch ihre Grenzen, ihre Versagensfälle und die rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen, die sie überhaupt erst funktionsfähig machen. Genau dieses differenzierte Verständnis fehlt heute, und genau dieses Verständnis wollen wir fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine liberale Bildungsoffensive bedeutet nicht, eine Ideologie durch eine andere zu ersetzen. Sie bedeutet, Schüler:innen die Werkzeuge in die Hand zu geben, mit denen sie selbst urteilen können: über den Markt, über staatliche Eingriffe, über jede neue politische Idee, die ihnen begegnen wird. Das ist anspruchsvoller als jede Indoktrination, aber es ist die einzige Form von Bildung, die einer freien Gesellschaft würdig ist. Genau das meint der in „Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule&quot; formulierte Anspruch auf Neutralität, und genau das wollen wir mit den hier vorgeschlagenen Hebeln an Lehrplan, Schulbüchern und Lehrkräften praktisch durchsetzbar machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schule darf kein Ort der Indoktrination sein. Wirtschaftliche Bildung muss Schüler:innen befähigen, statt sie zu beeinflussen. Wir fordern eine klare Abkehr von linker Dogmatik im Klassenzimmer und den Mut zu einer faktenbasierten, liberalen Bildungsoffensive.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 18:35:35 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA: Aufbruch in eine neue Ära  – Für ein starkes Vertretungssystem</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Aufbruch_in_eine_neue_Aera__Fuer_ein_starkes_Vertretungssystem-23875</link>
                        <author>Bundesvorstand, AG Schüler:innenvertretungssystem</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Schüler:innen in Österreich haben das Glück, ein weltweit einzigartiges Vertretungssystem fest in der Schulpartnerschaft verankert zu haben. Ein System, das uns ermöglicht unsere Stimme bei den politischen Entscheidungsträger:innen zu erheben und bei Entscheidungen über uns mitzudiskutieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundlage für dieses Schüler:innenvertretungssystem ist das Schülervertretungengesetz. Auch wenn darin viele gute Ansätze zu finden sind, so ist doch vor allem die praktische Ausführung dieses Gesetzes mehr als nur mangelhaft. Dieses Gesetz muss grundlegend überarbeitet werden. Mit diesem Antrag wollen wir die Grundlage für ein neues, besseres Schülervertretungengesetz liefern. Wir wollen eine Vertretung, die wirklich ernst genommen wird, alle 1,2 Millionen Schüler:innen vertritt, für Politik begeistert und nicht nur ein System der Freundeskreise und Skandale ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Kompetenzen dorthin, wo sie uns weiterbringen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Derzeit lebt die österreichische Schüler:innenpolitik insbesondere von Forderungen der verschiedenen Landesschüler:innenvertretungen. Diese werden bei Schüler:innenparlamenten oder innerhalb interner Gremien ausgearbeitet. Doch anschließend passiert damit oft nichts weiter, außer diese Forderungen an die eigene Vertretungsblase zu übermitteln oder diese an Landespolitiker:innen weiterzugeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch genau hier sehen wir das Problem, weshalb die meisten dieser Forderungen in der Praxis kaum Gehör finden. Selbst wenn Landespolitiker:innen diese Forderungen ernst nehmen, so sind sie schlichtweg nicht zuständig für diese Forderungen und Veränderungen im Bildungssystem. Bildungspolitik ist Bundesgesetzgebung, daher müssen Forderungen und Beschlüsse auch auf Bundesebene getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Bundesschüler:innenvertretung soll für die Vertretung der Schüler:innen in Fragen der bundesweiten Bildungsgesetzgebung zuständig sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig liefern die Landesschüler:innenvertretungen aber natürlich auch Mehrwert für Schüler:innen und Schüler:innenvertreter:innen. Sie organisieren Veranstaltungen, Weiterbildungen und politische Austauschformate wie die Schüler:innenparlamente, und beleben somit die Schüler:innenpolitik. Genau diesen Auftrag als Ansprech- und Servicestelle wollen wir auch gesetzlich stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Landesschüler:innenvertretungen und Zentrallehranstaltenschüler:innenvertretungen sollen zu Servicestellen für Schüler:innen und Schüler:innenvertreter:innen neu ausgerichtet werden. Ihnen obliegt die Kommunikation von alltäglichen Schüler:innenanliegen an die Bildungsdirektionen bzw. im Fall der Zentrallehranstaltenschüler:innenvertretungen das Bildungsministerium, sowie die Vernetzung und Weiterbildung von Schüler:innenvertreter:innen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Des Weiteren ist die Landesschüler:innenvertretung für die landesweite Aufklärungsarbeit über das überschulische Vertretungssystem verantwortlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Schüler:innenparlamente der Zukunft</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schüler:innenparlamente sind der zentrale Austauschpunkt zwischen den Landesschüler:innenvertretungen und den einzelnen Schulen. Hier kommen gesammelt alle schüler:innenpolitischen Stakeholder zusammen, um die Anliegen von Schüler:innen zu diskutieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch gleichzeitig haben Schüler:innenparlamente auch einige Probleme: Viel zu oft wiederholen sich dieselben behandelten Themen aus vorhergehenden Iterationen der Parlamente, es ist de facto unmöglich die meisten Schüler:innenparlamente nachzuverfolgen und der tatsächliche Output lässt zu wünschen übrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Schüler:innenparlamente in ihrer Rolle als Verbindung zwischen Schüler:innenanliegen und den relevanten bildungspolitischen Anlaufstellen stärken. Aufgrund der Neuausrichtung der Landesschüler:innenvertretungen soll auch der Fokus bei Schüler:innenparlamenten viel mehr auf den alltäglichen Anliegen der Schüler:innen, vertreten durch ihre Schulsprecher:innen, liegen, welche tatsächlich auf Landesebene gelöst werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schüler:innenparlamente sollen als Austauschformat zwischen Schüler:innenvertreter:innen und den LSVen dienen. Schüler:innenvertreter:innen sind bei SiPs stimm- und redeberechtigt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schüler:innen bleiben redeberechtigt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die bundesweite Abschaffung des First-Come-First-Served-Prinzips bei der Antragseinreichung zugunsten einer Abstimmung über die Reihenfolge der eingereichten Anträge.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beschlüsse aller Schüler:innenparlamente sollen transparent in voller Länge veröffentlicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Eine demokratische LSV statt leerer Versprechen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit Tag eins unserer Gründung fordern wir JUNOS Schüler:innen die Direktwahl der Landesschüler:innenvertretungen durch alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Das tun wir nicht ohne Grund, denn wir sehen jeden Tag: Den Landesschüler:innenvertretungen fehlt es aktuell an demokratischer Legitimation, und damit einher geht die fehlende Umsetzungskraft dieses Gremiums. Wenn politische Entscheidungsträger:innen die Landesschüler:innenvertretungen ernst nehmen sollen, dann müssen diese auch tatsächlich mit der Stimme von allen Schüler:innen sprechen und nicht nur mit der der Schulsprecher:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich zur Demokratisierung des aktiven Wahlrechts wollen wir dies auch für das passive Wahlrecht. Dadurch wollen wir einerseits dem hierarchischen Aufbau des Schüler:innenvertretungssystems entgegenwirken, andererseits Doppel- und Dreifachbelastungen reduzieren, um die bestmögliche Arbeit der gewählten Mandatar:innen zu garantieren. Klar ist aber auch: Wer zum Teil Hunderttausende vertreten will, muss diese Kandidatur ernsthaft angehen und daher gewisse Voraussetzungen erfüllen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahl der Landesschüler:innenvertretungen sowie der Zentrallehranstaltenschüler:innenvertretung durch alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe des jeweiligen Bundeslandes bzw. der Zentrallehranstalten. Alle aktiv Wahlberechtigten sind auch passiv wahlberechtigt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Diese Wahl soll eine Listenwahl sein. Wählbar sind alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe des jeweiligen Bundeslandes. Eine wahlwerbende Liste muss mindestens die Hälfte der zu vergebenden Mandate mit Kandidat:innen besetzen, wobei jede Person nur auf einer Liste kandidieren kann. Zusätzlich benötigt die Liste mindestens 1/10 der Unterstützungserklärungen, die von zum Nationalrat kandidierenden Listen auf Landesebene benötigt werden. Gesammelte Unterstützungserklärungen können bei den Bildungsdirektionen oder dem Bildungsministerium eingereicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Vorsitz der Landesschüler:innenvertretung bzw. der Zentrallehranstaltenschüler:innenvertretung wird von den Mitgliedern der jeweiligen Vertretung aus deren eigenen Reihen gewählt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Listenplätze können über Vorzugsstimmen vergeben werden. Jede:r Wähler:in kann dabei eine Vorzugsstimme vergeben. Kandidat:innen, welche mindestens 1% des Listenergebnisses als Vorzugsstimmenergebnis erzielen, werden dabei nach vorne gereiht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahl soll digital stattfinden, um Fairness zwischen den Schultypen zu gewährleisten und die Abwicklung zu vereinfachen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Mandatszahl der Landesschüler:innenvertretungen soll gesetzlich festgelegt werden. Sie soll zwischen 12 und 30 Mandaten pro Bundesland liegen und proportional zur Schüler:innenzahl verteilt sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Ein starkes ÖSiP für eine laute Stimme</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ÖSiP ist in der Theorie die wichtigste Instanz der österreichischen Schüler:innenpolitik, doch leider hat es massive strukturelle Mängel. Wir finden: Das ÖSiP kann mehr leisten als bloße Selbstinszenierung der Mandatare. Wir wollen das ÖSiP zur zentralen Plattform der bildungspolitischen Forderungen der Schüler:innen machen, demokratisch legitimiert und mit echter Macht ausgestattet. Wir wollen das ÖSiP zu unserem echten Parlament machen, das niemand ignorieren kann und strukturell öfter zusammenkommt als derzeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahl des Österreichischen Schüler:innenparlaments durch alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Die Mandatszahl liegt bei 163.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Diese Wahl soll eine Listenwahl sein. Wählbar sind alle Schüler:innen ab der 9. Schulstufe. Eine wahlwerbende Liste muss aus mindestens 10 passiv wahlberechtigten Personen bestehen, wobei jede Person nur auf einer Liste kandidieren kann. Zusätzlich benötigt die Liste mindestens 1/10 der Unterstützungserklärungen, die von zum Nationalrat kandidierenden Listen auf Bundesebene benötigt werden. Gesammelte Unterstützungserklärungen können bei den Bildungsdirektionen oder dem Bildungsministerium eingereicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Listenplätze können über Vorzugsstimmen vergeben werden. Jede:r Wähler:in kann dabei eine Vorzugsstimme vergeben. Kandidat:innen, welche mindestens 1% des Listenergebnisses als Vorzugsstimmenergebnis erzielen, werden dabei nach vorne gereiht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahl soll digital stattfinden, um Fairness zwischen den Schultypen zu gewährleisten und die Abwicklung zu vereinfachen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahl findet jährlich statt, wobei jedes Jahr die Hälfte des ÖSiPs gewählt wird. Die Mandatsdauer im ÖSiP wird auf 2 Jahre verlängert. Der Abschluss der Schule ist dabei irrelevant.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das ÖSiP muss mindestens einmal pro Semester tagen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Eine BSV mit Rückgrat</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesschüler:innenvertretung ist die direkte Ansprechperson in Vertretungsfragen für das Bildungsministerium. Doch obwohl die BSV aktuell auch kritisch gegenüber dem Bildungsministerium auftreten sollte, ist sie rechtlich so organisiert, dass diese eigentlich an das Ministerium gebunden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer eine starke Vertretung haben möchte, muss eine rechtlich ungebundene, unabhängige Vertretung haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die BSV kann ihre Geschäfte an einen beliebigen Verein delegieren. Dieser Verein muss über einen langfristig vereinbarten Finanzrahmen vom Bildungsministerium finanziert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die BSV wird vom ÖSiP gewählt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die BSV setzt sich zusammen aus einem:r Vorsitzenden, welche:r anschließend eine Anzahl an weiteren BSV-Referaten vorschlägt, wofür Mandatar:innen des ÖSiPs kandidieren können. Alle Mitglieder der BSV müssen Mandatar:innen des ÖSiPs sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für die BSV sind verpflichtend die Referate für AHS, BMHS und BS zu wählen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die BSV ist in ihrer Arbeit an die Beschlüsse des ÖSiPs gebunden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zusätzlich gibt es in jedem ÖSiP die Möglichkeit, die BSV abzuwählen und neu zu wählen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Superwahl statt zehrendem Dauer-Wahlkampf</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sinn und Zweck eines Vertretungssystems sollte es sein, die zu Vertretenden bestmöglich zu repräsentieren. Doch aktuell geht die Vertretungsarbeit oft im Dauer-Wahlkampf unter, weil alle Wahlen zeitlich ungünstig über das gesamte Jahr verteilt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Wahlen für die Schüler:innenvertretungen auf allen Ebenen sollen gesammelt in der Woche vor den Herbstferien stattfinden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Für eine Vertretung, die wirklich zählt</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem Antrag legen wir die Grundlage für ein Schüler:innenvertretungsgesetz, das seinen Namen auch verdient: demokratisch legitimiert auf jeder Ebene, klar in seinen Zuständigkeiten und endlich mit echter Durchsetzungskraft ausgestattet. Wir wollen keine Vertretung, die nur verwaltet, sondern eine, die gestaltet – von der Klasse bis ins Bildungsministerium.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Reform kommt nicht von selbst. Sie braucht eine breite, laute Mehrheit, die bereit ist, dafür einzustehen. Lasst uns daher gemeinsam die Grundlage für ein neues Schülervertretungsgesetz schaffen, das der Stimme von 1,2 Millionen Schüler:innen tatsächlich Gewicht verleiht.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 18:24:36 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5:  Wo woar mei Leistung? - Matura endlich aufwerten!</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/_Wo_woar_mei_Leistung_-_Matura_endlich_aufwerten-19510</link>
                        <author>Lorenz Horvath</author>
                        <guid>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/_Wo_woar_mei_Leistung_-_Matura_endlich_aufwerten-19510</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während der COVID19-Pandemie gab es vermehrt Diskussionen über die Matura und ihre heutige Bedeutung im Schulsystem. Durch die vielen von der Bundesregierung erlassenen Erleichterungen wurde die Qualität der Matura und damit einhergehend auch der Wert ebendieser enorm verwässert und gesenkt. Dies ist eine fatale Entwicklung, wenn man sich vor Auge führt, dass der Zweck der Matura die Feststellung der Reife für den Beginn eines Hochschulstudiums sein soll und sie diesem, wie man an der steigenden Zahl an Aufnahmetests, selbst an heimischen Universitäten, unschwer erkennen kann, einfach nicht mehr richtig nachkommt. Als Maturant:in merkt man oft selbst, dass das Niveau der Matura als Abschluss der Schulkarriere kaum eine Herausforderung darstellt und fragt sich so zu recht: &quot;Wo woar mei Leistung?&quot;.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies muss sich ändern. Es muss sich ändern, da eine Matura, die für keine Bewerbung an einer guten Uni reicht, die kein Arbeitgeber wertschätzt und die keine lernerische Herausforderung darstellt schlichtweg keine Daseinsberechtigung hat. Da könnten wir sie einfach abschaffen - und es würde sich rein gar nichts ändern. Aber das ist nicht unsere Vision. Das ist nicht unser Anspruch. Erst recht nicht an ein Bildungssystem, welches Leistung fordern und fördern soll, wie wir Liberale es uns immer wieder auf die Fahne schreiben. Nein, uns JUNOS Schüler:innen schwebt etwas komplett anderes vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Matura muss schwerer werden. Sie muss wieder zu einer echten Herausforderung werden. Nur so können wir österreichischen Schüler:innen einen leichteren Bewerbungsprozess bei Universitäten und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit am Arbeitsmarkt - sowohl im In-, als auch im Ausland - ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern, dass die Matura wieder eine Reifeprüfung wird, deren Niveau international wettbewerbsfähig ist.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber eine Steigerung des Niveaus ist nur möglich, wenn wir tatsächlich gerechte Chancen für alle Schüler:innen in Österreich schaffen. Es ist absolut unverständlich, warum manche Schüler:innen ihre Mathematura auf einem primitiven Taschenrechner mit Zettel und Papier bestreiten müssen, während andere moderne Computerprogramme wie Mathcad oder GeoGebra verwenden dürfen, welche Ableitungen, grafische Darstellungen oder Gleichungssysteme innerhalb von Millisekunden lösen können. In Zukunft sollen alle Schüler:innen Zugang zu allen zugelassenen Hilfsmitteln bekommen und sich selbst entscheiden können, welche sie verwenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern, dass allen Schüler:innen alle zugelassenen Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden und diese sich selbst entscheiden können, welche sie verwenden möchten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weiteres muss die Bewertung der Maturen reformiert werden. Während die meisten Lehrkräfte kompetent und ehrlich benoten, gibt es immer wieder Fälle, in denen die eigenen Schüler:innen besser oder schlechter benotet werden als gerechtfertigt wäre. Das muss sich ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern daher, dass alle Maturen von schulfremden Lehrkräften korrigiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein höheres Maturaniveau allein wird die jetzigen Probleme der internationalen Rekognition jedoch nicht lösen. Hier braucht es einen konzentrierte, diplomatische Anstrengungen von seiten der Bundesregierung, um bilaterale Abkommen mit anderen Staaten abzuschließen. Gerade die BMHS-Matura wird vielerorts nicht anerkannt, so auch in der Schweiz, welche mit der ETH und der HSG, aber auch einer Vielzahl anderer hochqualitativen Universitäten, bestimmte BMHS-Absolventen entweder pauschal ausschließt, oder ein Studium nur durch irrational strenge Auflagen ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern, dass die Bundesregierung durch bilaterale Abkommen die internationale Anerkennung der Matura (insbesondere der BMHS-Matura) ausweitet.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 15:17:24 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Schulen stärken. Partnerschaft mit der Privatwirtschaft</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Schulen_staerken__Partnerschaft_mit_der_Privatwirtschaft-39407</link>
                        <author>Elijah Lambourne</author>
                        <guid>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Schulen_staerken__Partnerschaft_mit_der_Privatwirtschaft-39407</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinweis: Dieser Antrag zielt darauf ab, näher (wenn auch oberflächlich) auf die Werbe-/Sponsoringverträge, wie im Antrag „Zukunftsfitte Schulen durch eine zukunftsfitte Ausfinanzierung“ unter dem Punkt „Drittmittel“ beschrieben, einzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deren eigene Grundpfeiler oftmals selbst marode sind. Denn Schulen sind chronisch unterfinanziert und das, obwohl der Staat knapp 3 % des BIP für Sekundarschulen ausgibt. Leider wird für diesen Bereich in absehbarer Zukunft kaum Geld hinzukommen. Aufgrund dieser Tatsache sehen wir JUNOS Schüler:innen es als notwendig, unsere Schulen durch Außenfinanzierung zu unterstützen. Unser Schulsystem kann nämlich nicht auf ein unwahrscheinliches Budget-Hoch warten.<br>
Besonders wenn es um grundsätzliche Bedürfnisse wie eine funktionierende Infrastruktur oder nutzbare Toiletten &amp; Heizungen geht, kann es kein Warten geben. Dabei gäbe es in vielen Fällen die perfekte Außenfinanzierung: private Unternehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Meist ist es im Interesse privater Unternehmen, möglichst früh Schüler:innen zu erreichen, um zukünftige Arbeitskräfte und Kunden zu gewinnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dementsprechend fordern wir grundsätzlich, dass:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulen sich gegenüber Sponsoring von privaten Unternehmen offen positionieren und diese zunehmend forcieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der Möglichkeiten wird es Schulen erschwert, via Werbeverträge oder ähnlichen Kooperationen an Außenfinanzierung durch private Unternehmen zu kommen.<br>
Beispielsweise ist es der Schulleitung untersagt, Werbeverträge abzuschließen. Dieses Recht entfällt dem Schulerhalter (Land, Bund, Bezirk, …) (Quelle für OÖ: [1]), und das obwohl der „Bund“ die Freiheit zur Ermächtigung der Schulleitungen bereits 2013 an die erste Instanz (Landesschulräte) vergeben hat [2].<br>
Dementsprechend fordern wir JUNOS Schüler:innen, dass:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Kompetenz zur Abschließung von Werbeverträgen der Schulleitung verliehen wird. Das Schulforum/SGA sollte dabei weiterhin eine beratende Rolle spielen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sollte man es trotzdem geschafft haben, als Schulleiter:innen einen Sponsoring-/Werbevertrag abgeschlossen zu haben, darf man das Geld nicht einfach ausgeben. Stattdessen sieht das Bundesministerium eine Überweisung sämtlicher Entgelte auf das PSK-Bundeskonto vor. Diese Entgelte dürfen dann nur im Rahmen der „zweckgebundenen Gebarung“ ausgegeben werden. Deshalb fordern wir JUNOS Schüler:innen, dass:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>aus Werbe-/Sponsoringverträgen entsprungene Entgelte, ohne Zweckbindung, direkt von der jeweiligen Schule ausgegeben werden dürfen. Dabei ist jedoch trotzdem Rechenschaft zu führen, um einen Missbrauch der Mittel zu vermeiden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Abschließend ist noch zu erwähnen, dass wir ebenfalls schützende Aspekte der Gesetzgebung für sinnvoll halten. Beispielsweise sollten Sponsoring-/Werbeverträge nicht in den Bildungsauftrag der Schulen eingreifen. Darüber hinaus sollten Werbungen/Sponsorings nur durch altersgemäße Unternehmen erfolgen und niemals durch Unternehmen, welche ein Suchtverhalten der Schüler:innen zufolge haben können. Auch Politische-/Parteiwerbung hat keinen Platz an Schulen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir appellieren an alle Beteiligten, diese Partnerschaften zu fördern und umzusetzen, um unseren Schulen die Unterstützung zu geben, die sie dringend benötigen. Auch wenn die Einnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Nur durch gemeinsames Handeln können wir sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler in einer Umgebung lernen können, die ihren Bedürfnissen gerecht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Referenzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] O. Bildungsdirektion, &quot;OÖ Bildungsdirektion,&quot; 2016. [Online]. Available: <a href="https://www.bildung-ooe.gv.at/dam/jcr:e7f72a28-3740-4fab-a91d-eee28f042d2b/A3-92-4-16%20Kommerzielle%20Werbung%20an%20Schulen%20-%20Verbot%20aggressiver%20Gesch%3Fftspraktiken.pdf">https://www.bildung-ooe.gv.at/dam/jcr:e7f72a28-3740-4fab-a91d-eee28f042d2b/A3-92-4-16%20Kommerzielle%20Werbung%20an%20Schulen%20-%20Verbot%20aggressiver%20Gesch%3Fftspraktiken.pdf</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Bildungsministerium, 2013. [Online]. Available: <a href="https://www.bildung-sbg.gv.at/component/edocman/896-sponsoringvereinbarungen-2.html?Itemid=0">https://www.bildung-sbg.gv.at/component/edocman/896-sponsoringvereinbarungen-2.html?Itemid=0</a>.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 14:21:23 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Aufklärung statt Angstmache – Suchtaufklärung neu denken</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Platzhalter-42223</link>
                        <author>AG Suchtaufklärung</author>
                        <guid>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Platzhalter-42223</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Ausgangslage</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alkohol, E-Zigaretten und Cannabis gehören für viele Jugendliche längst zum Alltag – und der Erstkontakt findet häufig schon in der Unterstufe statt. Gleichzeitig ist Suchtaufklärung an österreichischen Schulen bislang lückenhaft und zufällig: Sie taucht meist nur beiläufig in Einzelfächern wie Biologie auf, wo oft ausschließlich die biologische Wirkung von Substanzen behandelt wird – nicht aber der soziale Kontext, in dem Konsum tatsächlich entsteht. Wo überhaupt aufgeklärt wird, dominiert vielerorts noch ein überholter Abschreckungsansatz, der nachweislich wenig bis nichts bewirkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als liberale Schüler:innenorganisation geht es uns nicht um Verbote oder erhobene Zeigefinger, sondern um mündige, selbstbestimmte junge Menschen, die auf Basis ehrlicher Informationen eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können. Suchtaufklärung ist damit kein Sonderthema, sondern ein Kernstück einer Schule der Mündigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>1. Suchtaufklärung als durchgängiges, fächerübergreifendes Prinzip</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Lehrplan macht derzeit kaum verbindliche Vorgaben zur Suchtprävention; sie wird meist nur nebenbei in einem einzelnen Fach gestreift. Dabei ist die Grundlage längst gelegt: Schule ist über das gesetzlich verankerte Unterrichtsprinzip „Gesundheitserziehung“ zur Prävention verpflichtet, und schon der allgemeine Teil des Lehrplans nennt Suchtprävention im Bildungsbereich „Gesundheit und Bewegung“ ausdrücklich. Wirksame Prävention darf jedoch nicht punktuell bleiben: Sie muss als kontinuierlicher, curricularer Prozess angelegt sein, der von möglichst vielen Lehrkräften über mehrere Schuljahre getragen wird und nicht an einem einzigen Projekttag endet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern, Suchtaufklärung als verbindliches, fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip ab der Unterstufe (ab der 7. Schulstufe) im Lehrplan zu verankern und nicht auf ein einzelnes Fach zu beschränken.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern klare, altersgerechte Kompetenzziele je Schulstufe anstelle einer beiläufigen Einzelerwähnung in einem Fach.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern, Suchtaufklärung als kontinuierlichen Prozess über mehrere Schuljahre auszugestalten statt als einmaligen Projekttag.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>2. Von Abschreckung zu Mündigkeit – evidenzbasiert und angstfrei aufklären</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Suchtprävention hat einen Paradigmenwechsel vollzogen: Reine Information in Verbindung mit Abschreckung gilt heute als weitgehend wirkungslos. An ihre Stelle tritt die Förderung von Lebenskompetenzen – also von Entscheidungs-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, kritischem Denken und dem Umgang mit Gruppendruck. Genau das entspricht unserem Bild mündiger Schüler:innen: Wer informierte Eigenverantwortung übernehmen soll, braucht ehrliche Informationen statt Panikmache. Aufklärung muss Wirkungen und Risiken realistisch benennen, ohne zu dramatisieren oder zu bagatellisieren – nur so bleibt sie glaubwürdig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern eine evidenzbasierte, angst- und vorwurfsfreie Aufklärung an Stelle von Abschreckung und Moralisierung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Lebenskompetenzen – insbesondere Entscheidungsfähigkeit, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, kritisches Denken und den Umgang mit Gruppendruck.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern eine ehrliche, altersgerechte Information über Wirkungen, Risiken und Rechtslage legaler wie illegaler Substanzen ohne verzerrende Darstellungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>3. Legale Substanzen und neue Konsumformen ernst nehmen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Einstieg erfolgt fast immer über legale und leicht zugängliche Substanzen. Bei den 15-Jährigen konsumiert bereits ein erheblicher Teil regelmäßig Alkohol, das Einstiegsalter beim Rauchen liegt bei etwa 13 Jahren – dazu kommen heute stark verbreitete Produkte wie E-Zigaretten („Vapes“) und „Snus“ sowie ein deutlicher Anstieg beim Cannabiskonsum. Der Zugang ist oft niederschwellig (über ältere Freund:innen und Geschwister oder schwach kontrollierte Verkaufsstellen), und der Konsum wird stark durch Gruppendruck und gezielte Werbung befeuert. Wirksame Aufklärung muss deshalb genau dort ansetzen, wo Konsum real stattfindet: beim Alltags- und Dauerkonsum legaler Substanzen – und nicht nur bei sogenannten „harten Drogen“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern einen Aufklärungsschwerpunkt auf legale und leicht zugängliche Substanzen (Alkohol, Nikotin, E-Zigaretten/Vapes, Snus) sowie auf Alltags- und Dauerkonsum.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Vermittlung von Werbe- und Medienkompetenz, damit Schüler:innen die Marketingstrategien erkennen und einordnen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die gezielte Thematisierung von Gruppendruck und sozialen Einstiegswegen als Kernursachen des Erstkonsums.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>4. Lehrkräfte qualifizieren und externe Fachstellen einbinden</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aufklärung ist nur so gut wie die Menschen, die sie leisten. Studien zeigen jedoch, dass sich nur ein verschwindend geringer Anteil der Lehrkräfte gut auf Suchtprävention vorbereitet fühlt und der Wissensstand insbesondere zu illegalen Substanzen mangelhaft ist. Empfohlen werden daher gezielte Fortbildung, feste Ansprechpersonen an den Schulen und vor allem die Kooperation mit externen Fachstellen – Suchtpräventionsstellen, Schulärzt:innen und Psycholog:innen –, die geschultes Personal, erprobte Materialien und Workshops bereitstellen. Workshops mit Fachleuten und mit Menschen mit eigener Suchterfahrung wirken dabei besonders glaubwürdig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern eine verpflichtende Fort- und Weiterbildung zu Suchtprävention für alle Lehrkräfte – nicht nur für Biologie- und Chemielehrkräfte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern ein ausgebautes Angebot externer Workshops in Kooperation mit anerkannten Suchtpräventionsstellen und Fachleuten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern an jeder Schule mindestens eine geschulte, klar benannte Ansprechperson für Sucht- und Drogenfragen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>5. Hilfe statt Strafe – niederschwellig, vertraulich, selbstbestimmt</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sucht hat Krankheitscharakter; betroffene Schüler:innen sind keine Täter:innen, sondern brauchen Unterstützung. Gelingende Prävention setzt eine angst- und vorwurfsfreie Atmosphäre voraus, in der sich Betroffene überhaupt öffnen können. Für uns ist klar: Wer konsumiert oder in eine Abhängigkeit rutscht, braucht vertrauliche Beratung und Hilfe statt Kriminalisierung und Bestrafung. Zugleich braucht es transparente, nachvollziehbare Regeln zum Substanzkonsum am Schulgelände, die für alle gleichermaßen gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern niederschwellige, vertrauliche Beratungs- und Hilfsangebote an Schulen sowie einen Ausbau der Schulpsychologie und der schulärztlichen Versorgung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern einen Hilfs- statt Strafansatz für konsumierende und betroffene Schüler:innen ohne automatische Kriminalisierung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern transparente, einheitliche und nachvollziehbare Regeln zum Substanzkonsum am Schulgelände.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>6. Eltern und Schulgemeinschaft einbinden</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Suchtprävention wirkt am besten, wenn sie früh einsetzt, langfristig angelegt ist und interdisziplinär getragen wird – von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern und Fachleuten gemeinsam. Ein positives Schulklima ist dabei selbst ein wirksamer Schutzfaktor, und die Vorbildfunktion der Erwachsenen spielt eine entscheidende Rolle. Aufklärung endet deshalb nicht am Klassenzimmer, sondern bezieht die gesamte Schulgemeinschaft ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern regelmäßige Informations- und Elternabende zu Sucht und Suchtprävention.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Förderung eines positiven Schulklimas als strukturellen Schutzfaktor gegen Suchtverhalten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Fazit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Suchtaufklärung darf weder verschwiegen noch mit Angst und Moral betrieben werden. Dieser Antrag bildet das programmatische Fundament für eine ehrliche, evidenzbasierte und mündigkeitsorientierte Suchtaufklärung an unseren Schulen – von der durchgängigen Verankerung im Lehrplan über qualifizierte Lehrkräfte bis hin zu niederschwelliger Hilfe. So werden Schüler:innen befähigt, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Das ist gelebte Mündigkeit – und damit liberale Bildungspolitik im besten Sinne.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als wissenschaftliche Grundlage fungierte diese Masterarbeit von Eva Klein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/240000/full.pdf">https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/240000/full.pdf</a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 14:19:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Starke Schulen durch Mitbestimmung und Transparenz</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Starke_Schulen_durch_Mitbestimmung_und_Transparenz-22221</link>
                        <author>AG Demokratisches Schulbudget</author>
                        <guid>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Starke_Schulen_durch_Mitbestimmung_und_Transparenz-22221</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Präambel</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein freies Bildungssystem lebt nicht nur von guten Lehrplänen und engagierten Lehrkräften, sondern vor allem von mündigen Schüler:innen, die aktiv an der Gestaltung ihrer Schule teilhaben. Schule ist mehr als ein Ort des Lernens. Sie ist ein Ort des Zusammenkommens, des Diskurses - ein Raum gelebter Demokratie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns, JUNOS Schüler:innen, ist klar: Demokratie, Transparenz und Freiheit müssen nicht nur Inhalte des Unterrichts sein, sondern im Schulalltag gelebt werden. Denn nur wer Mitbestimmung erlebt, kann Verantwortung übernehmen. Nur wer Zugang zu Informationen hat, kann fundierte Entscheidungen treffen. Und nur wer ernst genommen wird, entwickelt die Mündigkeit, die eine liberale Gesellschaft voraussetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Demokratiedefizite im Schulalltag</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Obwohl Mitbestimmung formal in vielen Bereichen vorgesehen ist, bleibt sie in der Praxis oft oberflächlich. Schüler:innenvertretungen verfügen kaum über eigene finanzielle Mittel, Entscheidungsprozesse sind intransparent und zentrale Gremien wie der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) bleiben für viele Schüler:innen in ihrer Arbeit kaum nachvollziehbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Handlungsfähige Schülervertretungen durch ein eigenes Budget</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Schüler:innenvertretungen in ihrem Handlungsspielraum stärken. Dazu braucht es einerseits mehr Mitsprache in der Schulgemeinschaft, aber auch einen gewissen finanziellen Spielraum, um eigene Projekte zu verwirklichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern daher, dass jede Schülervertretung einen fest definierten Anteil des Schuletats zur Verfügung gestellt bekommen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mittelverwendung soll projektbezogen erfolgen: Nach Annahme eines Projekts durch die Schulleitung werden die finanziellen Mittel nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen bereitgestellt. Dieses Modell schafft finanzielle Handlungsfähigkeit der Schüler:innenvertretungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für Schüler:innenprojekte, setzt aber gleichzeitig auf Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Ressourcen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verankerung eines internen Schüler:innenparlaments</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig werden wesentliche Entscheidungen über Projekte, Investitionen oder externe Kooperationen getroffen, ohne dass Schüler:innen ausreichend eingebunden oder informiert werden. Entscheidungen, welche von oben über die Köpfe der Schüler:innen hinweg getroffen werden, schaffen jedoch nicht das nötige Vertrauen für eine gute Schulgemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern daher die Verankerung eines internen Schüler:innenparlaments an jeder Schule, dessen Organisation der Schülervertretung obliegt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Parlament dient als zentraler Ort für Diskussionen zu schulischen Themen und der demokratischen Willensbildung innerhalb der Schüler:innenschaft. Gleichzeitig soll Schüler:innen hier auch die Möglichkeit gegeben werden, mittels Einbringung von Anträgen ihren Schulalltag aktiv mitzugestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern daher, dass angenommene Anträge verpflichtend im SGA behandelt werden müssen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So wird Mitbestimmung strukturell verankert, demokratische Praxis im Schulalltag gestärkt und Schüler:innen eine echte politische Stimme gegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Transparenz als Grundlage von Vertrauen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Transparenz ist eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Mitbestimmung. Nur wenn Entscheidungen nachvollziehbar sind und Informationen offen zugänglich gemacht werden, können Schüler:innen ihre Rolle als Teil der Schulgemeinschaft ernsthaft wahrnehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Derzeit fehlt es jedoch häufig an klarer und niederschwelliger Information über Beschlüsse des SGA, Schulentwicklungsprozesse und größere finanzielle Entscheidungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Verbindliche Transparenz bei schulischen Entscheidungen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sehen Transparenz bei solchen Entscheidungen jedoch als unabdingbar an, um das Vertrauen in schulische Institutionen zu stärken und aktive Partizipation von Schüler:innen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die verpflichtende Veröffentlichung von Protokollen des Schulgemeinschaftsausschusses (SGA), Schulentwicklungsplänen wie auch die Offenlegung von außergewöhnlichen Ausgaben, insbesondere für Projekte und einmalige Investitionen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Somit soll die Nachvollziehbarkeit sichergestellt, Vertrauen gestärkt und die Grundlage für informierte Mitbestimmung geschaffen werden. Die Veröffentlichung hat dabei immer in einer für Schüler:innen leicht zugänglichen und verständlichen Form zu erfolgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Mehr Schulautonomie bei der Mittelverwendung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>All diese Maßnahmen haben natürlich das Ziel, die gesamte Schulgemeinschaft in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Doch aktuell sind Schulen und Schulleitungen bei der Vergabe von Aufträgen für z.B. die Schulreinigung sehr stark von zentralen Vergabepartnern des Bildungsministeriums abhängig. Wir JUNOS Schüler:innen sehen jedoch die finanzielle Autonomie von Schulen als essenziell an, um Schulen größere Freiheiten zu ermöglichen und diese besser zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern daher, dass Schulen bei der Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister und Projektpartner volle Autonomie erhalten und das eine Abkehr von starren, zentralisierten Beschaffungsstrukturen erfolgt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel ist mehr Schulautonomie und ein effizienterer Mitteleinsatz unter stärkerer Berücksichtigung der Bedürfnisse der jeweiligen Schulgemeinschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Unser Zielbild: Die demokratische Schule von morgen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist eine Schule, in der Entscheidungen transparent getroffen werden und Schüler:innen aktiv mitgestalten. Verantwortung soll dabei gemeinsam von allen Schulpartnern getragen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns, JUNOS Schüler:innen, ist klar: Ein modernes Bildungssystem kann nur dann bestehen, wenn es junge Menschen ernst nimmt. Mitbestimmung und Transparenz sind keine Zusatzangebote – sie sind Grundvoraussetzungen für ein chancengerechtes, freies und zukunftsfähiges Bildungssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen für Schulen, die nicht verwaltet, sondern gemeinsam gestaltet werden. Schulen, in denen Freiheit nicht nur gelehrt, sondern gelebt wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 14:16:04 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Ein neues Programm für zukunftsfitte Berufsschulen</title>
                        <link>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Ein_neues_Programm_fuer_zukunftsfaehige_Berufsschulen-64621</link>
                        <author>AG Berufsschulprogramm</author>
                        <guid>http://antragsschmiede.junos.at/web/xiiimvschuelerinnen/Ein_neues_Programm_fuer_zukunftsfaehige_Berufsschulen-64621</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Präambel</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berufsschulen sind kein Abstellgleis – sie sind das Fundament unserer Zukunft. Wer eine Lehre macht, übernimmt Verantwortung, arbeitet, schafft Wert und hält unsere Gesellschaft am Laufen. Genau deshalb verdienen Berufsschüler:innen die beste Ausbildung – nicht die zweitbeste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch die Realität sieht anders aus: veraltete Strukturen, mangelnde Ausstattung, zu wenig Mitsprache und ein System, das oft mehr verwaltet als gestaltet. Während von Lehrlingen Leistung erwartet wird, bleibt die Schule selbst zu oft hinter ihren Möglichkeiten zurück.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist klar: Das akzeptieren wir nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen für Berufsschulen, die Freiheit ermöglichen, statt Chancen zu begrenzen. Für Schulen, die Leistung fördern, Aufstieg ermöglichen und echte Perspektiven schaffen. Für ein Bildungssystem, das Lehrlinge ernst nimmt – als eigenständige, mündige Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist eine Berufsschule, die mehr Möglichkeiten für alle schafft, die mehr erreichen wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer arbeitet, lernt und Verantwortung übernimmt, hat das Recht auf die bestmögliche Bildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jetzt ist es Zeit, die Berufsschulen neu zu denken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Mündigkeit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berufsschulen sollen Schüler:innen auf ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit vorbereiten. Dazu gehört neben einer fundierten fachlichen Ausbildung auch eine solide Allgemeinbildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Lehre mit Matura gibt es bereits ein starkes Modell, das genau das ermöglichen soll. In der Praxis scheitert es jedoch oft an der Umsetzung: mangelnde Koordination zwischen Schule und Maturakursen, fehlende Vorbereitungsmöglichkeiten während der Schulzeit und unnötige organisatorische Hürden erschweren vielen den Zugang.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das wollen wir ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern die Einführung von freiwilligen Maturaklassen an allen Berufsschulen. In diesen Klassen soll der Unterricht gezielt mit der Maturavorbereitung verzahnt werden, um echte Aufstiegschancen zu schaffen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig braucht es endlich einen zeitgemäßen Englischunterricht. In einer globalisierten Arbeitswelt ist Englisch keine Zusatzqualifikation mehr, sondern eine Grundvoraussetzung. Berufsschüler:innen dürfen hier nicht benachteiligt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher eine klare Aufwertung des Englischunterrichts an Berufsschulen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell spielt die politische Bildung an Berufsschulen leider eine zweitrangige Rolle, und geht in den meisten Fällen ziemlich unter. Doch wer selbstbestimmte Entscheidungen bei Wahlen treffen möchte, muss politisch mündig sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher ein eigenes Fach “Politische Bildung” an allen Berufsschulen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Chancengerechtigkeit</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Berufsschulen dürfen kein Plan B sein – sie müssen ein gleichwertiger Bildungsweg mit echten Zukunftschancen sein. Wer eine Lehre macht, hat Anspruch auf dieselbe Qualität in der Ausbildung wie Schüler:innen in anderen Schulformen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu gehört auch eine zeitgemäße Ausstattung. Es ist nicht akzeptabel, dass Berufsschüler:innen im Jahr 2026 teilweise noch immer ohne funktionierendes WLAN und mit veralteter Infrastruktur lernen müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher eine moderne digitale Ausstattung an allen österreichischen Berufsschulen, die zeitgemäßen Unterricht überhaupt erst ermöglicht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig treffen an Berufsschulen Schüler:innen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander. Das darf nicht ignoriert werden – ein einheitlicher Unterricht wird diesen Unterschieden oft nicht gerecht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher differenzierte Unterrichtsmodelle, die sowohl gezielte Förderung für leistungsschwächere Schüler:innen als auch ausreichende Herausforderungen für leistungsstarke Schüler:innen sicherstellen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Dies soll insbesondere für den Deutschunterricht gelten. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere, diese Chance müssen wir allen Schüler:innen bieten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Lehrer:innen Aus- und Fortbildung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Guter Unterricht steht und fällt mit den Lehrkräften. Gerade an Berufsschulen reicht fachliche Kompetenz allein jedoch nicht aus – entscheidend ist auch die Fähigkeit, Wissen verständlich zu vermitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hier gibt es derzeit klare Defizite. Viele Lehrkräfte verfügen zwar über eine solide fachliche Ausbildung, die pädagogische und didaktische Vorbereitung bleibt jedoch oft unzureichend. Das wirkt sich direkt auf die Unterrichtsqualität aus – und damit auf die Chancen der Schüler:innen. Es braucht also einen stärkeren Fokus auf Pädagogik und Didaktik in der Lehrer:innenausbildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig braucht es regelmäßige fachliche Fortbildungen. Berufsschulen dürfen nicht hinter der Realität der Arbeitswelt zurückbleiben – Lehrkräfte müssen mit den Entwicklungen in ihren Branchen Schritt halten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern einen deutlich stärkeren Fokus auf Pädagogik und Didaktik in der Ausbildung von Berufsschullehrer:innen, um qualitativ hochwertigen Unterricht sicherzustellen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern verbindliche und regelmäßige Fortbildungsangebote für Lehrer:innen an Berufsschulen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Demokratie</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schülervertretung ist kein lästiger Formalakt – sie ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Schule. An vielen Berufsschulen wird sie jedoch genau so behandelt: als Pflichtübung, die man möglichst schnell abhakt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wahlen werden nicht ordnungsgemäß durchgeführt, das Wahlrecht für die Landesschüler:innenvertretung ist nicht nachvollziehbar, und im Schul- und Berufsalltag wird auf das Engagement von Schüler:innenvertreter:innen oft kaum Rücksicht genommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen echte Mitbestimmung statt bloßer Symbolpolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher die Freistellung von Berufsschüler:innen von beruflichen und schulischen Verpflichtungen für Tätigkeiten in der Schülervertretung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Außerdem fordern wir die konsequente und ordnungsgemäße Durchführung von SV-Wahlen an allen Berufsschulen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist klar: Die Landesschüler:innenvertretung muss direkt von allen Schüler:innen gewählt werden. Bis dahin braucht es jedoch ein faires und nachvollziehbares Wahlrecht für die Berufsschulen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern, dass künftig alle Schüler:innenvertreter:innen stimmberechtigt sein sollen. Das schließt Tagessprecher:innen und deren Stellvertreter:innen mit ein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Unternehmensvertretung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb ist zentral für eine funktionierende Lehre – und genau hier versagt das System derzeit. Die Koordination ist mangelhaft, der Informationsfluss bricht regelmäßig ab, und am Ende werden Lehrlinge selbst zu Boten zwischen Schule und Betrieb gemacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer eine gute Ausbildung will, braucht ein System, das zusammenarbeitet – nicht eines, in dem Verantwortung hin- und hergeschoben wird. Um den Austausch nachhaltig zu verbessern, braucht es eine stärkere strukturelle Einbindung der Lehrbetriebe in die Berufsschulen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir fordern daher die Einrichtung einer eigenen Lehrbetriebsvereinigung nach dem Vorbild des Elternvereins. Diese soll mit drei Mitgliedern im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) vertreten sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Des Weiteren fordern wir eine digitale Plattform, über die Schulen den aktuellen Wissensstand der Lehrlinge sowie relevante Informationen direkt an die Betriebe übermitteln können.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 12:49:18 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>